Smartphones sind von gestern: Wo ist der nächste Hype von Apple und Konsorten?

Sven Kaulfuss 9

Gebt es zu, auch ihr findet Smartphones immer langweiliger. Echte Innovationen, die die Benutzung wesentlich und grundlegend verbessern, gibt’s schon lange nicht mehr – die Taschencomputer mit Telefonfunktion von Apple, Samsung, Huawei und Co. sind von gestern. Doch wo versteckt sich die nächste Sau, die man durchs Dorf treiben kann. Wer beerbt das iPhone? Das spannende Thema für die Wochenend-Kolumne.

Smartphones sind von gestern: Wo ist der nächste Hype von Apple und Konsorten?
Bildquelle: pixabay.

Das Interesse am iPhone sinkt, zumindest, wenn man als Grundlage hierfür die weltweiten Suchanfragen bei Google hernimmt – wir berichteten Anfang dieser Woche darüber. Allerdings lässt sich vom Suchinteresse nicht auch aufs Kaufinteresse schließen, schließlich werden jedes Jahr trotz sinkender Suchanfragen mehr iPhones verkauft. Selbiges gilt übrigens auch für Smartphones generell, auch deren Suchinteresse fällt, die Verkaufszahlen spiegeln diese Entwicklung aber nicht wieder – noch wächst die Branche. Die Suchanfragen bei Google Trends entsprechen eher einem „Hype-Faktor“, doch warum sinkt der bei Smartphones?

Ende des Smartphone-Hypes: Die Ursachen

Ganz einfach: Smartphones sind nunmehr im Massenmarkt angekommen und stellen keine erklärungsbedürftigen Geräte mehr da. Wie schon zuvor beim Entwicklungsgang der Notebooks gehören sie mittlerweile zum Alltag. Jeder braucht, jeder hat sie – no big deal. Auch wurde eben schon alles hierzu erfunden, die Innovationen weichen einer evolutionären Entwicklung. Diese wirbelt weniger Staub auf und taugt nicht mehr für einen schnelllebigen Hype.

Aktuell die Sperrspitze der Smartphone-Entwicklung, aber revolutionär ist dies nicht:

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Der nächste Tech-Hype?

Doch wo qualmt es stattdessen, welche Gerätegattung kommt langsam in Fahrt, wo versteckt sich der nächste Hype? Ich gehe auf die Jagd …

  • Smartwatch (Apple Watch): Spätestens seit der Vorstellung der Apple Watch im Herbst 2014 nehmen die Anfragen im Internet zu. Was auffällt: Im Dezember werden jeweils die höchsten Werte erreicht. Ergo: Smartwatches sind aktuell wohl vor allem ein Geschenke-Hype.
  • Tablets: Diese haben ihren Hype-Höhepunkt schon längst erreicht, auch für das iPad gilt dies. Ähnlich wie bei Smartphones bleiben auch hier grundlegende Innovationen aus. Angekommen im Massenmarkt, durchlaufen die Geräte nunmehr eine evolutionäre Entwicklung.
  • Augmented und Virtual Reality: Letztes Jahr sah es so aus, als würden die beiden Technologien noch mal richtig durchstarten. Aber der Hype baut ab, im Massenmarkt sind die beiden Technologien auch nur bedingt angekommen. Ein AR- und VR-Brille bleibt bisher nur der nerdige Zeitvertreib von wenigen Interessierten. Ob sich dies noch mal ändert? Vielleicht ähnlich wie bei der Smartwatch, sollte Apple entsprechend mit einem Gerät einsteigen.
  • E-Bikes: Liegen unzweifelhaft im Trend, die Suchanfragen wachsen kontinuierlich. Besonders im Frühjahr ist dies der Fall, für 2019 dürfen wir wohl mit einem neuen Höchstwert für E-Bikes rechnen. Aber wie lange hält der Hype noch an?

Ich sehe schon, meine Kolumne wirft heute wohl mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefert. Gut so, denn auch ich habe nicht den Löffel der Weisheit gefressen. Die Zukunft lässt sich eben eher schwer vorhersagen. Oder habt ihr auch schon alle den internetfähigen Kühlschrank daheim, wie er seit Jahren propagiert wird? Den gibt’s zwar mittlerweile, aber wirklich haben will die Teile niemand.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Chance auf zweiten Smartphone-Hype?

Aber noch mal zurück zum geliebten Smartphone. Ein zweiter Frühling und damit das entfachen eines weiteren Hypes sind doch noch nicht ganz vom Tisch. Vorausgesetzt, wirklich neue Technik hält demnächst Einzug, die die Bedienung eben grundlegend ändert. Flexible und in der ersten Stufe faltbare Displays wären ein Anfang.

Mit einem solchen Ansatz erklimmt unter Umständen nochmals der Hype zum Smartphone neue Höhen:

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Oder auch der sinnvolle Einsatz als Desktop- oder Notebookersatz – ich erwähnte das Thema schon mal zuvor in meiner Kolumnen-Reihe. Eine Garantie dafür gibt’s aber freilich nicht. Am Ende sollten wir es vielleicht wie Albert Einstein halten, der antwortete mal lapidar: „Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.“

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Umfrage: Das richtige Smartphone-Maß – kommt es auf die Größe an?

Menschen sind unterschiedlich und es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen – klein, groß, dick, schmal. Nur bei den Smartphones strebt aktuell alles nach großen und übergroßen Displays – tatsächlich ein wünschenswerter Trend?

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