Nexus-Programm: Zertifizierung statt Flaggschiff, Gerüchte zu Android 4.2 & LG Optimus G Nexus

Frank Ritter 24

Erst Anfang der Woche berichtete Kollege Philipp über Gerüchte zum nächsten Nexus-Device und einer neuen Android-Version. Jetzt sind weitere, hochinteressante Detail aus der Gerüchteküche geschwappt: LG bringe eine Variante seines nächsten Flaggschiffes namens Optimus G Nexus. Google wolle sich zudem vom Flaggschiff-Status der Nexus-Reihe lösen und das Nexus-Label zukünftig als Quasi-Zertifizierungsprogramm mit strengen Kriterien vergeben. Außerdem wurden neue Details zu Android 4.2 bekannt.

Nexus-Programm: Zertifizierung statt Flaggschiff, Gerüchte zu Android 4.2 & LG Optimus G Nexus

[UPDATE:] Die Gerüchte in diesem Artikel haben sich als falsch herausgestellt. [/UPDATE]

Taylor Wimberly von Androidandme ist für gewöhnlich gut informiert, deswegen kann man die Erkenntnisse durchaus ernst nehmen, die er aus einer Quelle erhalten haben will, welche schon öfter zutreffende Informationen herausgegeben hat. Und das sind folgende:

LG Optimus G Nexus

LG wird im November ein Event mit Google veranstalten. Neben Android 4.2 wird dort eine Nexus-Variante des Optimus G mit dem hakeligen Namen LG Optimus G Nexus vorgestellt.

Das Gerücht, dass das nächste Nexus-Smartphone von LG stamme, wurde schon einmal unabhängig davon in Spanien kolportiert.

Google Nexus-Programm

Zukünftig wird es nicht mehr ein Nexus-Device pro Jahr geben, für dass sich die Hersteller bewerben können. Stattdessen kann jeder Hersteller Nexus-Geräte verkaufen, sofern sie sich an strenge Regeln halten. Dazu gehört, dass 64 MB gesicherter Arbeitsspeicher zum Streamen von Medien zur Verfügung stehen; Herstelleroberflächen sind erlaubt, müssen aber über ein so genanntes „Customization Center“ deaktivierbar sein. Es gibt zudem weitere, nicht näher beschriebene Hardware-Anforderungen, die zur Vorbereitungen auf die nächste große Android-Version anstehen. Am Rande erwähnt sei, dass das Wall Street Journal bereits im Mai dieses Jahres berichtete, dass mehrere Hardware-Hersteller an Nexus-Devices arbeiteten und fünf davon im Herbst veröffentlicht werden sollen.

Von Androidandme nicht erwähnt, aber stark von uns angenommen wird, dass die Hersteller im Nexus-Programm auch eine Update-Verpflichtung eingehen. Gäbe es das nicht, würde Google das verwässern, wofür die Nexus-Marke steht: Zeitnahe Updates auf neue Android-Versionen. Bereits Ende Oktober wird Android-Chefd Andy Rubin auf der AllThingD-Konferenz „Dive into mobile“ über das Nexus-Programm sprechen.

Android 4.2

Neben dem erwähnten Customization Center und softwaretechnischen Grundlagen für das Nexus-Programm soll Android 4.2 nicht allzu viele Neuerungen enthalten. Das Power Management soll verbessert werden, und Homescreens werden in 4.2 als Tabs angezeigt – sonst bleibt das UI identisch. Es wird zudem eine neue Version des Google Play Stores geben.

In erster Linie soll Android 4.2 den Boden für Android 5.0 bereiten, welches im Herbst nächsten Jahres vorgestellt werden soll. Es ist noch nicht klar, ob Android 4.2 weiterhin Jelly Bean oder Key Lime Pie heißen wird, auch zur Multiuser-Fähigkeit des Betriebssystems wurde kein Wort verloren.

So viel zu den Gerüchten. Nach unserer Einschätzung klingt das alles recht valide und glaubhaft, wiewohl man Gerüchte natürlich trotzdem als solche genießen sollte. Dass es mehrere Nexus-Devices verschiedener Hersteller gibt, kann nunmehr aber als nahezu sicher angesehen werden – zu viele Geräte-Leaks und Information aus verschiedenen Quellen in den letzten Wochen sprechen dafür. Ende Oktober zur AllThingsD-Konferenz werden wir sicherlich etwas schlauer sein; wir hoffen, dass Andy Rubin zu diesem Anlass auch ein neues Gerät präsentiert.

Quelle: Androidandme

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