Wenn das iPhone 7 fast wie das iPhone 6s wird…

Sebastian Trepesch 11

…ja, was hat das eigentlich für Folgen? Einige. Kurz vor dem morgigen Apple Event mit der Vorstellung eines neuen iPhones stellen wir uns diese Frage – und liefern neun Antworten.

Die Gerüchte sind recht einstimmig: Das iPhone 7 wird äußerlich dem iPhone 6s sehr ähnlich. Vielleicht punktet ein Pro-Modell mit neuen Features wie Dualkamera und Keyboard-Dock (letzteres vergleiche iPad Pro). Die große Überraschung bleibt morgen aus.

Was hat das für Folgen? Neun Vermutungen:

Alle sind enttäuscht
Die äußeren Werte zählen, nicht die inneren. Ändert sich am Gehäuse nichts, sind erst einmal alle enttäuscht und Apple wird mangelnde Innovationskraft vorgeworfen – egal, was sich im Inneren getan hat. Alle sind enttäuscht. Wir kennen das von manch s-Modell.

Der Börsenwert von Apple sinkt
Alle sind enttäuscht – die Börsianer erst recht. Es gibt nichts schlimmeres als mangelnde Innovationskraft. Und allein der Vorwurf mangelnder Innovationskraft ist fast genauso schlimm. Der Börsenwert des Herstellers sinkt vorübergehend – außer, wenn Apple es schafft, mit anderen Produkten oder Umsatzzahlen die Börse positiv zu überraschen.

Die Häme der Konkurrenz ist sicher
Die Konkurrenz und deren Anhänger wird oben genannte Punkte noch deutlicher formulieren: „Apple hat ja seit drei Jahren nichts mehr neues herausgebracht“, werden spitze Kommentare lauten. Bis der nächste Akku eines Android-Topmodells explodiert.

Der erste Run auf das iPhone 7 hält sich in Grenzen
Kauft man sich ein neues iPhone, darf es auch neu aussehen. Wem eine neue Farbe nicht reicht, wird sich den Kauf zweimal überlegen. Und wem das Gehäuse grundsätzlich nicht gefällt, der kann seit dem iPhone 6 kein Spitzenmodell kaufen. Nur das kleine iPhone SE. Das hat eine andere Gehäuseform.

Das iPhone 7 wird trotzdem ein Erfolg
Besteht wirklich nur geringes Kaufinteresse, weil sich am Gehäuse nichts ändert? Eine andere Vermutung: Das iPhone 7 wird – wenn auch nicht sofort – ein Erfolg. Grund für diese Annahme ist der heimliche Erfolg des iPhone SE, äußerlich mit dem iPhone 5s und 5 fast identisch. Denn nach etwas Bedenkzeit honorieren die Interessenten dann doch die inneren Werte. Das iPhone 7 kauft sich vielleicht nicht der Besitzer eines 6s, aber vielleicht der eines 5s, 5, 4s, 4,… Sofern er nicht bei dem kleinen Display bleiben möchte.

Die Auswahl an kompatiblem Zubehör ist riesig
Die Zubehörhersteller freuen sich, weil ein einzelnes Produkt für mehr Smartphone-Besitzer in Frage kommt. Und wir freuen uns, weil wir vom Start weg eine große Auswahl an Zubehör haben. Doch Vorsicht: Wenige Millimeter Gehäuseunterschied – wie zwischen iPhone 6 und 6s – kann die Kompatibilität von einzelnen, sehr gut angepassten Cases o.ä. einschränken.

Keine Skandale, kein „Gate“
Setzt Apple auf Bewährtes und Erprobtes, werden grobe Hardwarefehler a la „Antennagate“ , die auf das Gehäuse zurückzuführen sind, extrem unwahrscheinlich. Kein Risiko für Apple, keine Ärgernisse für die Nutzer.

Ein Produktlebenszyklus wie bei MacBooks
Ein MacBook (Pro, Air,…) leistet viele Jahre gute Dienste, und entsprechend selten ändert Apple das Gehäuse. Mittlerweile sind die iPhones so ausgereift und gut ausgestattet, dass man wirklich nicht alle zwei Jahre ein neues Modell benötigt. Logische Konsequenz: Die grundlegenden Änderungen werden immer kleiner, ein Gehäuse kann auch mal drei Jahre weitgehend unverändert bleiben.

Apples Nachhaltigkeitsbemühungen werden glaubhaft
Seit ein paar Jahren betont Apple stark die Umweltbemühungen. Wie passt es da zusammen, dass man sich jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen soll? Gar nicht. Die lange iOS-Kompatibilität leistet ihren Beitrag, ein paar Jahre mit einem Gerät auf aktuellem Stand zu bleiben. Die Apple-PR kann uns das überzeugend als nachhaltiges Konzept verkaufen, wird es aber nicht machen: Es wäre negativ für den Aktienkurs. Denn an der Börse zählt nur das Geld.

 

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