LG G3 Erfahrungsbericht: Leider nicht überzeugend

Kamal Nicholas 22

Ich hatte nun die Möglichkeit, das LG G3 rund zwei Wochen ausführlich zu nutzen und zu testen. Mein Fazit: Leider ist das Gerät nicht ausgereift.

Als LG das G3 in London vorgestellt hat und ich das neue Flaggschiff zum ersten Mal in den Händen halten konnte, fand ich das Teil wirklich richtig gut. Meinen ersten Eindruck könnt ihr euch am besten einmal selbst anschauen, da sage ich eigentlich schon alles.

LG G3 Hands-On.

Nachdem ich das Android-Smartphone nun allerdings eine ganze Weile als Hauptgerät verwendet habe, bin ich nicht mehr sonderlich überzeugt. Dies liegt weniger an der Hardware, sondern viel mehr an der Software, bei der LG ganz offensichtlich etwas gepfuscht hat.

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LG G3: Tipps und Tricks (Bilderstrecke)

LG G3: Die Hardware

Bevor das G3 auf den Markt kam war immer wieder die Rede davon, dass es sich bei dem Material des Gehäuses um Metall (Aluminium) handeln könnte. Nun hat zwar HTC bereits ein solches Gerät, dennoch ist eine Abwechslung zu den Polycarbonat-Bombern in Klavierlackoptik der Vergangenheit gerne gesehen.

Als das Gerät dann vorgestellt wurde, kam die „Ernüchterung“. Bei dem Material handelt es sich nicht tatsächlich um Metall, sondern doch wieder um Kunststoff, der Metallfasern enthält. Auf den ersten Blick merkt man das nicht unbedingt, spätestens aber wenn die hintere Abdeckung abgenommen wird, macht sich das Material deutlich bemerkbar.

Hat man das Gerät dann eine Weile in Benutzung, wird auch dann deutlich, dass es sich nicht um Metall handeln kann. Das ist nicht als Kritik gemeint, denn Polycarbonat hat auch seine Vorteile und ist für mich absolut in Ordnung. Allerdings sollte man als Nutzer wissen, auf was genau man sich hier einlässt.

LG-G3-4

Der Aufbau des Gerätes gefällt mir sehr gut. Durch die Anbringung der Hardware-Knöpfe auf der Rückseite kann der Großteil der Front für das Display verwendet werden. Zwar ist die einhändige Bedienung bei 5,5 Zoll immer noch etwas schwierig, mich stört das aber überhaupt nicht, da ich mich sonst mit einem 5,7 Zoll Display auseinandersetze. Zugegebenermaßen liegt das G3 aber durch seinen geringeren Umfang besser in der Hand als etwa ein Note 3, ohne dass man dabei auf viel Displaydiagonale verzichten müsste.

LG G3: Das Display

Ein QHD-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln? Auf dem Blatt klingt das brutal. Aber in der Praxis merke ich davon einfach so gut wie nichts. Normalerweise nutze ich ein großes Smartphone mit Full HD-Display. Zuerst dachte ich, dass es beim Umstieg auf ein QHD-Display so sein würde, wie beim Umstieg von einem HD- auf ein Full-HD-Display: Der Unterschied wird vor allem dann sichtbar, wenn man von der besseren Auflösung zur schlechteren zurückkehrt.

LG-G3-2

Doch wenn ich ganz ehrlich bin, war dies beim LG G3 einfach nicht der Fall. Bei wirklich extrem feinen Linien kann man eventuell einen ganz kleinen Unterschied sehen, allerdings kann das auch nur Einbildung sein. Der Unterschied ist so marginal, dass es egal ist.

Damit will ich nicht sagen, dass der Bildschirm in irgendeiner Weise schlecht ist. Ganz im Gegenteil, das Bild ist fantastisch, die Kontraste sind gut, die Farben kräftig. Aber ich sehe bisher einfach keinen Verwendungszweck für ein solches Display, außer man schaut sich immer und immer wieder die Beispielvideos an, die im G3 gespeichert sind.

Auf Seite 2 geht es weiter mit der Kamera, de Software und meinem Fazit.

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