Liebeskiller Handy: Smartphone-Nutzung verursacht immer häufiger Beziehungsprobleme

Kamal Nicholas 4

Smartphones sind nicht nur nützliche Alltagsbegleiter, sondern haben auch Einfluss auf die Beziehung von Paaren. Die ist jedoch mitunter negativ – das belegt eine neue Studie.

Liebeskiller Handy: Smartphone-Nutzung verursacht immer häufiger Beziehungsprobleme
Bildquelle: Couple via Shutterstock.

Smartphones sind mittlerweile kein Luxusgut mehr, sondern bei einem Großteil der Menschen in den Alltag integriert. Laut des Statistik-Portals Statista waren im Dezember 2014 insgesamt 41 Millionen Menschen in Deutschland im Besitz eines Smartphones. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 31 Millionen Menschen. Auch dieses Jahr soll sich dieser Trend fortsetzen; und so erwartet Statista eine Zunahme um weitere 22 Prozent bis zum Jahresende.

Smartphones helfen uns, den Alltag zu bewältigen, bieten uns Möglichkeiten, schnell und unkompliziert mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu treten und sind ein guter Partner, wenn es um Ablenkung geht. Doch wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Gerade im Bereich der Liebesbeziehungen kann sich der regelmäßige Nutzen von Smartphones als negativ darstellen. Dies belegt nun eine Studie des Datingportals Dating Cafe, das jeweils im Januar 2014 und im Januar 2015 eine Umfrage mit seinen Nutzern durchgeführt hat. Das Ergebnis: Immer mehr Partner in einer Beziehung empfinden die zunehmende Smartphone-Nutzung  als störend.

In Zahlen sieht dies folgendermaßen aus: Im Januar 2014 fühlten sich 73,1 Prozent der Befragten durch den ständigen Griff ihres Partners zum eigenen Handy beleidigt und reagierten darauf genervt. Im selben Monat dieses Jahres waren es bereits 81,3 Prozent der Befragten. Gleichzeitig sank die Zahl derer, die den Griff zum Smartphone zwar auch störend, gleichzeitig aber als normal empfanden, von 10,4 auf 7,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Gruppe, die sich von der Smartphone-Dauerpräsenz gar nicht stören ließ, sank zudem ebenfalls von 15,7 auf 9,2 Prozent.

Die Zahlen verdeutlichen, dass sich das Verhältnis zum Smartphone deutlich ändert, vor allem wenn es um die Partnerschaft gibt. Wir chatten, texten, bloggen, lesen, liken, posten, favorisieren und sind mit Hilfe unseres Smartphones so richtig „sozial“, gleichzeitig verkümmert aber ganz offensichtlich immer mehr die echte soziale Interaktion.

Das sieht auch Marco Bollow, seines Zeichens Geschäftsführer bei Dating Cafe, so: „Wurde es in früheren Zeiten als unhöflich empfunden, seinem Gegenüber bei einem Gespräch nicht in die Augen zu schauen, gilt es heute als normal, währenddessen einen Blick auf das Handy zu werfen oder den Partner mitten im Satz zu unterbrechen, um die eingegangene Nachricht zu lesen. In der Folge wächst die Unzufriedenheit und Frustration innerhalb einer Partnerschaft. Der Partner fühlt sich immer weniger wahr- und ernstgenommen. Im schlimmsten Fall droht die Trennung. Um dies zu verhindern, müssen Paare darauf achten, dass die virtuelle Realität innerhalb einer Partnerschaft nicht wichtiger wird als das wahre Leben und die gemeinsamen Momente mit dem Partner.“

In diesem Sinne: Handy einfach mach weglegen oder am besten gleich ganz ausschalten. Für die Liebe.

Quelle: Dating Cafe (Pressemitteilung), Statista, (2)

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