LG- und Nexus-Smartphones: Hersteller muss für Hardware-Fehler zahlen

Peter Hryciuk 3

Viele LG-Smartphones der letzten Jahre hatten Bootloop-Probleme, wodurch die Geräte unbenutzbar wurden. Das Unternehmen hat nun den Rechtsstreit verloren und muss ordentliche Abfindungen zahlen. Alle Käufer werden aber nicht entschädigt.

LG- und Nexus-Smartphones: Hersteller muss für Hardware-Fehler zahlen
Bildquelle: GIGA.

LG muss Käufer bestimmter Smartphones entschädigen

Wer ein LG G4, G5, V10, V20 oder Nexus 5X gekauft hat, hatte vielleicht Pech und ein Smartphone mit Problemen erwischt. Defekte Geräte haben sich einfach immer wieder neu gestartet und konnten dadurch nicht verwendet werden. In den USA wurde deswegen eine Sammelklage eingereicht, die nun zugunsten der Kläger entschieden wurde. Besitzer der Smartphones, die Probleme damit haben, bekommen eine Entschädigung in Höhe von 700 US-Dollar als Gutschein, um sich ein neues LG-Smartphone zu kaufen, oder aber 425 US-Dollar ausgezahlt. Die 700 US-Dollar entsprechen fast dem Neupreis eines LG V30 in den USA, das dort für 799 US-Dollar angeboten wird. Das Smartphone hat zumindest bisher keine Bootloop-Probleme. Ob ehemalige LG-Kunden aber erneut Lust auf ein Smartphone des gleichen Herstellers haben, sei mal dahingestellt.

Doch nicht jeder LG-Kunde, der ein solches Problem mit seinem Smartphone hatte, wird auch automatisch entschädigt. Nur wer sich an der Sammelklage in den USA beteiligt hat, bekommt auch das Geld, wenn man bis zum 12. Februar die Ansprüche mit einem Formular geltend macht. Wer den Termin verpasst, der bekommt immerhin noch 100 US-Dollar ausbezahlt oder 200 US-Dollar als Gutschein zum Neukauf eines LG-Smartphones. Alle anderen bekommen nichts. Beginnen möchte LG mit der Auszahlung dann im März 2018.

Nicht für deutsche Kunden

Deutsche Käufer dieser Smartphones, die ähnliche Probleme haben, werden nicht entschädigt. Hier musste LG zuvor nachbessern und hat wohl einige Komponenten ausgetauscht, die für einen Wackelkontakt gesorgt haben. Die erfolgreiche Klage in den USA zeigt aber, dass einige LG-Smartphones offenbar von einem technischen Defekt betroffen waren, der sich nicht per Software-Update beheben ließ. Bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Modelle keine Fehler mehr aufweisen werden.

via theverge

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