LG G4: Teardown von iFixit bescheinigt kinderleichte Reparierbarkeit

Tuan Le

Das LG G4 hat bereits zuvor im Teardown eine hervorragende Figur gemacht, doch jetzt hat sich auch die bekannte Reparaturwerkstatt iFixit der Sache angenommen. In einem detaillierteren Bericht, bei dem sogar einige Komponenten mithilfe von Röntgenstrahlung durchleuchtet worden sind, konnte das LG-Flaggsxhiff einen respektable Wertung von 8 von 10 Punkten hinsichtlich der Reparierbarkeit erzielen. Einziger Schwachpunkt: Die Display-Einheit.

Von MyDrivers wurde im vergangenen Monat bereits ein Teardown des LG G4 veröffentlicht, in dem das Smartphone dank seiner unkomplizierten Konstruktion eine sehr gute Reparierbkeit unter Beweis stellen konnte. Fraglich blieb es zu dem Zeitpunkt indes, ob das Touchscreen-Glas vom Rest des Display-Elements zwecks Reparatur entfernt werden konnte: Dieser Frage ist iFixit auf den Grund gegangen und enthüllt in einem umfangreichen Teardown auch die letzten Geheimnisse um die Reparierbarkeit des LG G4.

LG G4 überzeugt dank wechselbarem Akku im Teardown

LG-G4-akku-back

Auch diesmal kann das LG G4 durch die abnehmbare Rückseite sowie den wechselbaren Akku gleich zu Beginn einige Pluspunkte für sich gewinnen. Positiv erwähnt werden auch die Schrauben, die sich mit dem Standard Phillips-(Kreuz-)Schraubenzieher allesamt einfach lösen lassen. Nachdem das unter dem Akkudeckel liegende Gehäuseteil entfernt wurde, ist ein Großteil der Arbeit im Prinzip auch schon erledigt: Kamera und andere kleine Komponenten sind per Steckverbindung am Mainboard befestigt, ansonsten findet man keine verklebten Komponenten oder komplexe Steckmechanismen vor, wie sie bei anderen Herstellern gang und gäbe sind. Bis hierhin können auch die Tüftler von iFixit dem LG G4 eine sehr gute Reparierbarkeit bescheinigen.

LG-G4-Teardown
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LG-G4-teardown-kamera
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Display des LG G4: Fest laminiert

Der einzige Kritikpunkt besteht in der Display-Einheit: Diese ist nämlich fest verschweißt und lässt sich nahezu unmöglich auseinander bauen. Sollte das Touchscreenglas also zu Bruch gehen, muss das gesamte Display-Element ausgetauscht werden, was unter Umständen eine kostspielige Angelegenheit werden kann – beim LG G3 konnte man locker um die 200 Euro einkalkulieren. Als interessantes Detail gibt es noch einige Röntgenaufnahmen von der Kamera, dem Vibrationsmotor und anderen Komponenten zu bewundern.

Insgesamt 8 von 10 Punkten kann das LG G4 in der iFixit-Skala erreichen, was für ein aktuelles Smartphone-Flaggschiff ein ordentlicher Wert ist. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S6 erzielte hier lediglich 4 Punkte, das Galaxy S6 edge sogar nur 3 Punkte. Bei der Konkurrenz von HTC sieht es mit nur 2 von 10 Punkten sogar noch schlechter aus, sodass LG hier mit großem Abstand die Nase vorn hat. Für Nutzer, die einen Wert auf eine langfristige Nutzbarkeitdes Smartphones legen, könnte das LG-Smartphone dadurch besonders interessant sein.

Quelle: iFixit

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