Der Balken am oberen Ende des iPhone X – Apple nennt ihn „Notch“ – enthält einen Infrarot-Projektor und eine Infrarot-Kamera, um das Gesicht des Benutzers dreidimensional zu erfassen. Einen ähnlichen Balken gab es schon 2009 – von Microsoft.

 

iPhone X

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iPhone X

Das iPhone X erfasst das Gesicht des Benutzers nicht nur mit der normalen FaceTime-Kamera, sondern mit einem 3D-Sensor: Ein „Punkt-Projektor“ projeziert zahlreiche, für das menschliche Auge unsichtbare Infrarot-Punkte auf das Gesicht. Deren Reflexion nimmt dann die Infrarot-Kamera des Gerätes wahr. Den Balken, der diese Komponenten enthält, könnt ihr euch in unserem Hands-on-Video genauer ansehen:

iPhone X im Hands-On

Die Software des iPhone X erstellt dann nicht nur ein dreidimensionales Modell des Gesichts, sondern erkennt auch dessen Bewegungen. Letzteres sorgt für mehr Sicherheit bei Face ID, ermöglicht aber auch Spielereien wie Apples „Animojis“.

„Spielereien“ ist auch das richtige Stichwort, um nachzuvollziehen, wo die Technik im „Notch“ des iPhone X her kommt.

iphone-x-notch-funktion

The Verge hat sich den Aufbau der Komponenten des Balkens genauer angesehen. Die Anordnung erinnert stark an ein Produkt aus dem Jahr 2009: Das Xbox-Zubehör Microsoft Kinect. Auch dieses verwendete einen Projektor für Infrarot-Punkte und eine Kamera beziehungsweise einen Sensor, um deren Reflexion einzufangen. Dadurch konnte Kinect die Position des Benutzers im Zimmer und dessen Bewegungen erkennen:

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Die Technologie hinter Apples Gesichtserkennung ist also nicht neu – auch wenn sie sich seit 2009 natürlich weiterentwickelt hat. Letztendlich sind die Parallelen zu Microsoft Kinect aber auch kein Zufall. Microsoft entwickelte das Produkt damals zusammen mit dem israelischen Unternehmen PrimeSense. Im Jahr 2013 wurde PrimeSense dann aufgekauft – und zwar von Apple. Vier Jahre später wissen wir, warum.

Quelle: The Verge