iPhone-X-Index verrät: So lange arbeitest du für das Apple-Smartphone

Sven Kaulfuss

Wer arbeitet der verdient Geld und kann sich mit Glück was leisten, vielleicht sogar ein iPhone X von Apple. Allerdings gibt’s große Unterschiede bei der Bezahlung der Arbeit, nicht jeder muss gleich viel arbeiten, um sich die Dinge der Welt zu kaufen. Eindrucksvoll verdeutlicht dies der weltweite iPhone-X-Index.

iPhone-X-Index verrät: So lange arbeitest du für das Apple-Smartphone

Der Big-Mac-Index sollte ein Begriff sein, immerhin misst man mit dem prominenten, weltweiten Burger-Preisvergleich schon seit 1986 die Kaufkraft verschiedener Währungen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt jetzt der iPhone-X-Index – jüngst von der Investmentbank UBS aus der Taufe gehoben.

Im Gegensatz zum Big-Mac-Index findet allerdings kein direkter Preisvergleich statt. Vielmehr steht jeweils die aufgewendete Arbeitszeit für den Erwerb eines iPhone X im Fokus der Betrachtung. Kurzum, der Index beantwortet die Frage: Wie lange müssen die Menschen in unterschiedlichen Städten der Welt arbeiten, um sich am Ende ein iPhone X kaufen zu können?

Der iPhone-X-Index: In Zürich müsste man arbeiten

Die Antwort darauf verdeutlicht zum wiederholten Male die Ungleichheiten auf dieser Welt. So muss jemand im beschaulichen Zürich (Schweiz) nicht einmal eine ganze Arbeitswoche für ein iPhone X aufbringen – 4,7 Arbeitstage, beziehungsweise etwas über 38 Stunden reichen dafür aus. Wer hingegen in Kairo (Ägypten) seiner Arbeit nachgeht, der muss hierfür dann 133,3 Arbeitstage, beziehungsweise über 1.066 Stunden aufbringen. Dies sind die beiden Extreme des iPhone-X-Index.

Auf der Sonnenseite des Lebens befinden sich gleichfalls Menschen aus Genf (47,5 Stunden) und Los Angeles (50,6 Stunden), sie folgen dem „Züricher Modell“ auf dem Tritt. Etwas überraschend: Wer in Nicosia (Zypern) arbeitet, dem reichen dafür auch nur 54 Stunden, um ein iPhone X zu kaufen – weltweit Platz 5 auf dem Index. Zu den weiteren Verlierern zählen hingegen nach Kairo auch Mumbai (917,8 Stunden), New Delhi (804,2 Stunden) und Kiew (708,6 Stunden).

Deutsche Städte auf dem iPhone-X-Index: Geringe Unterschiede

Doch wo ordnen sich eigentlich deutsche Arbeiter auf dem iPhone-X-Index ein? Die Münchner dürfen für 81 Stunden an die Werkbank, dem folgen die Frankfurter knapp mit 81,6 Stunden. In der Bundeshauptstadt Berlin muss man mit 89,2 Stunden schon etwas länger schuften. Generell lässt sich sagen: Afrika, Osteuropa, Indien, sowie Teile Mittel- und Südamerikas stehen im Schatten der Gewinner. Zu denen zählen auch wir. Am Ende taugt der iPhone-X-Index tatsächlich, um die ungerechten Lebensverhältnisse der Welt besser zu veranschaulichen.

Keine Aussage gibt der iPhone-X-Index natürlich zur Güte des Apple-Smartphones, dafür erhaltet ihr diese Erkenntnis jetzt im folgenden Video unseres Langzeittests:

iPhone X vs. Samsung Galaxy Note 8: Langzeit-Test und Vergleich nach 4 Monaten.

Noch ein Wort zur Datenerfassung der UBS-Studie: Zunächst wurde der Durchschnittspreis eines iPhone X pro Stadt ermittelt, denn der Preis des Apple-Smartphones ist weltweit natürlich nicht identisch. Ferner geht man davon aus, dass der Arbeitstag jeweils 8 Stunden hat. Was den Durschnitt der Lohnhöhe angeht, vertraut UBS auf entsprechend eigenen Berechnungen.


Quelle: UBS, howmuch via Zeit Online

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