Verschwundene Jugendliche: Apple will iPhone untersuchen

Thomas Konrad

Zwei Jugendliche aus Florida waren im Juli 2015 unter nicht geklärten Umständen auf offener See verschwunden. Apple erklärte sich nun dazu bereit, das kürzlich gefundene iPhone eines der 14-Jährigen zu untersuchen.

Austin Stephanos und Perry Cohen waren im vergangenen Jahr mit einem Boot in den Atlantik aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. 160 Kilometer vor der Küste Bermudas fand man vor Kurzem das Boot der Jugendlichen mitsamt Stephanos‘ iPhone.

Perry Cohens Mutter entschied schließlich, dass das Telefon Experten übergeben werden sollte. Daten auf dem iPhone könnten Aufschluss darüber geben, ob die Jugendlichen Opfer eines Verbrechens wurden.

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Am 29. April erklärte sich Apple in einer kurzfristig angesetzten Anhörung dazu bereit, die Daten auf dem Gerät zu analysieren (via 9to5Mac). Der Hersteller werde, so die Stephanos-Familie, die Daten — falls möglich — sicherstellen und sie dem Gericht übergeben.

Über einen langen Zeitraum war das iPhone der Witterung ausgesetzt. Wie erfolgreich Apple bei der Datenrettung sein wird, ist daher unklar.

Die Florida-Fish-and-Wildlife-Kommission hätte das iPhone direkt Experten überlassen sollen, nicht der Familie von Austin Stephanos, meinte die Mutter von Perry Cohen.

In einem Statement der Cohen-Familie klingt das, wie folgt: „The Plaintiff believes the information on Austin’s iPhone must be collected by technology experts who have the expertise required to extract such data without unnecessary risks of losing such information inadvertently or due to inexperience in such highly technical matters.“

Zu Deutsch: Der Kläger glaubt, dass die Informationen auf Austins iPhone von Technologie-Fachleuten begutachtet werden müssen, die die nötige Expertise haben, die notwendig ist, um solche Daten zu sichern. Und zwar ohne ein unnötiges Risiko, die Daten unwiederbringlich zu verlieren. Auch Unerfahrenheit stelle bei einem solch komplexen Gegenstand ein Risiko dar.

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