Moto G im Langzeittest #1: Der erste Eindruck

Philipp Gombert 8

Motorola hat derzeit einiges um die Ohren. Soeben an Lenovo verkauft, muss sich das Unternehmen eine sichere Stelle im Smartphone-Markt herausarbeiten. Dabei spielt unter anderem das Moto G eine tragende Rolle. Wie sich das kostengünstige Gerät im Alltag schlägt, erfahrt ihr in unserem Langzeittest.

Moto G im Langzeittest #1: Der erste Eindruck

Mein Langzeittest zum Moto G hat vor wenigen Tagen begonnen — Zeit für einen Artikel zum Ersteindruck. Einige werden es vermutlich wissen: Normalerweise dient mir ein iPhone 5 dem täglichen Drang nach sozialen Aktivitäten und einer ununterbrochenen Internetverbindung gerecht zu werden. Nun wird für ein paar Wochen das Moto G diese verantwortungsvolle Position einnehmen.

Moto G Rückseite
Erst einmal zu den haptischen Merkmalen. Hier kann man für ein Smartphone dieser Preisklasse nun wirklich nicht meckern. Knapp 170 Euro werden  für das Gerät (8 GB) fällig, daher sind hochwertige Materialien nicht zu erwarten. Die Rückseite besteht aus Plastik. Das Handy liegt gut in der Hand und fühlt sich in Anbetracht des geringen Preises vergleichsweise wertig an, dennoch knarzt die Schale schon bei leichtem Druck. Wie auch beim Moto X können verschiedene Designs ausgewählt und ohne großen Aufwand gewechselt werden. An der Front ist selbstverständlich Glas zu finden. Alles in allem macht das Äußerliche einen guten Eindruck – in dieser Preisklasse wird sich mit großer Sicherheit keine bessere Qualität finden lassen.

Auch am Display gibt es wenig auszusetzen. 1280 x 720 Pixel ergeben bei einer Größe von 4,5 Zoll eine Punktdichte von 329 ppi. Folglich sind alle Inhalte gestochen scharf, hier kann das Moto G selbst mit Geräten der oberen Preisklasse mithalten. Die Performance ist dank des Snapdragon 400 — einem Quad-Core Prozessor — nicht perfekt, aber absolut in Ordnung. Selbst hardware- und grafikintensive Spiele laufen ohne Probleme. Als Positivbeispiel sei „Dead Trigger 2“ genannt. Eines der hübscheren Spiele im Store, das bei hohen Details flüssig gespielt werden kann.

Softwaretechnisch ist das Moto G auf dem neuesten Stand. Android 4.4.2 wurde nur geringfügig angepasst, die von Motorola bereitgestellten Anwendungen sind allesamt nützlich, im speziellen die Migrationshilfe. Somit können Daten des alten Handys — ganz egal ob iOS oder Android — problemlos auf das neue Gerät übertragen werden. Besonders lobenswert ist jedoch der Akku. Hier ziehen Top-Smartphones eindeutig den Kürzeren. Als „Hardcore-Nutzer“ komme ich ohne Bedenken durch den Tag. In einem kommenden Artikel werde ich etwas genauer auf diese Thematik eingehen.

Allerdings sind durchaus auch negative Merkmale vertreten. Die Kamera macht einen weniger guten Eindruck, ebenso wie der SIM-Kartenschacht. Allerdings wird es sich bei diesem Defizit um einen Einzelfall handeln. Die Karte muss mit viel Gefriemel unter der Rückschale eingeklemmt werden, ansonsten wird diese nicht erkannt. Im folgenden Gebrauch treten immer wieder Komplikationen auf, ständig entstehen Verbindungsprobleme. Schwierig zu erklären — auf alle Fälle alles andere als erfreulich. Ich tippe auf einen Defekt in der Einrastmechanik…

Dennoch: Alles in allem macht das Moto G einen guten Eindruck — so zumindest für den Anfang. Ein Gerät der unteren Preisklasse kann in vieler Hinsicht selbst mit den Großen der Branche mithalten. Ich bin gespannt, was die kommenden Wochen zeigen werden.

Übrigens: Auf unserer Seite gibt es derzeit ein Moto G zu gewinnen. Hier geht es zur Verlosung.

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