Viele Smartphones überlistet: Nur Apples iPhone X besteht diesen Test

Sven Kaulfuss

Smartphones können heutzutage nicht nur mit dem eigenen Fingerabdruck entsperrt werden, spätestens seit Apples iPhone X dient auch das eigene Gesicht als Zugangsschlüssel. Doch wie sicher, oder präziser formuliert, wie unsicher sind die Gesichtserkennungssysteme eigentlich?

Viele Smartphones überlistet: Nur Apples iPhone X besteht diesen Test
Bildquelle: GIGA (Bild zeigt Huawei P20 Pro, Galaxy S9, S9 Plus und iPhone X).

Gesichtserkennungssysteme in Smartphones: Apple besteht mit iPhone X den Test

Bei Forbes (via MacRumors) wollte man es genau wissen und ließ für einen entsprechenden Test einen 3D-Kopf erstellen. Das aufwendige Modell, basierend auf 50 Kamera-Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven, nahm einige Tage im 3D-Drucker in Anspruch und kostet am Ende 300 Britische Pfund. Für das LG G7 ThinQ, Samsung S9, Samsung Note 8 und das OnePlus 6 war die Imitation eines menschlichen Schädels zu gut, sie alle konnten ausgetrickst werden. Die Gesichtserkennungssysteme der erwähnten Android-Smartphones fielen allesamt durch. Einzig das iPhone X mit Apples Face ID bestand den Test und weigerte sich erfolgreich den Zugang freizugeben.

Immer noch zu gut für die (ältere) Android-Konkurrenz – das iPhone X in unserem Test:

iPhone X im Test.

Restposten: iPhone X bei Amazon *

Verwunderlich ist das Ergebnis nicht unbedingt, ist doch seit längerer Zeit bekannt, dass einfache Gesichtserkennungssysteme bei Android-Smartphones sogar schon mit Fotografien getäuscht werden können. Apples Face ID beinhaltet jedoch auch IR-Tiefenkartierung und eine Technologie zur aktiven Wahrnehmung. Derart geschützt reicht ein statischer 3D-Kopf dann nicht aus, um Face ID auszutricksen. Allerdings gelang das Kunststück zuvor schon mit noch aufwändigeren 3D-Modellen – wir berichteten.

Apropos Sicherheit – wer wirklich privat auf dem Smartphone surfen möchte, der sollte hier mal besser reinschauen:

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„Inkognito-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web mit iPhone und Co.

Einordnung: Nur ältere Modelle im Test

Was beim Test von Forbes auffällt: Die neuesten Smartphone-Modell wurden hierfür nicht verwendet. Nicht nur die Android-Modelle gelten heute schon teils als veraltet, auch das iPhone X ist ein Vorjahrsmodell und wird von Apple schon gar nicht mehr produziert. Dass modernere Android-Smartphones besser geschützt sind, beweist beispielsweise das Huawei Mate 20 Pro. Das chinesische Top-Modell nutzt dieselbe Technik des iPhone XS. Leider wurde eben dieses Smartphone bei Forbes nicht getestet.

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