Bald ein Jahr iPhone X: Wo ist das Problem?!

Sebastian Trepesch 2

Nicht mehr lange, dann wird uns Apple die neuen iPhones vorstellen. Höchste Zeit, einen kleinen Rückblick zu wagen: Wie hat sich das iPhone X über die letzten Monate geschlagen?

iPhone X im Test.

„Lieber auf das s-Modell warten“, lautete in der Vergangenheit eine häufig gehörte Kaufberatung für iPhones. Also zum Beispiel: Nicht das iPhone 6 kaufen, sondern das 6s. Bei den s-Modellen wechselte Apple den Chip und einzelne andere Module aus, der Aufbau blieb im Prinzip meist wie gehabt, beziehungsweise wurde verbessert.

Bei den anderen Modellen mussten sich Gehäuse und der innere Aufbau erst bewähren. Dass in der Entwicklung manch Fehler durchrutscht, ist nur gut zu verstehen – will man als Kunde aber natürlich nicht. Populärstes Beispiel: das Antennagate des iPhone 4. Viele Nutzer hielten ihr iPhone so, dass sie mit der Hand die Antenne kurzschlossen, was zu Empfangsstörungen führte. Mit dem iPhone 4s löste Apple das Problem.

iPhone X – das wirklich neue iPhone

Das iPhone X war gleich doppelt neu: Apple veränderte nicht nur das Gehäuse, Display und die meisten weiteren Module, sondern strich auch etwas, das in 10 Jahren eines der wichtigsten Bedienelemente darstellte: den Homebutton. Der Ersatz: Gesten, hier im Video zu sehen:

iPhone X mit Gesten steuern.

Damit die Bedienung weiterhin intuitiv funktioniert, setzte Apple einerseits auf bewährte Kniffe, andererseits auf neue Überlegungen. Ein paar Eigenschaften, die hinter der Gestensteuerung stecken:

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iOS & iPhone X: Das sind die Geheimnisse der Gestensteuerung.

Hat sich das iPhone X bewähren können?

In den Tests schnitt das iPhone X sehr gut ab, Negativschlagzeilen hielten sich auch im Folgenden in Grenzen und bezogen sich vor allem auf die Absatzzahlen – also keinen Fehler des Gerätes. Stark kritisiert wurde anfangs der Notch, wir stellten für uns aber sehr schnell fest, dass er in der Praxis nicht stört.

Nach vielen Monaten der Nutzung sind nur 5 Prozent der iPhone-X-Besitzer mit ihrem Smartphone unzufrieden. Stolze 88 Prozent der iPhone-X-Besitzer sind zufrieden, 69 Prozent sogar sehr zufrieden. Das ergab unsere Umfrage von dieser Woche, mit aktuell rund 1.700 Teilnehmern (hier nur knapp 1.300 berücksichtigt. Die Teilnehmer ohne iPhone X haben wir herausgerechnet).

Das neue Konzept kam an: 74 Prozent fehlt der Homebutton nicht. Weitere 18 Prozent gaben an, dass er ihnen anfangs zwar fehlte, sie sich aber schnell an die Gesten gewöhnen konnten. Und Face ID? Lediglich 16 Prozent finden die Kamera zum Entsperren des Gerätes unpraktischer als Touch ID, dagegen aber 52 Prozent praktischer.

Auffällig ist, dass 24 Prozent der iPhone-X-Besitzer das Gehäuse als zu empfindlich bezeichnen – hier muss Apple nacharbeiten, was aber schwierig ist. Auch die Akku-Ausdauer ist eines der ungelösten technischen Probleme unserer Zeit:

Das erste Jahr iPhone X – Fazit

Insgesamt betrachtet bereuen 91 Prozent ihren Kauf des iPhone X nicht – hervorragende Werte für Apple! Dabei war doch, wie eingangs geschildert, das iPhone X eigentlich prädestiniert für Fehler. Doch Apple leistete saubere Arbeit: Man kann das iPhone selbst nach den tausenden Langzeittests, die jeder Käufer gemacht hat, problemlos empfehlen. Und das, obwohl es kein s-Update war.

Wo ist das Problem? Es gibt keines.

P.S.: Vorgestellt hat Tim Cook das iPhone X am 12. September 2017. Auf dem Markt ist es erst seit 3. November.
P.P.S.: Die gesamte Umfrage, zum Teilnehmen und Ergebnisse einsehen:

Bevor die neuen iPhones erscheinen, möchten wir noch von den Besitzern des iPhone X wissen: Bist du mit deinem Gerät zufrieden? Was stört dich, was fehlt dir? Wir freuen uns über deine Teilnahme an der Umfrage!

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