Apple befindet sich gerade in einem umfassenden Rechtsstreit mit Qualcomm – und will jetzt offenbar eigene Mobilfunk-Chips entwickeln. Da kommt es nicht überraschend, dass das Unternehmen einen Qualcomm-Manager abgeworben hat.

 

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Esin Terzioglu, der bisherige Qualcomm-Vizepräsident für den Bereich Engineering, arbeitet seinem eigenen LinkedIn-Profil zufolge nach acht Jahren bei dem Chip-Hersteller nun bei Apple. Welche Rolle der promovierte Elektroingenieur bei seinem neuen Arbeitgeber ausüben wird, verrät er aber nicht.

Gerade die Tatsache, dass es sich um den verantwortlichen Manager für den Bereich Ingenieurswesen mit einer eigenen entsprechenden Ausbildung handelt spricht aber dafür, dass Apple tatsächlich an eigenen Mobilfunk-Chips arbeitet, um sich von Zulieferren wie Qualcomm unabhängiger zu machen. Zuletzt wurde bekannt, dass Apple Tests mit 5G-Mobilfunknetzen durchführt – obwohl dies zu diesem Entwicklungszeitpunkt eigentlich eher Netzbetreiber und eben Chip-Hersteller tun.

Qualcomm war lange Jahre Exklusiv-Lieferant für Mobilfunk-Chips fürs iPhone – ob das Unternehmen seine Marktmacht ausnutzte, um Apple zu dieser Exklusivität zu „zwingen“, ist eine zentrale Frage des Rechtsstreits. Mit dem iPhone 7 setzt Apple jetzt neben Qualcomm- auch auf Intel-Chips. Das ist allerdings auch keine Ideallösung: Das LTE-Modem von Intel ist langsamer als das von Qualcomm, sodass Apple letzteres künstlich einbremst, um den Unterschied nicht so offensichtlich werden zu lassen.

Apple-eigene Chips in allen iPhones könnten dieses Problem lösen. Allerdings ist die Entwicklung solcher Chips natürlich alles andere als trivial, sodass Apple Experten mit Erfahrung braucht. Terzioglu dürfte ein eben solcher sein.

Quelle: LinkedIn via AppleInsider