Die Software des LG G Flex 2 im Test: Android 5.1.1 mit LG UX

Andreas Floemer 4

Ursprünglich mit Android 5.0 Lollipop ausgeliefert, war das G Flex 2 das erste Smartphone von LG, das Ende Mai mit Android 5.1.1 ausgestattet wurde. Wie für LG üblich, hat der Hersteller dem Betriebssystem seine eigene Nutzeroberfläche LG UX übergestülpt, die sich im Ansatz an Googles flaches Material Design anlehnt. Aber auch eigene Elemente und Lösungen wurden integriert – es wirkt allgemein etwas verspielter als Stock Android.

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LG-G-Flex-2-benachrichtigungsleiste

Allgemein bietet das optisch und funktional angepasste OS eine Vielzahl an Features und Einstellungsmöglichkeiten, die man in der Alltagsnutzung kaum benötigt. Hier seien unter anderem der Dual-Window-Modus, Quick Memo+ und die QSlide-Anwendungen zu erwähnen – mit letzterer Funktion lassen sich einige Apps im Fenstermodus ausführen. Zudem wirkt die standardmäßig aktivierte Tab-Ansicht in den Einstellungen unübersichtlich, außerdem fehlt eine Suchfunktion, wie sie beispielsweise bei Samsung zu finden ist. Für eine übersichtlichere Darstellung der Einstellungen lässt sich allerdings eine Listenansicht aktivieren.

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LG-G-Flex-2-homescreen-recents

Wem die hauseigene Nutzeroberfläche LGs nicht zusagt, hat die Option, einen alternativen Launcher zu installieren. Der Tester hat sich daher den Google Now-Launcher installiert – andere Lösungen wie Nova-, Action Launcher und Co. sind natürlich auch möglich. Auf diese Weise erhält man rasch seine vertraute Nutzerumgebung – mit der hauseigenen Anordnung in der Benachrichtigungsleiste und den System-Einstellungen muss man sich indes arrangieren. Großen Grund zur Kritik gibt es im Allgemeinen nicht.

Konnektivität und Speicher des G Flex 2: 16 GB sind zu wenig

Für ein Oberklassemodell ist das G Flex 2 mit seinem internen Speicher von 16 GB unterdurchschnittlich ausgestattet – alle aktuellen Geräte der namhaften Hersteller wie das Samsung Galaxy S6 und das HTC One M9, ja auch das LG G4, besitzen mindestens 32 GB Festspeicher. Auch wenn sich der Speicher sich theoretisch mittels microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern lässt, kann die Speichergröße als einer der größten Kritikpunkte betrachtet werden. Hier muss zudem erwähnt werden, dass das System bei unserem Testgerät, das mit Vodafone-Branding versehen ist, ganze 7,5 GB Speicher belegt, sodass für eigene Daten, Apps und Games nur etwas über 8 GB frei verfügbar sind. Laut LG sollen im freien Handel befindliche G Flex 2-Modelle mindestens 3 GB mehr freien Speicher besitzen. Während des Tests wurde uns des Öfteren vom System die Nachricht angezeigt, dass eine Anwendung wegen fehlenden Speicherplatzes nicht installiert werden konnte – erst nach Einlegen einer Speicherkarte war für eine Weile Ruhe.

Bei der weiteren Ausstattung des G Flex 2 gibt es aber kaum etwas zu beanstanden, es ist alles an Bord, was in ein High End-Smartphone des Jahres 2015 gehört: Dual Band-WLAN bis zum ac-Standard, WiFi-Direct, Bluetooth 4.1, NFC, LTE nach Cat.6 und GPS, das rasch einen Fix zu finden in der Lage ist.

In Sachen Telefonie gab es keinerlei Auffälligkeiten negativer Art, einzig der Monolautsprecher auf der Rückseite konnte uns nicht überzeugen – mag er für die Freisprechfunktion noch geeignet sein, ist er spätestens bei der Wiedergabe von Filmen und Musik aufgrund seines dünnen Klangs überfordert.

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