Hey, Apple: Können wir mal über Gold reden?

Florian Matthey

Seit einigen Jahren gibt es Apple-Produkte in der Farbe Gold. Beziehungsweise „in den Farben Gold“ – denn irgendwie kann sich Apple nicht für einen Goldton entscheiden. So passen die Produkte nicht wirklich zueinander. Apple, was soll das?

iPhones: Seit viereinhalb Jahren in Gold – und Roségold

Seit dem iPhone 5s bietet Apple iPhones auch im Farbton Gold an – mit dem iPhone 6s kam dann 2015 auch die Variante „Roségold“ dazu. Es gibt Apple-Produkte seitdem also in zwei Goldtönen, sodass die Kunden, denen das gefällt, ihre Käufe genau aufeinander abstimmen können. Denn wenn man schon so schicke Lifestyle-Produkte kauft, müssen die „color coordinated“ sein.

Da geht dann aber das Dilemma los: So wirklich passen die Produkte nicht alle zueinander, selbst wenn man bei Gold oder Roségold bleibt. Aber der Reihe nach.

Auf das iPhone 6s folgte das iPhone 7, das es ebenfalls in Gold und Roségold gab und gibt. Das Aluminium-Gehäuse entspricht weitgehend dem iPhone 6s – hier gibt es also kein Color-Coordination-Problem, wenn der Apple-Kunde zwei goldene – oder roségoldene – iPhones haben möchte.

iPhone 8: Was für ein Goldton ist das denn jetzt?

Beim iPhone 8 passt der Goldton dann aber überhaupt nicht mehr – das mag auch daran liegen, dass das Gerät aus einem anderen Material besteht, nämlich eine Rückseite aus Glas hat. Trotzdem: Wirklich gut passt diese Farbe zu den ganzen anderen goldenen Geräten nicht. Zumal es auch kein Roségold-iPhone-8 gibt. Wer sich also einmal für diesen Goldton entschieden hat, guckt jetzt komplett in die Röhre. Und beim iPhone X gibt’s gar kein Gold, weder Rosé- noch normal.

Was hier glänzt, ist wirklich Gold: Die alte Apple Watch Edition

Wiederum andere Goldtöne – sowohl Normal- als auch Roségold – gab’s einst bei der Apple Watch Edition. Hier kann Apple aber erneut zugute gehalten werden, dass das Material für den anderen Farbton verantwortlich ist. Denn immerhin handelte es sich bei den Geräten um echtes Gold.

Wer so viel Geld hatte, um sich eine Smartwatch – die nur wenige Jahre aktuell sein würde – für 11.000 Euro aufwärts zu kaufen, dürfte auch genug Geld gehabt haben, um sein iPhone mit echtem Gold vergolden zu lassen. Ja, es gibt tatsächlich Anbieter wie das Unternehmen Brikk, die das machen (Bild oben) – und dann passt auch alles zueinander.

Wie ein iPhone X in Gold – warum gibt’s das eigentlich nicht?! – aussehen könnte, seht ihr übrigens in unserer Bilderstrecke.

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6 Bilder
iPhone X in Gold: So umwerfend würde das Smartphone aussehen.

Immerhin: iPhone 7, MacBook und Watch passen zueinander – meistens

Nun scheinen selbst fanatische Apple-Fans in der Regel nicht gewillt zu sein, fünfstellige Beträge für Smartwatches und Smartphones ihres Lieblingsunternehmens auszugeben, sodass Apple die Apple Watch Edition wieder aus dem Sortiment genommen hat. Dafür gibt es seitdem aber Apple-Watch-Modelle mit einem goldenen Alu-Gehäuse. Und das passt wiederum zu iPhone 6s, iPhone 7 und übrigens auch dem MacBook in Gold. Letzteres gibt es auch in Roségold, dafür aber nicht die Apple Watch.

Außer man ist einer der wenigen Glücklichen – oder Unglücklichen? – die letztes Jahr eine Apple Watch Series 3 in Gold (also goldenem Aluminium, nicht echtes Gold, denn das gibt’s ja nicht mehr) bestellt haben, aber eine Apple Watch Series 3 in Roségold bekamen, die es eigentlich gar nicht gibt.

Offenbar flogen in den Fabriken von Apples Zulieferern noch einige Roségold-Gehäuse rum, die man noch verbauen wollte. Vielleicht hat dieses Aluminium-Roségold irgendwann so viel Sammlerwert wie ein Gold-Roségold? Also ähnlich wie ein Briefmarken-Fehldruck, das Gold aller Philatelisten? Wir dürfen gespannt bleiben. Und Apple darf sich mal überlegen, wie Gold denn nun in Zukunft aussehen soll.

Bildquellen: Apple, Brikk

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