Verwirrende iPhone-Namen: Dieser Apple-Wegbegleiter übt Kritik

Holger Eilhard 5

Mit dem iPhone XS, XS Max und iPhone XR hat Apple den Smarthphone-Fans gleich drei Zungenbrecher mit auf den Weg gegeben. Nun gibt es auch Kritik von einem Werbespezialisten, der unter anderem an Apples „Think Different“-Kampagne beteiligt war.

Verwirrende iPhone-Namen: Dieser Apple-Wegbegleiter übt Kritik
Bildquelle: GIGA.

iPhone XS und XR: Positives zu den neuen Smartphone-Namen

Ken Segall ist in der Apple-Welt unter anderem durch seine Mitarbeit an der oben genannten Werbekampagne der 90er Jahre sowie für das „i“ in iMac bekannt. Er war mitunter für die Agentur TBWA\Chiat\Day tätig, wo er damals eng mit Steve Jobs an den Plänen für neue Ideen arbeitete. Die jüngsten Entscheidungen zur Namensgebung der neuen iPhones gingen daher auch an ihm nicht spurenlos vorbei.

In einem aktuellen Beitrag mit dem Titel „iPhone-Namen: 1 Schritt vorwärts, 4 Schritte zurück“ beschreibt er aus seiner Sicht, welche Probleme Apple gegenwärtig mit den Namen aktueller iPhones hat. Dabei ist nicht alles negativ, für einige Änderungen ist er auch dankbar.

So freut er sich etwa, dass Apple es in diesem Jahr geschafft hat, alle neuen iPhones auf einen gemeinsamen Nenner gebracht zu haben: das X. Vergangen ist die Zeit des iPhone SE oder die Mischung aus iPhone 8 und iPhone X aus dem letzten Jahr.

Hier ist unser erster Blick auf die neuen iPhones:

iPhone XS (Max) im Hands-On.

Apples S-Wahnsinn ist keine gute Idee

Segall beginnt die Kritik mit Apples Entscheidung an den S-Namen festzuhalten. Diese Modelle führen dazu, dass normale Nutzer fälschlicherweise glauben, dass bei diesen Varianten nur kleine Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr zu finden seien. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass etwa Siri oder Touch ID alles andere als Kleinigkeiten waren.

Selbst wenn man glaubt, dass das S-Jahr bedeutet, dass es keine äußerlichen Änderungen am iPhone gab, ist dies nun inkorrekt. So ist das iPhone XS Max ein vollständig neues Modell, welches im Vorjahr noch nicht existierte.

Ein weiterer Kritikpunkt ist Apples Entscheidung, römische Zahlen und reguläre Buchstaben zu vermischen. Während ein „8S“ noch leicht zu verstehen war, sieht man bei „XS“ oder „XR“ auf den ersten Blick nur normale Buchstaben.

Letzteres, das iPhone XR, ist dann auch gleich der dritte Kritikpunkt. Segall stellt die offensichtliche Frage: „Was zum Teufel bedeutet das R überhaupt?“

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iPhone XR in Rot: So sieht die Vorfreude auf das rote iPhone XS aus.

iPhone XS oder Xs: Wie denn nun?

Ob das „S“ in iPhone XS nun klein oder groß geschrieben wird, ist eine Frage, die sich vor allem Journalisten, Blogger und Apple-Fans im Allgemeinen seit der Vorstellung gestellt haben. Apple selbst schreibt es mal groß und mal klein. Ab und zu kommt es aber auch als Kapitälchen oder in einem Kasten zum Vorschein.

In der Werbung, unter anderem von den US-Mobilfunkanbietern Verizon, AT&T oder T-Mobile, ist hingegen ein großes S zu finden. Apple forciert viele Details seiner Partner, da wäre es laut Segall wünschenswert, wenn das Unternehmen aus Cupertino auch in diesem Hinblick mal ein Machtwort sprechen würde.

„Samsung-ifizierung der iPhone-Werbung“

Unabhängig von der verwirrenden Namensgebung verlor Segall aber auch noch einige Worte über die aktuellen iPhone-XS-Spots. Diesen fehle die für Apple ansonsten übliche menschliche Seite. Beim ersten Blick sei der Spot für das iPhone XS mehr Samsung als Apple.

Segall bezeichnet die Werbung als animierte Keynote-Präsentation. „Seite für Seite nur Features, verbunden mit einem schicken Design und cooler Musik. Samsung wäre stolz darauf.“

Insgesamt ist er aber glücklich, dass die neuen iPhones nun allesamt als Bestandteil der X-Familie erkennbar sind. Was die Zukunft der iPhone-Namen angeht, glaubt er, fürs nächste Jahr, an ein iPhone X2, gefolgt vom iPhone X2S.

Quelle: Ken Segall via Cult of Mac

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