Zulieferer in Angst: Die neuen iPhones werden zum Problem

Holger Eilhard 31

In den vergangenen Tagen und Wochen mehrten sich Berichte aus Lieferantenkreisen, dass Apples Verkäufe der neuesten iPhone-Modelle angeblich nicht so gut sind, wie erhofft. Nun klagt auch Apples größter Partner über ein „schwieriges Jahr“.

Foxconn will Ausgaben im iPhone-Geschäft um 2,9 Milliarden Dollar kürzen

Wie Bloomberg in Berufung auf ein internes Foxconn-Memo berichtet, plant Apples größter Zulieferer Einsparungen in Höhe von insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar im kommenden Jahr. Die fürs iPhone verantwortliche Abteilung soll dabei rund 866 Millionen Dollar sparen. Gleichzeitig sollen 10 Prozent der nicht-technischen Belegschaft entlassen werden. Zum Vergleich: In den vergangenen 12 Monaten hat das Unternehmen noch 6,7 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrfach Berichte, dass Apple die Bestellungen bei seinen Lieferanten gekürzt haben soll. Insbesondere das neue iPhone XR wurde im Rahmen dieser Berichte immer wieder als Grund genannt.

Apple habe angeblich die Nachfrage nach den neuen Smartphone-Modellen nicht korrekt bemessen und müsse daher eine Kurskorrektur vornehmen. Diese Änderungen sollen angeblich für Frust bei Apples Lieferanten gesorgt haben.

Hier unser Test des iPhone XS:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

iPhone XR: Farbenfrohes Problemkind?

Ein Bericht des Wall Street Journals besagte vor einigen Tagen, dass Apple die bislang geplanten Lieferungen des iPhone XR in Höhe von rund 70 Millionen Einheiten um bis zu ein Drittel reduziert haben soll. Diesbezüglich habe das Unternehmen aus Cupertino bereits in der vergangenen Woche mehrere Lieferanten über die notwendigen Änderungen informiert.

Einige Analysten stehen diesen Hiobsbotschaften aber fraglich gegenüber. So beschreibt Ben Bajarin von Techpinions etwa, dass die gekürzten Lieferungen leicht falsch interpretiert werden können. So ist es beispielsweise gut möglich, dass sich Apple bereits mit den notwendigen Bauteilen für die nächsten sechs Monate oder länger eingedeckt hat und daher keine weitere Produktion von bestimmten Lieferanten benötigt. Die Lieferanten selbst bekommen von Apple nur wenige Informationen im Voraus, sodass sie von derartigen Kürzungen überrascht werden.

Apple musste im vergangenen Quartal über nur leichte Verkaufssteigerungen des iPhone berichten. Gleichzeitig konnte man aufgrund der Preise des iPhone X aber höhere Gewinne erzielen. In den kommenden Quartalsberichten wird Apple — wie die Konkurrenz — auf die Nennung konkreter Verkaufszahlen verzichten.

Quelle: Bloomberg, Wall Street Journal

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