Schwächere 7-nm-Fertigung: Warum Samsung auch beim Apple A12 leer ausgehen könnte

Florian Matthey

Wer darf den Apple A12 produzieren? Nachdem es kürzlich hieß, dass Apple die Aufträge nicht nur an TSMC, sondern auch an Samsung vergeben würde, deutet sich doch wieder eine TSMC-Exklusivität an. Samsung buhlt aber wohl noch um Apple.

Schwächere 7-nm-Fertigung: Warum Samsung auch beim Apple A12 leer ausgehen könnte

Nachdem sich TSMC und Samsung zwischenzeitlich die Produktion der Apple-AX-Chips teilten, stammen die A10-Prozessoren im iPhone 7 und im iPad Pro ausschließlich von TSMC. Der Wechsel kam nicht überraschend, da Apple und Samsung immerhin nicht nur Partner, sondern auf dem Smartphonemarkt auch ernsthafte Konkurrenten sind.

Andererseits ist Samsung weiterhin Zulieferer vieler anderer Komponenten – auch im iPhone. Gerade im iPhone 8 soll eine wichtige Komponente ausschließlich von Samsung stammen: Das neue OLED-Display. Apple kann also offenbar ganz gut damit leben, weiterhin mit Samsung zu kooperieren.

iPad Pro 10,5 von 2017 im Test.

Dementsprechend glaubhaft wirkte auch die Meldung, der zufolge Samsung im nächsten Jahr wieder einen Teil der Produktion der Apple-AX-Chips – dann wohl des Apple A12 – übernehmen würde. Wenn man den Quellen von DigiTimes Glauben schenkt, handelt es sich dabei aber vielleicht nur um ein Wunschdenken der Koreaner.

Dem zufolge versuche Samsung „aggressiv“, Aufträge für die Produktion des 7-Nanometer-Chips Apple A12 zu bekommen. Gerade die Tatsache, dass sämtliche OLED-Displays für die iPhone-Generationen der nahen Zukunft von Samsung stammen sollen, könnte ein gutes Argument sein: Möglicherweise bietet Samsung dem iPhone-Hersteller spezielle Deals für die Produktion der beiden Schlüsselkomponenten.

Dass Apple aktuell doch zu einer TSMC-Exklusivität tendiere, liege aber gar nicht daran, dass Samsung eben auch ein Konkurrent ist, von dem sich Apple vielleicht nicht zu sehr abhängig machen will. Stattdessen seien die Fertigungsmethoden für 7-Nanometer-Chips von TSMC einfach weiter fortgeschritten, sodass das Unternehmen aus Taiwan konkurrenzfähigere Angebote machen kann.

Quelle: DigiTimes via Mac Rumors

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