iPhone XR: So kontert Apple die heftige Kritik am Smartphone-Display

Sven Kaulfuss 14

Apples „Liquid Retina HD Display“ gehört auf dem Papier nicht zu den waren Stärken des neuen iPhone XR. Verglichen mit der weitaus höheren Auflösung des iPhone XS, XS Max und der Android-Konkurrenz, besteht Grund zur Kritik am Smartphone. Apple hat darauf eine verblüffende Antwort.

iPhone XR: So kontert Apple die heftige Kritik am Smartphone-Display
Bildquelle: Apple.

Die Auflösung des iPhone XR fällt relativ gering aus: 1.792 x 828 Pixel. Da bietet das iPhone XS bei kleinerem Display schon mehr, nämlich ganze 2.436 x 1.125 Pixel und selbst weitaus preisgünstigere Android-Smartphones offerieren heutzutage schon Full-HD-Displays. Schaut nicht gut aus für das Apple-Handy, oder etwa doch?

Display des iPhone XR: Zahlen bedeuten nichts

Phil Schiller – Apples Marketingchef – kontert aktuell in einem Interview die aufgebrachte Kritik am Smartphone-Display des iPhone XR. Herhalten muss dafür die menschliche Anatomie des Auges. Schiller gegenüber Engadget: „Ich denke, der einzige Weg, ein Display zu beurteilen, ist, es sich anzusehen.“ Für den eigentlichen Konter greift er dann auf die ursprüngliche Definition von Apples Retina-Bildschirmen zurück: „Wenn man die Pixel nicht sehen kann, bedeuten die Zahlen irgendwann nichts mehr. Sie sind ziemlich willkürlich.“

Könnt ihr die Pixel im Werbespot des iPhone XR erkennen? 

iPhone XR: Werbespot (Spektrum).

Und in der Tat, die für ein „Retina-Display“ notwenige Pixeldichte eines Smartphones, bei denen das menschliche Auge keine einzelnen Pixel mehr ausmachen kann, besitzt das iPhone XR – 326 ppi. Alles jenseits der 300 ppi gilt als hierfür geeignet, auch aktuelle E-Book-Reader bieten nicht mehr. Sprich: Die nochmals höhere Pixeldichte der anderen Smartphones, iPhone XS inklusive, könnte man laut dieser Erklärung von Phil Schiller eh nicht wirklich sehen. Klingt logisch, allerdings klärt Apples Marketingchef damit nicht den Grund, warum man dann doch im iPhone XS und XS Max auf eine höhere Pixeldichte der OLED-Bildschirme setzt – wenn es doch nach eigenen Aussagen nicht nötig wäre.

Ein faltbares Display müsste eine noch größere Auflösung bieten, doch wann können wir mit einem solchen iPhone rechnen:

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Faltbares iPhone: Sieht so das geheime Apple-Handy aus?

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iPhone XR: So viel kostet ein Display im Tausch

Billig ist das „Liquid Retina HD Display“ allerdings nicht, zumindest nicht bei einer etwaigen Reparatur außerhalb der Garantie. Apple möchte dann nämlich pauschal 221,10 Euro haben. Zwar weniger als beim iPhone XS (311,10 Euro), aber spürbar mehr als beim iPhone 8 Plus (191,10 Euro) Kurios: Dieses Display löst dann sogar höher auf (1920 x 1080 Pixel bei 401 ppi).

Wäre für euch das gering auflösende Display des iPhone XR ein Hindernis beim Kauf oder aber gebt ihr euch mit Apples Konter auf die Kritik zufrieden?

Quelle: Engadget

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