LTE-Modem im iPhone: Apple will fast vollständig auf Intel setzen

Florian Matthey

Intel kann sich über den Patentstreit zwischen Apple und Qualcomm freuen: In Zukunft wird wohl ein noch größerer Anteil der LTE-Modems im iPhone von Intel stammen. Und das, obwohl die Qualcomm-Chips bisher leistungsfähiger sind.

DigiTimes berichtet, dass Intel von Apples Patentstreit mit Qualcomm profitieren werde. Nachdem Apple sich fürs iPhone 7 dazu entschieden hatte, neben Qualcomm- auch Intel-Mobilfunkchips beziehungsweise -Modems einzusetzen, dürfte der Anteil mit den nächsten iPhone-Generationen deutlich ansteigen. Angesichts des recht heftigen Streits mit Qualcomm ist das auch keine große Überraschung.

iPhone 7 Review.

Den Quellen der Website zufolge habe Apple 50 Prozent der weiteren Bestellungen für LTE-Modems bei Intel platziert. Im Jahr 2018 werde Apple über 70 Prozent von Intel beziehen wollen. Innerhalb von zwei iPhone-Generationen würde sich Apple dann also nach einem jahrelang laufenden Exklusivdeal weitgehend von Qualcomm verabschieden.

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Eben dieser Exklusivdeal ist ein wichtiger Punkt im Streit zwischen den Unternehmen: Apple wirft Qualcomm vor, seine auf wichtigen Patenten basierende Marktmacht dazu genutzt zu haben, um Apple zu Exklusivität zu nötigen.

Ob Apple-Kunden von dem Wechsel profitieren werden, ist aber fraglich: Zumindest im iPhone 7 sind die Intel-LTE-Modems so deutlich leistungsschwächer als die Qualcomm-Alternative, dass Apple letztere künstlich drosseln muss. Langfristig könnte Apple auch eigene Modems entwickeln: Erst vor wenigen Tagen wechselte der bisherige Qualcomm-Chefingenieur nach Cupertino.

Quelle: DigiTimes via Mac Rumors

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