LG: Smartphone-Geschäft sorgt für ersten Quartalsverlust seit sechs Jahren

Philipp Gombert 2

2016 war kein gutes Jahr für LG. Das unterstreichen nun noch einmal die Zahlen zum vierten Quartal 2016 mit voller Deutlichkeit. Grund für die Verluste sind unter anderem die schlechten Verkaufszahlen des LG G5.

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Die Zahlen zum vierten Quartal bezeichnen das Ende eines sehr schwierigen Jahres für LG: Rund 208,35 Millionen Euro Nettoverlust musste das Unternehmen hinnehmen. Als Hauptursachen für das schwache Ergebnis nennt LG den mobilen Sektor sowie die Abteilung für Autokomponenten. Damit macht der Hersteller erstmals seit sechs Jahren in einem Quartal Verluste.

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LG: Aufstieg und Fall der G-Smartphones

LGs Sparte für Mobile Communications konnte Einnahmen in Höhe von umgerechnet circa 2,33 Milliarden Euro einfahren und verzeichnete damit einen Zuwachs von 15,4 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal. Der Anstieg sei insbesondere den starken Verkaufszahlen des LG V20 zu verdanken, der Profit habe jedoch unter der schwachen Performance des G5 gelitten. Mit dem nächsten Modell der Reihe möchte LG diesen Umstand korrigieren — das G6 wird auf dem MWC 2017 vorgestellt und das modulare Konzept fallen lassen. Aktuellen Gerüchten zufolge kommt das nächste Flaggschiffmodell mit einem 5,7 Zoll in der Diagonale messenden Display, wobei der Bildschirm ganze 90 Prozent der Front einnehmen soll.

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Über das gesamte Jahr konnte LG trotz der Verluste im vierten Quartal einen Profit von rund 1,08 Milliarden Euro einfahren. Der Anstieg um 12,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahr sei dabei auf sehr starke Zahlen in den Bereichen Home Entertainment, Air Solutions und Haushaltsgeräte zurückzuführen.

Samsung auf Erfolgskurs

Anders als LG konnte Samsung erst vor Kurzem trotz des Galaxy-Note-7-Desasters sehr gute Ergebnisse für das vierte Quartal 2016 verkünden. Insgesamt machte das südkoreanische Unternehmen einen Umsatz von ungefähr 42,5 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei rund 7,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Krise um das explodierende Phablet hat man offenbar sehr gut weggesteckt — einen Großteil der entstandenen Verluste musste Samsung ohnehin bereits im vorherigen Quartal hinnehmen.

Quelle: LG via Android Authority 

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