Peinlich: Warum Android-Smartphones dem Fingerabdrucksensor treu bleiben

Holger Eilhard 64

Während Apple mit dem iPhone X vollständig auf die Gesichtserkennung setzt, bevorzugt die Android-Konkurrenz weiterhin die Authentifizierung anhand des Fingerabdrucks. Der Grund dafür ist peinlich. 

Peinlich: Warum Android-Smartphones dem Fingerabdrucksensor treu bleiben
Bildquelle: GIGA.

Android-Smartphones: Fingerabdrucksensoren sind günstiger

Wie Digitimes berichtet, fällt die Entscheidung zugunsten der klassischen Fingerabdruckerkennung aufgrund der Preise, die die Android-Hersteller für eine mit Face ID vergleichbare Technologie bezahlen müssten. Die Kosten der zur 3D-Erkennung eines Gesichts notwendigen Sensoren, wie sie im iPhone X zu finden sind, liegen laut Digitimes bei 60 US-Dollar pro Gerät. In Zeiten, wo die Gewinne für die meisten Android-Hersteller bereits sehr gering sind, kann sich dies kaum ein Hersteller erlauben. Im Klartext: Android-Hersteller verzichten offenbar auf die innovative 3D-Gesichtserkennung, um Geld zu sparen. Verständlich – aber auch peinlich!

Hinzu kommen Bedenken, dass ein Einsatz der Technologie zu teuren Patentstreitigkeiten führen könnte. Stattdessen setzen die Android-Hersteller auf Verbesserungen der Fingerabdrucksensoren, welche nun vermehrt unter dem Display zu finden sind.

Zu den ersten Geräten mit dieser Technik gehört das Vivo X20 Plus. Wie Digitimes berichtet, soll aber auch das Huawei Mate 11 in der zweiten Jahreshälfte 2018 über einen ins Display integrierten Fingerabdrucksensor verfügen.

Eingeschränkte Versuche mit Gesichtserkennung

Statt die global verkauften Flaggschiffe mit einem teuren System zur Gesichtserkennung auszustatten, würden chinesische Smartphone-Hersteller Geräte mit der Technik lieber zunächst nur im Inland anbieten. Damit will man die finanziellen Risiken minimieren.

Gleichzeitig arbeitet Qualcomm daran, die hauseigenen Systeme zur Fingerabdruckerkennung weiter zu verbessern. Nach der gelungenen Integration in die Smartphone-Displays sollen die neuen Sensoren die Finger der Nutzer auch dann zuverlässig erkennen, wenn diese naß oder fettig sind.

Quelle: Digitimes

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