LG G3 unter der Lupe: Hardware: Yay! Software: Nay ...

Jens Herforth 11

LG G3 Teaser

Das Display: 5,5 Zoll QHD, das sind 2.560 x 1.440 Pixel bei 538 ppi. Das Ding ist monströs! Vor allem Texte profitieren von der extrem hohen Auflösung, Schriftarten werden so scharf wie noch nie dargestellt. Dumm nur, dass viele Inhalte (z.B. Icons) noch nicht an die Displaygröße angepasst sind und damit matschig oder unsauber wirken. Dieses Problem gab es schon beim Wechsel von HD auf Full-HD; LG kann dafür gar nichts.

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Mit dem LG Optimus Black hatte man 2011 gezeigt wie es geht: 700 Candela brachte das gute Stück auf die „Waage“. Beim G3 ist das leider nicht mehr der Fall. In normaler Umgebung ist das Display ausreichend hell, am Tage wird es dann aber schon grenzwertig. LG kommt hier „nur“ auf 470 Candela und liegt damit gefühlt sogar unter dem Niveau von Sony und HTC - wobei dieses Empfinden auch an der farblichen Darstellung selbst liegen kann. Das G3 ist hier eher blass und nicht auf dem Niveau eines Bonbon bunten SAMOLED wie beim Galaxy S5. Der etwas schwächere Kontrast fällt auch nur im direkten Vergleich auf.

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Software/Bloatware

Wie schon beim LG Optimus Black: Das LG G3 ist ein tolles Smartphone mit grandiosen inneren Werten. Leider hat es ein ganz großes Problem - die Software ist shclecht. Wenn man bedenkt, dass hier fast die Hardware eines HTC One, Xperia Z2 oder auch Galaxy S5 verarbeitet ist (einige hundert MHz und teilweise 1 GB Arbeitsspeicher Unterschied), erwarte ich da einfach etwas völlig anderes. Die Oberfläche ruckelt, Widgets laden konsequent neu nach, Apps brauchen ungewohnt lange und immer wieder merkt man Mikroruckler im System. Das geht so einfach nicht.

Übrigens: Es sind schon alle Animationen deaktiviert und man merkt trotzdem Effekte hier und Animationen dort. Im Energiesparmodus fällt die RuckelOS™ schon gar nicht mehr so negativ auf, das erwartet man ja dann schon irgendwie. Man kann also (aktuell) gleich drin bleiben.

Das generelle Design der Icons, der Aufbau der Einstellungen, die Benachrichtigungsleiste - hier leistet LG gute Arbeit und bedient sich jetzt schon der „Flat“ Designs. Alles sieht richtig schick und durchdacht aus. Die Tap-to-Wake/-Unwake Funktion ist großartig und funktioniert fehlerfrei. Mit der App LG-World bieten die Südkoreaner zudem einen eigenen App-Store an, der spezielle Inhalte für LG Smartphones bereit hält. Apps, Schriftarten und Themes werden hier angeboten - nett!

Sonst überrascht LG nicht wirklich. Einhandbedienung, Multi-Windows Unterstützung, Shortcuts auf den Volume-Buttons, höchstens „Smart Cleaning“ halte ich noch für erwähnenswert. Hier können temporäre Dateien gelöscht werden. Wer Streaming-Aps wie Soundcloud oder Spotify benutzt, wird sich über einen zentralen „Lösch Button“ freuen. Und natürlich bietet das G3 auch schon wie beim Vorgänger die Möglichkeit alle Touch-Buttons anzupassen.

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Kamera

Die Kamera des G3 ist alles andere als High-End. Aber: Am Tage ist der Fokus sehr schnell, die Fotos sehen gut aus, wie bei allen anderen Smartphones auch. Videoaufnahmen in 4K sehen richtig schick aus, der optische Bildstabilisator wird nach meiner Testphase bei anderen Geräten direkt schmerzlich vermisst. Dann hört es aber auch schon wieder auf. Es gibt nur 4 Kamera-Modi und „Automatik“ kann nicht deaktiviert werden. Jedes Bild wird also vom System wie von Zauberhand „verschönert“.

Das Ergebnis ist dann oft leider aber alles andere als schön. Ein großer Vorteil einer 13 MP Kamera ist die Möglichkeit in das Bild hinein zu zoomen und nur Teile des Motivs zu benutzen. Beim G3 sieht das dann leider oft unsauber aus. Die Farben sind bei schwächerem Licht zudem etwas blass, bewegte Ziele verwischen, der Laserfokus funktioniert nur bei Zielen die bis zu 40 cm entfernt sind. Landschaften, größere Gruppenfotos, sich bewegende Kinder - alles wo ein schneller Laser Fokus von Vorteil wäre, profitiert nicht von der Technologie. Wer sich für das LG G3 entscheidet, sollte kein Foto-Enthusiast sein.

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