Typisch Apple: Das beste iPhone wird uns vorenthalten

Sven Kaulfuss 13

Wer glaubt, hierzulande mit dem iPhone XS Max das beste iPhone von Apple zu erhalten, der irrt. Andernorts verkauft der Hersteller ein noch besseres Handy. Uns wird es allerdings vorenthalten. Worin unterscheidet sich dieses ominöse iPhone?

Typisch Apple: Das beste iPhone wird uns vorenthalten
Bildquelle: GIGA.

Wer in China, aber auch in den Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macau, ein iPhone XS Max kauft, der erhält ein echtes Dual-SIM-Handy. Anders als im Rest der Welt verbaut Apple hier keine eSIM, um die Dual-SIM-Fähigkeit herzustellen. Dies hat viele Vorteile, wie 9to5Mac-Autor Cam MacMurchy in seinem Hands-on erklärt.

Was Apple uns vorenthält: iPhone XS Max mit echter Dual-SIM-Lösung

So nutzt MacMurchy einerseits eine SIM für ein schnelles Datennetz in Hong Kong, der andere Slot beherbergt eine Roaming-SIM für den weltweiten Mobilfunk (Google Fi). Früher musste er ständig die Karten beim Handy tauschen  – mit dem iPhone XS und den zwei Nano-SIM-Schächten ist dies nun nicht mehr notwendig. Gegenüber der eSIM-Variante behält er sich natürlich auch die größtmögliche Flexibilität – echte SIM-Karten funktionieren immer, ob der jeweilige Anbieter auch eine eSIM unterstützt, ist dagegen fraglich.

Wie wäre wohl unser Testurteil ausgefallen, würde das iPhone XS auch hierzulande zwei echte Nano-SIM-Karten unterstützen?

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Doch wie integriert Apple die beiden SIM-Karten im iPhone XS Max? Recht clever, denn der Kartenhalter beansprucht nicht wirklich mehr Platz – genutzt wird nämlich jeweils Vorder- und Rückseite für die Nano-SIM-Karten. Setzt man beide Karten ein, fragt das System im Anschluss, welche davon die primäre und welche die sekundäre Karte sein soll. Natürlich lässt sich diese Einstellung jederzeit wieder ändern. Überhaupt offeriert die Dual-SIM-Variante des iPhone XS Max viele Optionen. So können beide SIM-Karten nach Lust und Laune umbenannt werden und vieles mehr. Hierzu sei allerdings gesagt, auch die eSIM-Variante bietet diese Optionen, allerdings eben nicht die Flexibilität bei der Anbieterwahl.

MacMurchy ist von seinem neuen iPhone XS Max sichtlich überzeugt, so schließt er mit den Worten: „Seit Jahren wünscht man sich ein Dual-SIM-iPhone, hat es aber nie in den Bereich der Möglichkeiten gestellt … wir erwarten einfach nicht, dass Apple diese Dinge tatsächlich tut … der Austausch von SIMs ist hier so üblich, dass viele Menschen kleine SIM-Brieftaschen mit sich führen, und auch ist es ein gemeinsames Gesprächsthema, welche Telefongesellschaften an Orten wie Thailand, Vietnam oder Malaysia verwendet werden sollten. Ich hatte mich an dieses Leben gewöhnt, so war ich begeistert, als ich die Ankündigung von Apple hörte.“

Das Vorenthalten der „echten“ Dual-SIM-Funktion hätte hier wohl auch einen Platz verdient:

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iPhone-Preise in Hong Kong

Wichtig zu wissen: In Hong Kong und Macau gibt’s zwar das iPhone XS Max (und auch das iPhone XR) mit „echter“ Dual-SIM-Funktion, das iPhone XS jedoch besitzt auch nur eine eSIM hierfür. Die Variante mit zwei Nano-SIM-Karten erhält man nur direkt in China. Potentielle Käufer in Hong Kong und Macau sollten dies beachten. Ein iPhone XS Max kostet vor Ort umgerechnet ab circa 1.074 Euro (HK$ 9.499). Allerdings dürfte sich die Reise allein für das iPhone wohl nicht lohnen. Wer jedoch zufällig auf „Durchreise“ ist, kann sich ja vielleicht das beste iPhone mitbringen.

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