Moto G: Motorolas Unter-200 Euro-Phone mit Android 4.3 vorgestellt [Promo-Video]

Andreas Floemer

Nachdem das Moto G in den letzten Tagen in unzähligen Leaks zu sehen war, hat Motorola sein internationales Einsteiger-„Moto X“ am heutigen Mittwoch offiziell vorgestellt. Eine der herausragenden Eigenschaften des Smartphones mit 4,5 Zoll-Dispay ist wohl der Preis: Es wird für unter 200 Euro in den Handel kommen.

Das Moto G kann als Einsteigervariante des nur in den USA angebotenen, ersten unter Google-Regie entstandenen Moto X verstanden werden — was aufgrund der recht ähnlichen Designsprache des neuen Modells auch für Laien unschwer zu erkennen ist. Allerdings sitzen unter der Haube weniger performante Komponenten als im großen Bruder. Wenigstens schlägt sich das positiv im geringeren Preises nieder.

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So verfügt das Moto G über ein 4,5 Zoll-IPS-Display mit HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln (329 ppi), das von Cornings Gorilla Glass 3 geschützt wird, sowie einen mit 1,2 GHz recht niedrig getakteten Qualcomm MSM8x26 Snapdragon 400 Cortex-A7 Quad Core-Chip. Dem SoC stehen eine Adreno 305-GPU und 1 GB RAM ergänzend beiseite. Die Größe des internen Speichers beträgt wahlweise 8 GB oder 16 GB, eine Erweiterung mittels micro SD-Karte ist leider nicht vorgesehen. Hier macht sich augenscheinlich Googles Einfluss bemerkbar, schließlich ist weder in den Nexus-Geräten, noch im Moto X eine solche Option der Speichererweiterung vorhanden.

Ach ja, schneller als das Samsung Galaxy S4 ist es laut Motorola in einigen Bereichen auch noch:

Moto-G-vs-S4

Anstelle einer 10 MP-Kamera, wie sie im Moto X verbaut wird, setzt Motorola bei seinem Budget-Modell rückseitig auf eine 5 MP-Kamera mit BSI-Sensor, auf der Vorderseite ist eine 1,3 MP-Optik zu finden. Der Akku des 129,9 x 65,9 x 11,6 Millimeter großen und 143 Gramm schweren Smartphones besitzt eine Kapazität von 2.070 mAh — dieser soll den Nutzer locker über den Tag bringen und „33 Prozent mehr Gesprächszeit bieten, als andere Geräte im 3G-Netz“. Das Moto G vermag dann auch maximal mit HSPA+ im mobilen Netz zu funken – auf ein LTE-Modul hat man vermutlich ebenfalls aus Kostengründen verzichtet. Dafür ist das Gerät innen wie außen mit einer wasserabweisenden Nano-Schicht überzogen.

Als Betriebssystem kommt überraschenderweise nicht die aktuelle Iteration Android 4.4 KitKat zum Einsatz, sondern das Moto G wird noch mit der letzten Jelly Bean-Version 4.3 auf den Markt gebracht — das KitKat-Update ist laut Hersteller aber für Anfang 2014 garantiert. Das macht vor allem für Google auch Sinn, allein schon um zu demonstrieren, dass auch kostengünstige Geräte mit der neusten Android-Version eine mehr als gute Figur machen. Unter anderem soll KitKat besonders für Low End-Geräte optimiert worden sein.

Damit nicht nur die Brieftasche, sondern auch das Auge lacht, hat man beim Moto G ähnlich wie beim Moto X die Option, es nach eigenem Gusto zu individualisieren. Zwar gibt es keinen Moto-Maker, dafür aber sogenannte Shells, mit denen man die standardmäßig schwarze Gehäuserückseite durch bunte Rückcover ersetzen kann — diese wird es in den Farben Weiß, Schwarz, Dunkelblau, Hellblau, Gelb, Rot und Pink geben. Außerdem soll eine ganze Produktreihe farblich abgestimmten Zubehörs wie Bumper, Flip Cover, Lautsprecher und Headsets erhältlich sein.

Moto-G-Backsides

Mit diesem Gerät hat Motorola fürwahr einen Preisknaller präsentiert, denn der UVP des Modells mit 8 GB internem Speicher liegt bei 169 Euro, die 16 GB-Version kostet 199 Euro. Ab dem 21. November wird das Moto G hierzulande bei zahlreichen Händlern und Providern, unter anderem Phone House, Media Markt, Saturn, o2, Sparhandy.de, Amazon.de und OTTO zu ordern sein.

Nicht schlecht, Motorola, wir sind einigermaßen beeindruckt — oder was sagt ihr nun zum Moto G?

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