Glanz & Gloria beim iPhone 7? Jumping Jet Black nicht für jeden Depp! (Kommentar)

Sven Kaulfuss 17

Geschmack muss man sich leisten können? Diesen Eindruck könnten Kunden des neuen iPhone 7 und iPhone 7 Plus gewinnen, denn wer ein glänzendes Finish möchte, der wird gezwungen zu den teureren Modellen zu greifen. Tatsächlich ein Skandal?

Glanz & Gloria beim iPhone 7? Jumping Jet Black nicht für jeden Depp! (Kommentar)
Bildquelle: Apple und shutterstock.

Zu den augenscheinlichen Neuerungen des iPhone 7 und iPhone 7 Plus gehört das Farbenkleid. Statt „Space Grau“ gibt’s das neue Top-Smartphone nun auch in einem matten und einem glänzenden Schwarz. Letzteres wird hierzulande „Diamantschwarz“ genannt, im Heimatland des iPhones hingegen „Jet Black“. Apple ist sichtlich stolz und präsentierte eigens auf dem zurückliegendem Apple Event einen Imagefilm, der den besonderen Herstellungsprozess zeigt.

iPhone 7 in Jet Black: Herstellung.

Höhere Einstiegshürde für „Jet Black“ beim iPhone 7

Nun soll aber nicht jeder „Dödel“, der sich mit Ach und Krach das neue Spielzeug in der günstigsten Version (immerhin mindestens 759 Euro beziehungsweise 899 Euro als Plus-Modell) leisten kann, tatsächlich auch die Gelegenheit bekommen, das neue Hochglanzstück zu erwerben. Das gibt’s nämlich nur exklusiv mit 128 GB und 256 GB. Ergo: Die Preise starten so bei mindestens 869 Euro (iPhone 7) und 1.009 Euro (iPhone 7 Plus). Warum macht Apple so etwas?

iPhone 7 Plus im Hands-On.

Einfache Erklärung: Um am Ende die eigene Marge erfolgreich auszubauen und den Kunden durch die halbwegs exklusive Stellung ein sehr befriedigendes Kauferlebnis zu verschaffen. Sprich, die Kaufentscheidung und herausragende Farbwahl wird nochmals unterstrichen. Man hat als Kunde richtig entschieden und macht sich nicht gemein mit dem gemeinen Volk. In der Realität ist dies natürlich nur scheinbar der Fall, denn die Einstiegshürde für „Diamantschwarz“ fällt dann doch nicht so groß aus. Wer sich wirklich abheben will, muss zu anderen Maßnahmen greifen – beispielsweise güldene Varianten vom Goldschmied wählen. Nur wirklich hübsch sind die nicht, eher „protzhässlich“.

In guter Tradition: Sondereditionen bei Apple

Neu ist diese Verkaufstaktik der vorgegaukelten Exklusivität nicht, auch für Apple gilt dies. Erinnert sich beispielsweise jemand noch an…

ref_keylimetop

…das iBook im grellen Key Lime im Jahre 2000. Apple ging sogar soweit und verkaufte diese Farbvariante nur allein im Apple Online Store.

u2-ipod-autographs

Für Fans der irischen Band gab es den iPod U2 Special Edition (ab 2004).

Bildschirmfoto 2016-09-09 um 15.34.14

Heute ein gesuchtes Sammlerstück: Der iPod shuffle der dritten Generation – exklusiv im Edelstahlkleid und nur bei Apple direkt.

watch_hermes

Nicht fehlen darf die Apple Watch. Hier zu erwähnen die Edition in Gold und später von Hermès – beide teuer und nur direkt über Apple beziehungsweise dem genannten Luxusgüterkonzern zu beziehen.

Bilderstrecke starten
34 Bilder
Wie Apple-Fans sich früher die Zukunft dachten: Konzepte im Wandel der Zeit (Teil 3).

Quintessenz: Kaufen und Klappe halten

Man mag dieses Vorgehen von Apple und anderen Markenherstellern grundsätzlich kritisieren. Wer sich daran jedoch ernsthaft echauffiert, der gehört sowieso nicht zum Kundenkreis besagter „Special Editions“. Vielmehr sollte er sich das Geld sparen, das einfache Grundmodell kaufen und die armen „fashion victims“ einfach bemitleiden. Am Ende eine Win-Win-Situation für jedermann.

iPhone 7 im Hands-On.

Wer das iPhone 7 kaufen möchte – in jeder Farbe – wird hier fündig:

Farbwahl beim iPhone 7 – eure Meinung?

Das neue iPhone 7 gibt es inzwischen zu bestaunen, doch welche (neue) Farbe ist euer Favorit? Mögt ihr es eher schlicht und farblos oder wollt ihr eine der besonderen Farbvarianten in der Hand halten?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung