Nominell verspricht das Maze Alpha mit einer Akkukapazität von 4.000 mAh eine überragende Ausdauer, doch in der Praxis ist es dann doch nicht das Akku-Monster, dass sich manche vielleicht erhofft haben. Mehr als 7 Stunden Screen-On-Zeit bei intensiver Nutzung sind nicht drin, das haben wir zum Beispiel beim Moto Z Play schon besser gesehen. Das liegt unter anderem an der deutlich größeren Display-Fläche, zudem arbeitet auch der MediaTek-Prozessor im Standby nicht so effizient wie es eigentlich sollte.

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Dadurch verliert das Gerät auch dann wertvolle Prozente, wenn es sich im ausgeschalteten Zustand befindet. Bei alltäglicher Smartphone-Nutzung kommt man mit dem Gerät aber locker zwei Tage ohne Aufladen aus, es besitzt zumindest eine deutlich überdurchschnittliche Laufzeit. Besonders lobenswert in dieser Preisklasse ist die Schnellladefunktion: In weniger als zwei Stunden ist der große Akku des Maze Alpha wieder voll aufgeladen. Es handelt sich hierbei um den MediaTek eigenen Standard Pump Express, Quick-Charge-Zubehör funktioniert mit dem Maze Alpha daher leider nicht.

Konnektivität und Speicher: Mehr als erwartet

Mit 4 beziehungsweise 6 GB RAM und satten 64 GB Speicher ist das Maze Alpha bestens ausgestattet. Eine Erweiterung via microSD ist ebenfalls möglich, dann muss der Nutzer jedoch auf die Dual-SIM-Funktion verzichten, da es sich um einen typischen Hybridslot handelt. Anders als einige andere chinesische Smartphones besitzt das Maze Alpha LTE Band 20, was nicht nur reiner Luxus, sondern gerade in ländlichen Regionen durchaus eine Notwendigkeit ist.

Audioqualität auf gutem Niveau, wenn man von den Lautsprechern absieht

In Sachen Verbindungs- und Empfangsqualität gibt es nichts zu beanstanden, bei Telefonaten sind beide Gesprächsteilnehmer problemlos zu verstehen und auch das Surfen unterwegs ist problemlos möglich. Der eingebaute Lautsprecher ist ausreichend laut, die Qualität allerdings gerade bei höherer Lautstärke verbesserungswürdig. Deutlich angenehmer lässt sich die Musik über die Klinkenbuchse mit Kopfhörern genießen. Den 3,5-mm-Ausgang hat Maze zum Glück nämlich nicht eingespart.

Die Dual-Kamera des Maze Alpha: Auch nach Update nur okay

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Maze folgt nicht nur dem randlosen Displaytrend, sondern setzt auch wie so viele andere Hersteller auf Dual-Kameras: Das Maze Alpha verfügt neben einer 13-MP-Linse noch ein zweites Objektiv mit 5 MP. Genutzt wird die zweite Linse für Bokeh-Effekte, also um Objektive im Hintergrund verschwommen darzustellen und dadurch einen Tiefeneffekt zu erzielen.

In der Praxis funktioniert das aber in etwa so gut wie mit entsprechenden Apps, denn wirklich überzeugend sind die Ergebnisse unserer Meinung nach nicht. Zumindest die Bildqualität bei Tageslicht ist aber gemessen am Preis absolut vertretbar, einen Vergleich mit aktuellen Top-Smartphones muss man aber gar nicht erst anstreben. Ein erstes Software-Update hat die Qualität dabei deutlich verbessert, dies sollten Käufer des Gerätes möglichst zeitnah installieren, um überhaupt brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Maze Alpha: Testvideo (Full HD, 30 FPS)

Bei der Videokamera sieht es im Prinzip nicht viel besser aus. Aufnahmen werden maximal mit 30 FPS bei Full-HD-Auflösung gemacht, mangels OIS ist auch die Qualität beim bewegten Bild eher unterurchschnittlich. Obendrein werden Videos im veralteten 3GP-Format aufgenommen, was wir überhaupt nicht nachvollziehen können. Eine Möglichkeit auf MP4 umzustellen gibt es nicht. Die Kamera gehört insgesamt sicherlich nicht zu den Stärken des Maze Alpha, ist aber für Gelegenheitsknipser oder Fotografen, die sowieso zusätzlich immer ihre richtige Kamera dabei haben, für „Notfälle“ ausreichend.

Fazit: Mehr Technik geht für den Preis nicht

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Für den günstigen Preis erhält der Nutzer nicht nur ein außergewöhnliches Design, sondern auch ein grundsolides Smartphone. Im Alltag ist das Maze Alpha ein zuverlässiger, wenn auch ziemlich klobiger Begleiter, doch wird das Fans großer Displays vielleicht gar nicht so sehr stören. Mit dem außergewöhnlichen Design und dem riesigen Display ist es in dieser Preisklasse auch ohne echte Konkurrenz und eine Budget-Alternative zum Xiaomi Mi Mix, wenn es einem primär um die Optik geht und man Einbußen bei der Kamera und Performance hinnehmen kann.

Einen Blick wert ist auch das Doogee Mix, das die gleiche Design-Philosophie verfolgt, jedoch nur ein 5,5-Zoll-Display mit 720p-Auflösung besitzt. Mit einem Preis von 219 Euro bei Amazon spielt es in der gleichen Preisklasse. Wer übrigens den Import nicht scheut, kann beide Geräte über diverse Händler deutlich günstiger beziehen und sogar noch mehr Geld sparen.

Maze_Alpha_Wertungsgrafik

Bewertung Maze Alpha

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Display: 3/5
  • Kamera: 2/5
  • Software: 4/5
  • Performance: 3/5
  • Telefonie und Audio: 4/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 4/5

Gesamtwertung: 70 Prozent

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