iPhone-Nachfolger: Apple plant radikale Neuerungen bei Display und Bedienung

Stefan Bubeck

Mit Randlos-Display, Gesichtserkennung und toller Kamera kann sich Apples iPhone X heutzutage kaum aus der Masse hervorstechen, denn vergleichbare Eigenschaften bieten auch die Smartphone-Flaggschiffe von Huawei, Samsung oder Google. Es müssen zukünftig also neue Alleinstellungsmerkmale her, um die nächsten iPhones für 2019 und 2020 einzigartiger zu machen. Zwei grundlegende Features hat Apple laut Insider-Informationen bereits in Planung.

iPhone-Nachfolger: Apple plant radikale Neuerungen bei Display und Bedienung
Bildquelle: GIGA / Getty Images, yayayoyo (Grafik).

Die als seriös einzustufende Nachrichtenseite Bloomberg hat neue Gerüchte aus Apples näherem Umfeld zusammengetragen, die aufhorchen lassen. Wie so oft bleiben die Informanten geheim, wir erfahren nur, dass sie „mit den Arbeiten bei Apple vertraut“ seien.

iPhone XII: Gebogener Bildschirm …

Die erste Änderung betrifft die Displays zukünftiger iPhones. Laut dem vorliegenden Bericht plant Apple, in den nächsten „zwei oder drei Jahren“ ein iPhone mit gewölbtem Bildschirm vorzustellen. Bisher sind die Smartphones aus Cupertino stets mit einem flachen Screen ausgestattet gewesen, gebogene Displays (z.B. LG G Flex 2) oder abgerundete Kanten (z.B. Samsung Galaxy S9) waren bei iPhones noch nie zu sehen. Welche konkreten Vorteile ein solches „zur Mitte hin nach innen“ gebogenes Display haben könnte, wird nicht aufgeklärt. Denkbar wären ergonomische Vorteile oder eben nur ein Alleinstellungsmerkmal bei der Form – letzteres wäre allerdings untypisch für Apple, wo Chefdesigner Jony Ive konsequent auf Design-Spielereien verzichtet. Hier das aktuelle iPhone X im Vergleich mit einem seiner stärksten Herausforderer:

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Galaxy S9 Plus vs. iPhone X: Das Beste von Samsung und Apple im Vergleich.

… und berührungslose Bedienung

Die zweite Ankündigung ist eine neuartige Bedienung, die ohne Berührung des Displays funktionieren soll. Das iPhone der Zukunft soll Fingergesten erkennen, die in der unmittelbaren Nähe des Displays stattfinden. Die Technologie dazu soll direkt in den Bildschirm verbaut werden – es kommt also nicht der bekannte Infrarot-Sensor zum Einsatz, der beim iPhone X für Face ID zuständig ist und bereits Tiefeninformationen sammeln könnte. Bis eine solche berührungslose Gestensteuerung in einem iPhone verbaut wird, dürften allerdings auch „mindestens zwei Jahre“ vergehen – das wäre dann ein Fall für das „iPhone XII“ oder „iPhone 12“. Zunächst dürfte aber erstmal ein iPhone XI anstehen.

Wie können iPhone-Nachfolger die Konkurrenz abhängen?

Bloombergs neuester Bericht sollte zwar mit einer Prise Skepsis genossen werden – völlig absurd sind die mutmaßlichen Pläne für zukünftige iPhones aber nicht. In der Tat sind Alleinstellungsmerkmale bei Smartphones – gerade für Laien – nur schwer auszumachen. Eine gewölbte Bildschirmfläche oder eine magisch anmutende berührungslose Steuerung könnten da durchaus den Unterschied machen und neue Kunden anlocken. Dazu kommt, dass gebogene Displays längst existieren und auch Konzepte für eine berührungslose Steuerung nicht gänzlich neu sind – man denke an Googles Miniradar „Project Soli“:

Projekt Soli: Radar ermöglicht exakte Gestensteuerung.

Die Konkurrenz schläft nicht: Apples-Erzfeind Samsung plant ein faltbares Smartphone, das mit etwas Glück innerhalb der nächsten zwölf Monate vorgestellt werden könnte – es hört auf den Namen Galaxy X.

Von Apple ist bekannt, dass die OLED-Technologie auch in anderen iPhones zum Einsatz kommen soll und dass der Konzern zudem auf MicroLED setzen könnte.

Gebogenes Display und berührungslose Steuerung: Ist das die Zukunft des iPhones? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: Bloomberg

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