LG Optimus G: Neues True HD IPS+-Display, bessere Akkutechnik

Frank Ritter 9

Neue Informationen zum LG Optimus G sind aufgetaucht - diesmal direkt von LG. Das neue Flaggschiff mit Quad Core-Snapdragon S4-CPU soll ein neues Display mit innovativer Fertigung erhalten. Zudem soll der Akku des Gerätes rund 60 Prozent länger leben.

LG ist nicht gerade geizig, was Informationen zu seinem neuen Flaggschiff angeht - obschon noch nicht offiziell präsentiert, gab der Konzern in einer heutigen Presseerklärung diverse Details zu seinem neuen Über-Smartphone bekannt, von dem wir bereits einen Namen, Bilder und Specs haben und die wenig Zweifel daran lassen, dass LG es jetzt wissen will: Das Optimus G soll zweifelsohne das neue „Top Notch“-Superphone des restlichen Jahres werden.

Die neu von LG lancierten Informationen besagen, dass das so genannte True HD IPS+-Display mit RGB-Matrix und 320 ppi Pixeldichte (1280 x 768 auf 4,7 Zoll) eine Helligkeit von 470 nit erreicht. Beim Darstellen einer komplett weißen Fläche werde 70% weniger Energie als bei AMOLED-basierten Screens verbraucht.

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LG: Aufstieg und Fall der G-Smartphones


Ist das das neue LG-Flaggschiff?

Diese Informationen sind natürlich mit einer Prise Salz zu genießen, denn dass AMOLED-basierte Displays umso mehr verbrauchen, je heller der Bildschirminhalt ist, ist bekannt - im Umkehrschluss verbraucht AMOLED nahezu keinen Strom, wenn der Bildschirminhalt schwarz ist, im Gegensatz zu LC-basierten Displays wie dem von LG. Zudem ist die angegebene maximale Helligkeit von 470 nit zwar gut, aber keineswegs überragend. Ein solcher Wert entspricht etwa der Helligkeit, die das iPhone 4- und 4S-Display auszustrahlen in der Lage ist. LGs hauseigenes Nova-Display, verbaut etwa im LG Optimus Black, ist rund 700 nit, Sonys White Magic-Display sogar über 900 nit hell. Soweit also nichts Neues.

Interessanter ist da die Ankündigung, dass LGs Unterdivisionen LG Display und LG Innotek es geschafft haben, Display und Touchscreen in einer Unibody-Einheit namens G2 Touch Hybrid Display zu verschmelzen und so 30 Prozent dünner zu machen. Beeindruckend soll daran sein, dass man das Gefühl hat, sich mit dem Finger unmittelbar auf dem Display zu bewegen, ohne das Glas dazwischen als Barriere.

Auch für die nächste iPhone-Generation wird die Verwendung einer solchen Displaytechnologie kolportiert. Da LG, zusammen mit Sharp, in den letzten Jahren die iPhone-Displays produziert hat, wäre es möglich, dass das G2 Touch Hybrid Display auch im neuen Apple-Handy zum Einsatz kommt - dann natürlich mutmaßlich unter dem Namen In-Cell-Display und als Apple-Innovation vermarktet. Im Gegensatz zu Zeiten des iPhone 4 würde LG die Speerspitze seiner Mobildisplays nun aber auch endlich in einem eigenen Gerät anbieten und damit nicht selbst das Wasser abgraben - eine aus unserer Sicht positive Entwicklung.

Ebenfalls in der Pressemitteilung erwähnt wird, dass LGs Batterietechnik-Division es geschafft hat, einen Akku zu bauen, der auf die gesamte Lebensdauer bezogen länger halten soll. Im Gegensatz zu den meisten gängigen Akkus mit 500 Zyklen könne der halte der neue Akku mit 800 Ladungen insgesamt 60 Prozent länger. Angaben zur Akkukapazität machte der Konzern jedoch nicht.

Gute Aussichten für das LG Optimus G. Die wahre Meldung ist aber eine andere. LG ist, genau wie Samsung, ein koreanischer Megakonzern mit unzähligen Subdivisionen, die als quasi von einander unabhängige Instanzen agierten. Anders als beim direkten Konkurrenten arbeiteten diese aber häufig nebeneinander her statt miteinander. Endlich geht LG nun stärker in die Vertikale und lässt seine Unter-Unternehmen besser zusammenarbeiten - beste Voraussetzungen also, um wieder in der Spitze der Smartphone-Hersteller vorzurücken. Man darf gespannt sein, was von LG in den nächsten Wochen und Monaten zu sehen und zu hören sein wird.

Quelle: LG Newsroom [via SmartDroid ]

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