„Das stinkt“ – Apple-Manager lästert über Android

Florian Matthey 7

Apples Marketingchef Phil Schiller ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bei einem Feature, das sowohl das iPhone X als auch die Android-Konkurrenz bietet, wird er aber ungewöhnlich deutlich: Die Android-Lösungen „stinken“.

„Das stinkt“ – Apple-Manager lästert über Android
Bildquelle: Phil Schiller.

Phil Schiller: Gesichtserkennung in Android-Smartphones „stinkt“

In einem Interview mit Bright.nl hat sich Phil Schiller unter anderem zur Umsetzung der Gesichtserkennung Face ID im iPhone X geäußert. Dabei verdeutlichte er auch, was er von den Pendants der Konkurrenz hält – immerhin wird gerne darauf verwiesen, dass Apple die Gesichtserkennung für Smartphones nicht „erfunden“ habe; bei anderen Geräten gab es ein entsprechendes Feature schon länger.

Allerdings meint Schiller – wenig überraschend – dass nur Apple eine wirklich gute Umsetzung biete. Wenn er sich die Konkurrenz anschaue, komme er zu dem Schluss: „Die stinken alle.“ Dabei geht es dem Apple-Senior Vice President gar nicht so sehr um die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit, mit der Face ID arbeitet – sondern vor allem um den Sicherheitsfaktor und den Komfort.

Schiller erzählt, wie Apple mit Touch ID im Home Button eine elegante Lösung hatte, auf die Face ID aufbaut: Mit dem iPhone X habe Apple eine Möglichkeit gefunden, ein einfaches Entsperren mit biometrischen Daten zu ermöglichen, ohne eine der Funktionen des Home Button entfallen zu lassen und ohne Abstriche in Sachen Sicherheit zu machen. Die Face-ID-Daten speichere Apple ebenso wie zuvor den Fingerabdruck verschlüsselt in der „Secure Enclave“, ein abgeschirmter Bereich des Apple-Chips.

Wie gut Face ID im Vergleich zu Touch ID funktioniert, seht ihr in unserem Video:

Face ID vs. Touch ID: Was schlägt sich besser?

Schiller: Face ID ist sicher – auch vor Zugriff durch Entwickler

Der Aufwand, den Apple mit der Secure Enclave in Sachen Sicherheit betreibt, ist tatsächlich ungewöhnlich – und laut Schiller ist Face ID auch sogar noch sicherer als Touch ID. Und das, obwohl auch Entwickler das TrueDepth-Kamerasystem, das Face ID ermöglicht, verwenden können. Schiller verweist darauf, dass die Entwickler zwar Daten über die Bewegungen eines Gesichts nutzen dürfen, um beispielsweise virtuelle Gesichtsmasken zu ermöglichen. Ein Zugriff auf die eigentlichen Gesichtsdaten, wie Face ID sie verwendet, sei aber nicht möglich.

In dem Interview spricht Schiller auch über den Siri-Lautsprecher HomePod, den Apple in den USA gerne schon zum Vorweihnachtsgeschäft veröffentlicht hätte – das Unternehmen brauche aber noch etwas mehr Zeit, um das Produkt zu perfektionieren. Auch äußert sich Schiller zur Virtual Reality und Augmented Reality: Beides seien wichtige Technologien, und mit leistungsfähigeren Macs möchte Apple auch auf VR setzen. AR sei für den Alltag aber die wichtigere Technologie.

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Schließlich erinnert sich Schiller auch an Apples 20 Jahre alten Slogan „Think Different“: Dieser sei für Apple immer noch wichtig, da es damals wie heute um Design, um das gesamte Benutzererlebnis und um großartige Hardware gehe, die richtig mit Software zusammenarbeite. Ein Beispiel für diese Philosophie seien die AirPods: Viele Benutzer meinten, das sei das beste Apple-Produkt, das sie je hatten, obwohl es auf den ersten Blick so simpel wirkte. Hinter dieser Simplizität stecke aber viel Technologie und Arbeit, die der Benutzer aber eben gar nicht zu Gesicht bekomme. Was sagt ihr zu den Aussagen?

Quelle: Bright.nl via Android Authority

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