Qualcomm rächt sich an Apple: Neues Detail zu den kommenden iPhones enthüllt

Holger Eilhard 5

Im Streit zwischen Apple und Qualcomm, einem der beiden LTE-Chip-Lieferanten für das iPhone, gab dieser nun neue Details zu den im kommenden Herbst erwarteten Smartphones bekannt.

Qualcomm rächt sich an Apple: Neues Detail zu den kommenden iPhones enthüllt

iPhone 2018: Keine LTE-Modems von Qualcomm

In einem Gespräch mit seinen Investoren sagte George Davis, Qualcomms CFO, dass Apple in den neuen iPhone-Modellen auf Modems von der Konkurrenz setzen wird. Die Rede ist hier sehr wahrscheinlich von Intel-Chips, die bereits heute in einem Teil von Apples Smartphones zum Einsatz kommen.

„Wir glauben, dass Apple plant, ausschließlich die Modems der Konkurrenz anstelle unserer Lösungen in den neuen iPhones einzusetzen. Wir werden aber weiterhin die Modems für Apples ältere Geräte liefern“, so Davis. Cristiano Amon, Qualcomms Präsident, stimmte dem zu und sagte, dass man nicht erwartet einer der Lieferanten für das nächste iPhone zu sein.

Bereits im Februar sagte der Analyst Ming-Chi Kuo voraus, dass Apple ausschließlich auf Intels Lösungen setzen werde. Wenig später folgten daraufhin Berichte, dass Qualcomm doch noch im Rennen sei und 30 Prozent der benötigten Chips liefern soll; dieser Bericht war offenbar inkorrekt.

Den Intel-Modems wurde in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen nicht so performant zu sein, wie die Konkurrenzmodelle von Qualcomm. Um vergleichbare Werte zwischen den verschiedenen iPhone-Varianten sicherzustellen, soll Apple daher die Performance der mit einem Qualcomm-Chip ausgestatteten Smartphones künstlich reduzieren.

Auch im iPhone X arbeiten, je nach Region und Mobilfunkanbieter, Modems von Intel oder Qualcomm:

iPhone X im Test.

Rechtsstreit zwischen Qualcomm und Apple

Hintergrund für den Abgesang von Qualcomms Modems dürfte der aktuelle Rechtsstreit zwischen den beiden Herstellern sein. Apple hatte Qualcomm im Januar 2017 auf eine Milliarde US-Dollar verklagt. Das Unternehmen soll laut Apple exzessive Lizenzgebühren gefordert haben. Zuvor hatte bereits die US-Handelsbehörde FTC Ermittlungen gegen Qualcomm wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Geschäftspraktiken eingeleitet.

Qualcomm leitete daraufhin eine Gegenklage ein und wirft Apple unter anderem Patentverletzungen vor. Des Weiteren forderte Qualcomm in der Vergangenheit ein Importverbot für iPhones in den USA.

Im kommenden Herbst werden drei neue iPhone-Modelle erwartet. Neben einem direkten Nachfolger des iPhone X mit 5,8 Zoll großen OLED-Display soll unter anderem eine Plus-Variante mit 6,5-Zoll-Bildschirm vorgestellt werden. Hinzu kommt ein neues Einsteigermodell mit 6,1-Zoll-Display mit LCD-Technik.

Quelle: CNBC

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