Neue App: Das iPhone X weiß jetzt, wie du dich fühlst

Simon Stich 1

Face ID im iPhone X ist mehr als nur eine Benutzererkennung. Hackern ist es jetzt gelungen, die TrueDepth-Kamera zur Analyse von Emotionen umzubiegen. Der Werbebranche dürfte das gefallen. Was hat es damit auf sich?

Neue App: Das iPhone X weiß jetzt, wie du dich fühlst
Bildquelle: iPhone X @ GIGA.

iPhone X: App analysiert Gefühlslage in Echtzeit

Die TrueDepth-Gesichtskamera im iPhone X ist vielseitig, wie sich jetzt wieder zeigt. Bei einem Hackerthon in Kanada wurde nun eine Proof-of-Concept-App entwickelt, welche die Gesichtserkennung auf die Spitze treibt. Hier werden die Emotionen des Nutzers in Echtzeit erkannt. Die Erfolgsquote ist sehr hoch – Werbetreibende dürften da schnell hellhörig werden.

Im Video: So funktioniert die Erkennung von Emotionen mit dem iPhone X.

Preisübersicht: Die günstigsten Anbieter des iPhone X.

Das Team von Lansi Chu, Kevin Yap, Nathan Tannar und Patrick Huber nutzt maschinelles Lernen, um Face ID vier Emotionen beizubringen. Wütend, glücklich, traurig und überrascht wurden die Gefühlslagen genannt. Als Test wurden die Emotionen von 100 Nutzern mit 51 verschiedenen Punkten im Gesicht klassifiziert. Das reichte dann auch schon aus, um die Genauigkeit der Erkennung in Echtzeit als „sehr hoch“ zu qualifizieren. Der Code der Proof-of-Concept-App steht bei GitHub als Download bereit.

Bilderstrecke: Face ID einfach überall.

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5 Bilder
Randlos in die Zukunft: Mac, iPhone, iPad und Apple Watch mit Face ID auf spektakulären Bildern.

Viele Möglichkeiten für Werbebranche

Derzeit untersagt Apple den Einsatz der TrueDepth-Kamera für Marketingzwecke in den Developer-Bedingungen. Werbetreibende könnten mit der Funktion automatisiert und blitzschnell erkennen, wie eine Anzeige tatsächlich bei den Nutzern ankommt. Damit ginge ein lange gehegter Traum der Branche in Erfüllung. Die Anzeigenschaltung selbst könnte umgekehrt auch an die Emotionen des Nutzers angepasst werden. Wer sich gerade in einer guten Stimmung befindet, bekäme dann auch entsprechend positive Anzeigen ausgeliefert. Für Facebook und andere Unternehmen wäre ein solches Feature viel Geld wert. Was sagt ihr dazu?

Quelle: nwHacks 2018 via heise online

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