Geschickt kaschiert: iPhone-Verkaufszahlen über 20 Prozent eingebrochen

Sven Kaulfuss 21

Turbulente Zeiten bei AppleGewinnwarnung nebst Börsentalfahrt sorgen mächtig für Bewegung. Und noch immer gibt sich der Hersteller geheimnisvoll und verrät uns nicht, wie viele iPhones gegenwärtig tatsächlich verkauft werden. Neueste Markterhebungen lassen Schlimmes befürchten und verdeutlichen, wie sehr Apple die Zahlen mit bloßen Umsatzwerten versucht zu kaschieren.

Geschickt kaschiert: iPhone-Verkaufszahlen über 20 Prozent eingebrochen
Bildquelle: GIGA.

Am 29. Januar veröffentlicht Apple den nächsten Quartalsbericht. Vorab gab es eine Gewinnwarnung, statt der erwarteten 89 bis 93 Milliarden US-Dollar werden es wohl „nur“ 84 Milliarden US-Dollar für die Monate Oktober bis Dezember 2018. Sprich das Ziel, wird nur zu circa 90 bis 94 Prozent erreicht. Klingt nicht so schlimm? Dieser Täuschung sollte man nicht erliegen, kaschiert dieser Wert doch nur die tatsächlichen, gefallenen iPhone-Verkaufszahlen – nur der hohe Verkaufspreis von iPhone XS, XS Max und XR kann eine noch deutlichere Minuskurve beim Umsatz verhindern.

Große iPhones – aktuelle und vorherige Generation im Videovergleich:

iPhone XS und XS Max im Vergleich mit iPhone 8 und 8 Plus.

iPhone XS, XS Max und XR: Stückzahleneinbruch von über 20 Prozent

Zu diesem Schluss kommt man, betrachtet man die neueste Markterhebung von den Datenexperten von Counterpoint (via 9to5Mac). Stellvertretend für den zurückliegenden November, bekommen wir so erstmals einen Einblick, wie es um die Verkaufszahlen beim iPhone tatsächlich steht. Die unbequeme Wahrheit: iPhone XS, XS Max und iPhone XR müssen, verglichen mit dem Produktportfolio aus dem Jahr 2017 (iPhone X, iPhone 8 und 8 Plus), einen Stückzahleneinbruch von über 20 Prozent hinnehmen – kurzum, die neuen iPhone-Modelle verkaufen sich deutlich schlechter als ihre unmittelbaren Vorgänger. Wie schon erwähnt, allein der hohe Preis verhindert bei der Umsatzbetrachtung Schlimmeres – geschickt kaschiert von Apple.

Vielleicht 2019 lieber mal eine Nummer kleiner? So könnte ein winziges iPhone im Stil der X-Modelle aussehen:

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iPhone X Mini: So spannend könnte Apples kleinstes Handy aussehen.

Bestseller iPhone XR: Geschlagen vom Erfolg des iPhone 8 im Vorjahr

Was lernen wir noch aus den aufschlussreichen Zahlen? Spannend zu wissen:

  • Das iPhone XR verkaufte sich am besten – wie Apple selbst schon vorab berichtete. Das meistverkaufte Modell war die Einstiegsversion mit 64 GB Speicher.
  • Allerdings: Verglichen mit dem iPhone 8 im Vorjahr verkaufte Apple 5 Prozent weniger vom XR.
  • Bei den Spitzenmodellen der jeweiligen Jahre wird’s noch deutlicher: Das iPhone XS Max wurde verglichen mit dem iPhone X aus dem Vorjahr 46 Prozent weniger verkauft. Allerdings sei gesagt, die Verfügbarkeit des XS Max war im Vorfeld des Novembers besser, eine Vielzahl der Käufe wurden also schon vorher getätigt.

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Es scheint, Apple muss sich entscheiden, ob die Hochpreisstrategie auch zukünftig noch die beste Wahl darstellt. Auch wenn Stückzahlen alleine nichts über den Erfolg sagen, rückläufige Verkäufe werden über kurz oder lang auch ihre verstärkten Auswirkungen auf den Umsatz zeigen – und Umsatzwachstum ist das „Futter“ der Börse und damit Treibstoff des Wirtschaftssystems, dem sich auch Apple nicht entziehen kann.

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