Face ID: Apples Software-Chef verrät weitere Details

Thomas Konrad

In einem Interview mit TechCrunch hat Apples Software-Chef Craig Federighi neue Details über Face ID im neuen iPhone X verraten. Dabei erklärt er auch, in welchen Fällen Face ID nicht funktionieren wird.

In einer E-Mail hatte Federighi diese Woche schon zwei wichtige Dinge vorweggenommen: Face ID funktioniert mit den meisten Sonnenbrillen, sogar wenn sie polarisiert sind. Und: Indem man eine der Lautstärketasten und die neue Seitentaste gedrückt hält, lässt sich Face ID deaktivieren. Nützlich könnte das zum Beispiel bei Überfällen sein.

iPhone X im Hands-On.

Im Gespräch mit Matthew Panzarino von TechCrunch will Federighi gleich Sicherheitsbedenken über Face ID aus dem Weg räumen: „Wir sammeln keine Daten, wenn man Face ID aktiviert. Alles bleibt auf dem Gerät, wir senden nichts an die Cloud, um damit Tests durchzuführen.“ Alle Lernfortschritte, die Face ID macht, macht das System auf dem iPhone – die Cloud lässt Apple dabei aus dem Spiel.

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Panzarino wollte auch wissen, ob Apple darüber nachgedacht hat, Face ID mit dem Passcode des iPhones zu koppeln – als Option für besonders sicherheitsbewusste Anwender. „Darüber haben wir intern auf jeden Fall gesprochen – es gibt hier Leute, die daran interessiert sind.“ Eine gute Lösung ist das aber nicht unbedingt: Anwender bräuchten dann einen „superlangen“ Passcode, sagt Federighi.

In diesem Fällen funktioniert Face ID nicht

Face ID achtet darauf, ob ein Anwender dem System seine Aufmerksamkeit schenkt. Auf den Augenkontakt kommt es an. Anwender, die aus verschiedenen Gründen keinen direkten Augenkontakt mit dem iPhone halten können, können Face ID trotzdem nutzen. Sie müssen allerdings die Aufmerksamkeitserkennung ausschalten und verzichten damit auf mehr Sicherheit: Dem iPhone ist beim Entsperren dann nämlich egal, ob man es direkt ansieht oder nicht.

Augen, Nase und Mund müssen für Face ID sichtbar sein. Das schließt manche Nutzer aus: Mit Gesichtsschleier oder einer OP-Maske muss man zwangsläufig auf den Passcode ausweichen. Touch ID hat ähnliche Grenzen, betont Federighi: Mit nassen Fingern oder Handschuhen lasse sich das System auch nicht nutzen.

iPhone X im Apple Store*

Apples iPhone X kann ab dem 27. Oktober vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt eine Woche später am 3. November. Die Preise beginnen bei 1.149 Euro für das Modell mit 64 GB.

Quelle: TechCrunch

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