Drahtlos Laden des iPhone 8: Analystengruppe glaubt an herkömmliche Induktion

Florian Matthey 3

Apple könnte mit dem iPhone 8 erstmals drahtloses Aufladen eines iPhone ermöglichen. Dabei gilt die neuartige Technologie von Energous als heißer Kandidat. Eine Analystengruppe glaubt jedoch, dass Apple auf eine eigene, klassischere Lösung setzen wird.

Drahtlos Laden des iPhone 8: Analystengruppe glaubt an herkömmliche Induktion
Bildquelle: ConceptsiPhone/YouTube.

Eigentlich spricht vieles für Energous

Seit dem letzten Jahr macht immer wieder das Gerücht die Runde, dass Apple die Energous-Technologie WattUp im nächsten iPhone verwenden werde: WattUp erlaubt ein drahtloses Aufladen von Mobilgeräten über ein Magnetfeld, sodass sich diese in einem Raum um einen Sender herum aufladen lassen und nicht nur auf einer Ladematte, wie dies bei Induktion der Fall ist. Apples Marketing-Chef Phil Schiller bezeichnete diese Ladematten vor einigen Jahren als entscheidenden Nachteil von Induktionslösungen: Der Vorteil gegenüber einem Kabel sei nicht sonderlich groß.

Energous selbst hat angekündigt, dass die eigene Technologie im Jahr 2017 erstmals zum Einsatz kommen werde. Auch spricht das Unternehmen von einer Partnerschaft mit einem der größten Hersteller von Verbraucherprodukten der Welt. Eigentlich deutet also viel darauf hin, dass das iPhone 8 mit Energuous-Technologie ausgestattet sein wird.

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Analystengruppe ist skeptisch

Die Analystengruppe Copperfield Research hat sich einige Apple-Patente, die sich mit drahtlosem Aufladen befassen, sowie die Gerüchte ums iPhone 8 genauer angesehen. Die Gruppe kommt zu dem Schluss, dass Apple nicht auf Energous-Technologie, sondern auf eine eigene Lösung setzen werde – und dass diese eher eine herkömmliche Induktionslösung sein werde.

Apple-Patent: Radiowellen-Lösung ist ineffizient

Apple habe in mehreren Patenten Induktionslösungen beschrieben. Dabei steche vor allem ein Patent aus dem Jahr 2011 hervor, in dem das Unternehmen erklärt, dass Lösungen mit einem elektromagnetischen Feld im Raum ineffizient, nicht praktikabel und möglicherweise auch schädlich seien. Im Raum um einen Sender herum würde sich nur ein kleines Gerät befinden, während der Sender jedoch in alle Richtungen Radiowellen ausstrahlt. Größtenteils gehe diese Energie dann einfach verloren, so das Apple-Patent. Das sei für drahtlose Datenübertragungen akzeptabel, nicht aber für das Übertragen von Energie.

Glasgehäuse würde für Induktion sprechen

Copperfield Research verweist außerdem darauf, dass das iPhone 8 ein Glas- statt ein Aluminium-Gehäuse bekommen soll. Die Energous-Technologie würde auch mit einem Aluminium-Gehäuse funktionieren; bei einem Aufladen durch Induktion sei Aluminium hingegen hinderlich. Dies sei ein Grund, warum beispielsweise Samsung auf eine Rückseite aus Glas für seine Smartphones setzt.

Statt einer simplen „Matte“ zum Aufladen des iPhone könnte Apple auch mit der herkömmlichen Induktionstechnologie auf Innovationen setzen: Copperfield Research verweist unter anderem auf Patente, in denen Apple beschreibt, wie beispielsweise die Oberfläche eines MacBook oder eines iPad ein iPhone aufladen könnte. Allerdings müsste man das iPhone auch dann auflegen oder zumindest direkt neben das größere Gerät legen.

Quelle: Copperfield Research via Mac Rumors

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