Star-Designer zum iPhone: Apples Handy-Sparte ist erledigt

Sven Kaulfuss 13

Harter Tobak, den man da vom französischen Star-Designer Philippe Starck hört. Für ihn ist Apples Handy-Sparte erledigt – das iPhone „hat fertig“. Was bewegt den siebzigjährigen Formgestalter zu dieser Aussage?

Star-Designer zum iPhone: Apples Handy-Sparte ist erledigt
Bildquelle: Juicy Salif von Philippe Starck (Foto: Niklas Morberg, Wikimedia,CC BY-SA 2.0) .

Philippe Starck hat schon vielen Dingen eine Form gegeben – Möbel, Motoräder, Brillen, Schuhe … nicht zu vergessen die weltberühmte Zitronenpresse In den letzten Jahren legte er seine Hand an mehrere Smartphones des chinesischen Herstellers Xiaomi, beispielsweise das Mi Mix zu nennen. So ganz unbefangen können die Äußerungen des geachteten Designers in Richtung Apple und iPhone also nicht sein, die er kürzlich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung kundtat.

Philippe Starck: Apples Design ist nicht besonders; das iPhone ist erledigt

Angesprochen auf das Design der kalifornischen Kultmarke gibt er lapidar zu Protokoll: „Apples Design ist stark von Dieter Rams Ideen aus den fünfziger Jahren inspiriert. Daran ist nichts besonders.“ Weiter konkretisiert er: „Und Apples Erfolg basiert auf dem unglaublichen Gespür für Marketing von Steve Jobs, der ein Universum aus Musik, Apps und ähnlichen Dingen geschaffen hat. Nicht das einzelne Produkt ist wichtig, sondern das gesamte Universum.“ Zum letzten Punkt könnten ihm wohl selbst die aktuellen Apple-Oberen beipflichten.

Doch was er wirklich meint, wird erst in der nächsten Aussage deutlich. Als ihn Interviewpartner Caspar von Au, auf die seit dem Tode Steve Jobs „fehlenden Impulse“ im Unternehmen anspricht, bricht es aus ihm heraus: „Was Handys angeht, ist Apple erledigt - und das wissen sie auch. Deswegen versuchen sie sich jetzt auch an anderen Dingen.“

Findet Designer Starck spannender als jedes iPhone – faltbare Handys:

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Begeistert zeigt er sich hingegen von den neuen Möglichkeiten, die faltbare Handys bieten. Starck: „Xiaomi hat mir schon vor einiger Zeit faltbare Displays gezeigt … Das Schöne daran ist die unglaubliche Demonstration des menschlichen Genies. Menschen schaffen es immer, ihre Träume zu verwirklichen. Außerdem finde ich spannend, dass Kunden damit zwei Produkte in einem bekommen.“ Mit den zwei Produkten umschreibt der Designer folgend ein Telefon mit kleinem Bildschirm und ein Tablet. Kürzlich erst stellten Samsung und Huawei entsprechende Geräte vor und auch Xiaomi hat entsprechende Produkte in der Planung.

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Venus: Das gemeinsame Projekt von Philippe Starck und Steve Jobs

Philippe Starck wurde hier und da immer mal eine Verbindung zu Apple nachgesagt, doch zu einer Zusammenarbeit kam es letztlich bisher noch nicht. Zuletzt gab es 2012 diesbezüglich Gerüchte, nachdem der Designer in einem Radiointerview meinte, er würde aktuell an einem „revolutionären“ Produkt für Apple arbeiten. Tatsächlich verbarg sich dahinter aber die fast 80 Meter lange Yacht „Venus“ des Apple-Gründers Steve Jobs. Planungen und Gespräche mit Starck dazu gehen auf das Jahr 2007 zurück, 2011 verstarb jedoch Steve Jobs noch vor der Fertigstellung des Schiffs. Den Stapellauf am 20. Oktober 2012 konnte Jobs nicht mehr erleben. Die extravagante Yacht befindet sich bis heute im Eigentum von Laurene Powell Jobs – der Witwe des Apple-Gründers.

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