Moto G: Erste Hands-On-Videos und Benchmark-Ergebnisse

Lukas Funk

Am Mittwoch dieser Woche hat Motorola sein erstes international verfügbares Smartphone seit der Übernahme durch Google vorgestellt, das Moto G. Inzwischen konnten einige Publikationen Hand an das günstige Gerät legen, ein Nutzer des XDA Developers-Forum hat gar erste Benchmark-Ergebnisse vorzuweisen.

Zuletzt konzentrierte sich Motorola vornehmlich auf den heimischen US-Markt, einerseits mit der an alte Motorola-Zeiten erinnernden neue Droid-Modelle, andererseits mit dem deutlich von Google beeinflussten, innovativen Moto X.

Mit dem Moto G, das Motorola am vergangenen Mittwoch vorgestellt hat, betritt man nun wieder die internationale Bühne. Eine aggressive Preispolitik bei passablen Spezifikationen soll der Konkurrenz im Low End-Sektor das Fürchten lehren. So verfügt das Moto G über Qualcomms Snapdragon 400-Quad Core-SoC mit 1,2 GHz und 1 GB RAM, ein 4,5 Zoll-LCD mit HD-Auflösung sowie einen nicht wechselbaren Akku mit 2040 mAh. Der interne Speicher beträgt je nach Modell 8 GB oder 16 GB, der Preis beträgt jeweils 169 Euro und 199 Euro. Die Rückenschale lässt sich gegen buntere Varianten austauschen, Module für die Kommunikation via LTE und NFC fehlen jedoch. Erste Publikationen konnten bereits einige Minuten mit Motorolas neuem Preiskämpfer verbringen und bescheinigen ihm eine durchaus rosige Zukunft.

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The Verge zeigte sich vor allem vom günstigen Preis des Smartphones begeistert, der deutlich unter dem erwarteten Preis eines Smartphones dieser Leistungsklasse liege. Trotz der mittelmäßigen Hardware scheint das Moto G das vorliegende Android 4.3 flüssig zu animieren, lediglich Motorolas vom Moto X bekannte Software-Features sowie ein LTE-Modul fehlen. Letzteres dürfte aber auf internationalen Märkten eine untergeordnete Rolle spielen.

Auch Cnet lobte den außergewöhnlich niedrigen Preis und die Verwendung von Stock Android, hatte allerdings Zweifel daran, dass die Akkukapazität tatsächlich genug für einen ganzen Tag sei. Außerdem zeigte man sich skeptisch, wie gut sich das Moto G unter Last schlagen würde, wenngleich die Performance im ersten Test auch für grafisch anspruchsvollere Spiele ausreichte.

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Die Frage nach genaueren Leistungswerten kann ein Nutzer des XDA Developers-Forum beantworten, der das Moto G bereits durch den AnTuTu-Benchmark gejagt hat. Hier erreichte das Smartphone immerhin 17263 Punkte und platzierte sich damit vor dem Nexus 4 (Test) und knapp hinter dem Samsung Galaxy S3 (Test). Kein schlechter Wert, beachtet man, dass das Nexus 4 (16 GB) zuletzt für 250 Euro zu haben war und das Galaxy S3 (16GB) derzeit noch über 300 Euro kostet.

Aus Leistungs- und Expertensicht besteht also kein Zweifel daran, dass das Moto G ein Erfolg werden kann. Die schwierigste Aufgabe Motorolas wird allerdings sein, das negative Image, das man sich zuletzt in der breiten Masse zugezogen hatte, wieder loszuwerden.

Quellen: The Verge, Cnet, XDA Developers-Forum

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