LG G2 mini: Abgespeckte „Mini“-Variante mit 4,7 Zoll-Display vorgestellt [Update]

Andreas Floemer 33

Wenige Tage vor dem Start des Mobile World Congress hat LG seine bereits angeteaserte Mini-Version des G2, etwas überraschend, bereits vorab vorgestellt. Das LG G2 mini hält aber leider nicht, was der große Name verspricht, denn die Spezifikationen sind teilweise recht enttäuschend.

LG G2 mini: Abgespeckte „Mini“-Variante mit 4,7 Zoll-Display vorgestellt [Update]
Update: Nun ist es auch wirklich offiziell. LG hat soeben per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass das LG G2 Mini in der kommenden Woche auf dem Mobile World Congress erstmals live vorgeführt wird. Die – zugegeben etwas enttäuschenden – Spezifikationen, die gestern schon an die Öffentlichkeit drangen, wurden bestätigt. Erhältlich sein wird das G2 Mini ab März zunächst in einer Dual-SIM-Variante im russischen und asiatischen Raum sowie dem Mittleren Osten, bevor es auch nach Europa kommt.

Vorab: Dass LG das Mini „vorgestellt“ hat, ist vielleicht etwas inkorrekt ausgedrückt, denn LG hat allem Anschein nach noch keine offizielle Pressemitteilung veröffentlicht. Der niederländischen Website GSMInfo und auch The Verge sind allerdings bereits detaillierte Spezifikationen inklusive eines Pressebildes (siehe oben) zugespielt worden. Das bedeutet, dass die Informationen „nur“ zu 99 % als gegeben angesehen werden können.

Im Dezember letzten Jahres schwirrten erste Gerüchte über eine kompaktere Version des tollen LG G2 (Test) im Netz umher. Demnach sollte es ausstattungsmäßig dem Topmodell in nichts nachstehen, nur die Displaygröße sei etwas kleiner. So spekulierte man auf einen Snapdragon 800, 3 GB RAM, mindestens 16 GB internen Speicher und ein HD-Display sowie eine 13 MP-Kamera. Damit wäre es ein spannender Konkurrent für Sonys Xperia Z1 compact geworden, das letztlich eine geschrumpfte Version des Xperia Z1 (Test) ist.

Mit der Veröffentlichung der Spezifikationen des G2 mini macht sich nun aber eine Portion Ernüchterung breit. Denn anstelle eines HD oder gar Full HD-Displays verpasst LG seinem Mini ein 4,7 Zoll in der Diagonale messendes Display mit qHD-Auflösung – also schwachen 960 x 540 Pixeln und somit einer Pixeldichte von „nur“ 234 ppi – wir erinnern uns: das LG G2 besitzt eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und 423 ppi, das bisher als Konkurrenzprodukt gehandelte Xperia Z1 compact verfügt über ein 4,3 Zoll-Display mit HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) und stattlichen 341 ppi. Positiv anzumerken ist jedoch, dass das bei 125 Gramm schwere G2 mini von seinen Abmessungen von 129,6 x 66,0 x 9,9 Millimetern äußerst kompakt und damit in etwa so groß ist wie das Moto G (Test) von Motorola. Ein Grund dafür dürfte die Tatsache sein, dass LG hier wieder, getreu der aktuellen Designlinie, rückwärtige Buttons verbaut.

Nicht nur beim Display hat LG den Rotstift angesetzt, auch Prozessor, Speicher und Kamera haben kaum noch etwas mit dem größeren Namensgeber zu tun. So steckt im G2 mini ein 1,2 GHz Snapdragon 400 Quad Core-SoC mit 1 GB RAM, womit es sich auf Höhe eines Moto G (Test) wiederfindet, das jedoch über ein besseres Display verfügt. Der interne Speicher misst 8 GB, der sich mittels micro SD-Karte erweitern lassen kann. Bei der Hauptkamera setzt LG auf ein 8 MP-Modul, frontseitig ist eine 1,3 MP-Kamera verbaut. Das G2 mini soll neben den Standards wie WLAN und Bluetooth auch LTE an Bord haben und einen austauschbaren 2.440 mAh-Akku besitzen, der angesichts des Gesamtausstattung eine recht ordentliche Laufzeit liefern dürfte. Als Betriebssystem soll ab Werk Android 4.4.2 mitsamt den üblichen Anpassungen seitens LG wie Knock-On und dergleichen vorinstalliert sein.

Das LG G2 mini soll je nach Region zwischen März und April in den Handel kommen und in den Farben Schwarz, Weiß angeboten werden. Ein Preis ist bislang noch nicht bekannt, es wird derzeit allerdings davon ausgegangen, dass der UVP zwischen 300 und 400 Euro liegen wird.

Was haltet ihr vom G2 mini – habt ihr euch mehr erhofft als LG nun liefert? Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: GSM Info [via The Verge]

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