Das OLED-Display im iPhone 8 soll noch exklusiv von Samsung stammen. Mit zukünftigen iPhones will Apple aber weniger abhängig vom Konkurrenten sein. Zu diesem Zweck plant Apple jetzt eine Milliardeninvestition in eine LG-OLED-Fabrik.

 

iPhone 8

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Aktuell kann offenbar nur Samsung Apples Qualitätsstandards für OLED-Displays fürs iPhone 8 erfüllen – und die Panels überhaupt in ausreichenden Stückzahlen herstellen. Doch selbst die Koreaner sollen bei der Produktion kaum hinterherkommen und aus diesem Grunde eine 20-Milliarden-US-Dollar Investition in eine weitere OLED-Fabrik planen – die dann natürlich nicht nur Apple zugute käme.

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Apple macht sich allerdings ungerne abhängig von einem Zulieferer – zumal wenn dieser Zulieferer gleichzeitig ein wichtiger Konkurrent ist. Daher soll Apple Informationen der koreanischen Website The Investor zufolge planen, zwischen 2 und 3 Billionen Won (1,52 und 2,29 Milliarden Euro) in eine weitere OLED-Fabrik von LG zu investieren. Die Investition wäre im Vergleich zur Samsungs Plänen relativ überschaubar. Allerdings würde die neue LG-Fabrik exklusiv OLED-Panels für Apple produzieren.

Aktuell erfülle LG nur 70 Prozent der Apple-Qualitätsanforderungen. Die Investition würde LG offenbar auch in die Lage versetzen, Apples Ansprüchen gerecht zu werden. Allerdings würde es noch etwas dauern, bis die Displays aus der neuen Fabrik ihren Weg ins iPhone finden: Erst Anfang 2019 werde die Anlage so weit sein.

Bisher sind OLED-Displays in Smartphones ein relativ exklusives Feature. Mit Apples Wechsel zu der Technologie wird die Verbreitung aber schlagartig wachsen: Die Marktforscher von Trendforce sagen voraus, dass – vor allem bedingt durch Apple – bis 2020 die Hälfte aller zu dem Zeitpunkt verkauften Smartphones ein OLED-Display haben werden. Kein Wunder, dass die Hersteller ihre Kapazitäten dafür deutlich steigern müssen.

Quelle: The Investor via AppleInsider, Trendforce via 9to5Mac