iPhone X im neuen Video: So behindert der „Notch“ die Darstellung in Apps

Florian Matthey 8

Wie sehr wird der „Notch“ des iPhone X stören? Der schwarze Balken stellt Entwickler vor solche Herausforderungen, dass Käufer des Gerätes davon ausgehen können, in den ersten Wochen Probleme zu haben.

Notchgate beim iPhone X: Das sagen unsere Kollegen.

iPhone X und „Notchgate“: Was hat sich Apple dabei gedacht?

Der „Notch“ ist wahrscheinlich die kontroverseste Neuerung des iPhone X: Der schwarze Balken, in dem Apple unter anderem die Kameras und Sensoren für Face ID untergebracht hat, verdeckt einen Teil des Displays. Viele fragen sich, warum Apple nicht einfach die Lösung von Samsung und Co. gewählt und am oberen und unteren Rand des Displays einen geringfügigen Rand gelassen hat. Vor allem die Horizontalansicht, in der der „Notch“ beispielsweise einen Teil von Filmen verdeckt, sorgt für Stirnrunzeln.

Video zeigt: Apps sind nicht bereit für den „Notch“

Wie sehr uns der Balken letztendlich nerven wird, werden wir erst nach der Veröffentlichung des Gerätes am 3. November erfahren. Allerdings ist jetzt ein – wenn auch sehr kurzes – Video eines iPhone X in Aktion aufgetaucht: Anders als auf den Videos der Demo-Geräte, die nach der Präsentation in Cupertino zu sehen waren, ist auf diesem Gerät mit Instagram eine Nicht-Apple-App zu sehen. Wie die Apple-eigenen Apps aussehen, seht ihr in unserem Video:

iPhone X im Hands-On.

Die Instagram-Benutzeroberfläche zeigt wiederum, wie hässlich Apps sein können, wenn Entwickler ihre Apps noch nicht an den „Notch“ angepasst haben: Der „Instagram“-Schriftzug befindet sich an einer unpassenden Stelle direkt unter dem „Notch“, auch die anderen Menüelemente am oberen Rand passen nicht zu den Flächen links und rechts neben dem Balken:

Entwickler: Hässliche Instagram-App ist kein Wunder

Phone Arena zitiert einen Entwickler, der seit acht Jahren iOS-Apps programmiert, der mit dem iPhone-X-Design überhaupt nicht zufrieden ist: Im Hochkant- beziehungsweise Portrait-Modus werde es mit dem iPhone X „viele Probleme“ geben, in der Horizontalen sogar „rund eine Million Probleme“.

Selbst, wenn man sich genau an Apples Vorgaben halte, werde es Probleme geben. Die Programmierschnittstelle, die Darstellungsprobleme vermeiden soll, habe es vor dem iPhone X und iOS 11 nicht gegeben. Es habe daher keine Möglichkeit für Entwickler gegeben, ihre Apps so zu schreiben, dass sie auf ein neues iPhone mit diesem Design zumindest provisorisch vorbereitet gewesen wären. „iPhone-X-Benutzer des ersten Tages werden Probleme mit den meisten Apps haben“, so seine Prognose.

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XXL-Nachfolger: So könnte ein iPhone X Plus aussehen.

Tatsächlich haben schon andere Entwickler erklärt, dass der „Notch“ sie vor eine Herausforderung stelle: Apple hat ihnen „verboten“, neben dem Balken einfach schwarze Flächen anzuzeigen, um diesen ignorieren zu können. Gerade in der Horizontal-Ansicht müssen sie aber dafür sorgen, dass ihre Benutzeroberflächen-Elemente um die „fehlende“ Fläche herum Platz finden können. Bevor (fast) alle Entwickler eine Lösung gefunden haben – was einige Zeit dauern dürfte –, wird es wohl tatsächlich viele Apps mit Darstellungsproblemen geben.

Quelle: via Phone Arena

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