Smartphone-Sucht macht fett: Hände weg von iPhone und Co. beim Essen!

Sven Kaulfuss 3

Gib es zu, auch du hast es schon mal gemacht oder tust es regelmäßig jeden Tag. Futtern und dabei gleichzeitig mit dem Smartphone „spielen“, immerhin muss man ja im Kontakt bleiben – WhatsApp und Co. kennen keine Pause. So ein Pech aber auch, denn am Ende wartet die Adipositas auf dich.

Smartphone-Sucht macht fett: Hände weg von iPhone und Co. beim Essen!
Bildquelle: Pixabay.

Was soll denn nun schon wieder eine solche Behauptung? Na klar, diese Meldung kommt ausgerechnet von dem Spargeltarzan, der E-Bike-Fahrer nicht leiden kann und auch schon mal meint, dass Smartwatches wie die Apple Watch Wegwerfprodukte sind. Jetzt will er uns auch noch die Smartphone-Nutzung beim Essenfassen verleiden. Nicht so schnell mit den Vorurteilen, denn meine Wenigkeit ist vom „Fach“. Jahrelang kämpfte ich mit den überflüssigen Pfunden und tue es nach wie vor, konnte aber in den letzten zwei Jahren immerhin fast einen Zentner Lebendgewicht reduzieren. Die Adipositas ist mir also vertraut.

Macht den Selbsttest:

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Smartphones lenken vom Essen ab und begünstigen Adipositas

Genauso wie die Smartphone-Nutzung, die eine solche tatsächlich begünstigen kann. Nicht aber ich habe mir dies ausgedacht, sondern zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der brasilianischen Federal University of Lavras (via Focus Online). Das Ergebnis: Wer sich beim Essen mit dem Smartphone ablenkt, der isst unbemerkt größere Portionen und nimmt so auch mehr Kalorien auf. Ein Verhalten, welches früher oder später zu Übergewicht führen könnte. Doch nicht nur das Smartphone ist der Ablenkung schuldig, auch analoge Medien wie Zeitungen gehören dazu. Wer nicht bewusst isst, sich ablenken lässt, der klopft bei der Adipositas leise schon mal an der Tür.

Davon dürft ihr euch ablenken lassen, wenn ihr verspricht, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen:

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Win-win- Situation: Etikette trifft auf Gesundheit

Besser ist: Hände weg von iPhone und Co. beim Essen! Eigentlich sollte dies ja selbstverständlich sein – egal, ob man sich nun am Abend mit Freunden im Restaurant trifft oder mit Kollegen zu Tisch sitzt. In dieser kleinen Auszeit des Tages soll und darf das Tamagotchi der Neuzeit in der Tasche verweilen. Erst nach der eigenen Nahrungsaufnahme kann man es wieder mit „wichtigen“ Nachrichten füttern. Schon der gegenseitige Respekt voreinander sollte dies bedingen. Aber auch zu Hause in den eigenen vier Wänden ist eine derartige „Smartphone-Diät“ sinnvoll, wie wir nun erfahren haben.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Die selbstauferlegte Smartphone-Abstinenz zu Tisch ist also nicht nur ein Zeichen von guter Etikette, sondern zeugt neuerdings auch von einem besseren Gesundheitsbewusstsein. Kann man ja mal anbringen, falls das unreife Gegenüber sich mokiert, wenn man die Smartphone-Spielerei berechtigt anprangert.

Danke, liebe Wissenschaftler, für ein weiteres Puzzlestück in der eigenen Argumentationskette für die gute Sitten zu Tisch.

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