iPhone X mit OLED-Display: So will Apple das Einbrennen von Inhalten verhindern

Florian Matthey

Werden sich iPhone-X-Besitzer Sorgen um eingebrannte Display-Elemente machen müssen? Im OLED-Zeitalter kehrt die Sorge um dauerhafte Schädigungen zurück. Allerdings könnte Apple vorgesorgt haben.

iPhone X mit OLED-Display: So will Apple das Einbrennen von Inhalten verhindern
Bildquelle: Apple.

iPhone X mit OLED-Display: Eingebrannte Elemente wieder eine Gefahr

Man kennt den Effekt des Einbrennens vor allem aus der Zeit der Röhrenbildschirme: Wenn diese zu lange denselben Inhalt anzeigten, konnte es passieren, dass ein „Schatten“ dauerhaft auf dem Monitor zurückbleibt. Aus dieser Zeit stammen auch Bildschirmschoner, die damals tatsächlich noch die Aufgabe erfüllten, die ihr Name umschreibt: Durch sich ständig verändernde Bildschirminhalte ließ sich ein Einbrennen verhindern.

Bei LC-Displays ist ein Einbrennen zwar immer noch möglich, allerdings handelt es sich in der Regel nicht um dauerhafte Schädigungen. Anders ist es bei OLED-Displays: Hier ist es möglich, dass die organischen Leuchtdioden einen Teil ihrer Leuchtkraft verlieren, wenn sie dauerhaft statische Inhalte anzeigen. Die betroffenen Stellen sehen dann etwas dunkler aus – auch hier hinterlassen die Inhalte also dauerhaft einen „Schatten“. Das iPhone X kommt nun mit einem solchen OLED-Display:

iPhone X im Hands-On.

iPhone X: Gefahr offenbar nicht so groß – anders als beim Pixel 2 XL

Besitzer eines Google Pixel 2 XL beklagen sich jetzt schon nach einigen Tagen über eingebrannte Inhalte: Die Navigationselemente der Android-Benutzeroberfläche hinterlassen hier am unteren Bildschirmrand einen Schatten. Bei einem Premium-Smartphone sollte so etwas natürlich nicht auftreten – und erst recht nicht nach so kurzer Zeit.

Was Apples erstes OLED-iPhone betrifft, gibt es aber Grund zu Optimismus: Google verwendet im Pixel XL 2 ein Display von LG, während im kleineren Pixel 2 ein Samsung-Display zum Einsatz kommt, das weniger Probleme machen soll. Auch Apple verwendet im iPhone X exklusiv Samsung-OLED-Displays – wobei auch hier ein Einbrennen nicht ausgeschlossen ist, wie Erfahrungsberichte mit dem Samsung Galaxy S8 (Plus) zeigen.

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5 Gründe für das iPhone 8 Plus – und gegen das iPhone X.

Hinzu kommt aber, dass Apple sich des Problems offenbar bewusst ist und entsprechende softwareseitige Vorkehrungen getroffen hat: Schon vor der Veröffentlichung des iPhone X gab es Berichte zu einem iOS-11-Feature, das dafür sorgt, dass Display-Inhalte sich über einen längeren Zeitraum kaum sichtbar hin und her bewegen, um ein zu statisches Bild zu vermeiden. Ob dieses Feature dauerhaft aktiv sein wird oder es sich manuell aktivieren lässt, wird sich noch zeigen.

via Mac Rumors

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