KGI-Analyst: iPhone 8 wird kein Touch ID besitzen

Holger Eilhard 6

Der KGI-Analyst Ming-Chi Kuo hat eine aktualisierte Vorschau auf die kommenden iPhone-Modelle veröffentlicht. Dieser zufolge wird das erste OLED-iPhone keinen Fingerabdrucksensor besitzen.

Insgesamt 10 Punkte sind auf der aktuellen Liste des Analysten von KGI Securities Ming-Chi Kuo zu finden, welche StreetInsider.com veröffentlicht hat. Der erste Punkt beschreibt die verschiedenen Modelle, die Apple in der zweiten Jahreshälfte 2017 vorstellen wird. Neben dem iPhone 8 mit 5,8-Zoll-OLED-Display werden ein neues 4,7- und 5,5-Zoll-Modell erwartet; das iPhone 7s/7s Plus. Diese Varianten kommen wie frühere iPhones mit klassischem LCD.

Das OLED-Modell wird mit einem „Full-Screen Design“ ausgestattet sein. Dies bedeutet, dass die Front des iPhone 8 nahezu komplett als Display genutzt werden kann. Das Modell bietet darüberhinaus einen virtuellen Home-Button, dieser wird jedoch kein Touch ID unterstützen. Selbiges gilt laut Kuo für den Rest des OLED-iPhone.

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Glaubt man dem Analysten, wird es weder auf der Front noch der Rückseite einen Fingerabdrucksensor geben. Grund für den Wegfall sollen weiterhin die technischen Hürden bei der Integration des Sensors im Display sein. Aufgrund dieser anhaltenden Probleme erwartet Kuo des Weiteren, dass sich die Massenproduktion erneut verspäten wird.

Gesichtserkennung statt Touch ID?

Das OLED-iPhone wird über neue 3D-Features für die Gesichtserkennung verfügen, welche ebenfalls eine bessere Qualität bei Selfies ermöglichen soll. Ob Apple diese Gesichtserkennung zur Identifikation des Nutzers verwenden wird, sagte Kuo nicht. Die Frage ist also, wie Apple ohne Touch ID beispielsweise Apple Pay realisieren wird. Antworten hierauf blieb der Analyst schuldig.

Sowohl das 5,5″ iPhone als auch das OLED-Modell werden laut Kuo über 3 GB RAM verfügen. Beide Modelle besitzen das bereits vom aktuellen iPhone 7 Plus bekannte Dual-Kamera-System. Die 4,7-Zoll-Version wird mit 2 GB RAM ausgestattet sein. Alle drei neuen iPhones werden mit 64 oder 256 GB Speicher verfügbar sein.

iPhone 7 Review.

Schnelles Laden am Lightning-Port dank USB Power Delivery

Eine weitere Gemeinsamkeit ist der bekannte Lightning-Port. Gab es zuvor Gerüchte, dass Apple auf USB C umsteigen könnte, spricht der KGI-Analyst nun lediglich von einem Chip, welcher das schnelle Laden mit Hilfe eines USB-C-Netzteils erlauben wird. Ähnliches ist bereits im iPad Pro zu finden. Bereits vor einigen Tagen hatte dies auch ein anderer Analyst vorausgesagt.

Das OLED-Modell soll des Weiteren über ein optimiertes Lautsprecher-Design verfügen, welches einen besseren Stereo-Sound ermöglichen werde. Gleichzeitig soll das iPhone 8 in weniger Farbvarianten als bisherige iPhone-Modelle angeboten werden. Kuo begründet dies damit, dass das iPhone hierdurch sein „Boutique Image“ behalten soll.

Vorstellung im September

Bezüglich der Massenfertigung sagt Kuo voraus, dass Apple beim iPhone 8 im Oktober/November die Produktion hochfahren wird. Bei den beiden LCD-iPhones soll dies bereits im August/September der Fall sein. Die Präsentation aller drei Modelle soll zeitgleich im September geschehen. Der Verkaufsstart des iPhone 8 könnte aufgrund des späteren Produktionsstarts allerdings erst nach dem LCD-Modell beginnen. Die erwarteten Lieferschwierigkeiten des OLED-iPhone könnten bis ins Jahr 2018 andauern.

Kuo sieht voraus, dass Apple im aktuellen Jahr 80 bis 85 Millionen neue iPhones ausliefern wird; mit einer ähnlichen Verteilung zwischen OLED- und LCD-Modell.

Update, 22:15 Uhr:
Laut Bloomberg testet Apple derzeit die 3D-Gesichtserkennung um Touch ID zu ersetzen.

Quelle: StreetInsider.com

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