Moto G Test: Das beste Smartphone für wenig Geld

Jens Herforth 7

Das Moto G von Motorola (aufgekauft von Google) ist ein ganz besonderes Smartphone. Es ist nicht besonders stark, hochwertig verarbeitet oder kommt mit revolutionären Features daher. Das Moto G ist nicht das beste Smartphone auf dem Markt, dafür aber der absolute Preis-Leistungs-Sieger und der Beginn einer sehr interessanten Entwicklung auf dem Markt!

Moto G Review.

Technische Spezifikationen

Moto G Technische Spezifikationen
Prozessor Qualcomm Snapdragon 400 mit 4 x 1,2 GHz
Grafik Adreno 305 GPU
Arbeitsspeicher 1 GB RAM
Interner Speicher Wahlweise 8 oder 16 GB (~3 GB belegt)
Display  4,5 Zoll bei 1280 x 720 Pixel und 329 ppi
Akku 2.070 mAh (ausreichend für 24 Stunden)
Gewicht 143 Gramm
Maße 65,9 mm x 129,9 mm x 6,0 bis 11,6 mm
Konnektivität Bluetooth 4.1, W/LAN b/g/n, GPS, GLONASS, HSPA+ (bis 21Mbps)

Erster Eindruck, Design und Verarbeitung

Allen voran haben wir letzte Woche das Moto G auf der Vorstellung in London gesehen. Mein erster Eindruck war Mittelmaß. Motorola hat aber durch die Zusammenarbeit mit Google eine extrem wichtige Sache gewonnen: Ruhe. Man konzentriert sich jetzt vor allem auf den Verbraucher, auf einen Markt, der locker 500 Millionen potenzielle Käufer bedienen kann. Die Rede ist von den unter 200 € Smartphones und da wurde ich hellhörig. Sollte dieses Smartphone wirklich unter 200 € kosten? Solche Phrasen kennt man ja, dann kostet das Ding 199 € und ist dafür echt murks.

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Doch der erste Eindruck sollte mich eines Besseres belehren: Das Moto G ist nicht auf dünnem, billigen Plastik gebaut, nein es besteht aus recht robustem Polykarbonat. Durch die wechselbare Rückschale variiert das Material entsprechend schnell, richtig billig wirkt es aber nie. Höchstens die minimalen Spaltmaße und die eher „einfachen“ Lautstärkewippe/Powerbutton lassen ein günstiges Gerät vermuten. Der Rest ist, mit Verlaub, absolut großartig!

Und bei dem folgenden Test bitte ich eines zu beachten: Das Moto G kommt mit einem UVP von 170 € auf den Markt.

Den Moto G Testbericht gibt es auch in Videoform: Moto G Videoreview

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Motorola Migrieren: Von iOS zu Android Schritt-für-Schritt.

Leistung

In Benchmarks räumt der kleine Racker nicht gerade ab. Der Snapdragon 400 ist potent, aber keine Granate. Dennoch: Mit 17k im Antutu Benchmark liegt es nahe den 20k eines Galaxy S3, Nexus 4, HTC One X oder sogar eines Nexus 10. Beim Quadrant Benchmark rockt das kleine G mit 8.688 Punkten und schlägt damit um Einiges das HTC One X. Und das war vor zwei Jahren verdammt potent und hat auch heute wenig Probleme mit aktuellen High-End Spielen.

Kurzum: Ob in der flüssigen Bedienung oder beim Spielen von Asphalt 8(!), das Moto G rockt den Play Store mächtig und macht es für einen schmalen Taler möglich selbst sehr aufwendige Apps zu benutzen. Qualcomm hat hier einen sehr guten Job gemacht und bietet mit dem Adreno 305 GPU ein mehr als ausreichend starkes Smartphone.

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Display

Das Display hat einen wenig auffallenden, blauen Stich, das günstige Panel erkennt man minimal an unterschiedlichen Blickwinkeln, wobei es das Glas etwas bunt wird. Mit 720p auf 4,5“ ist es gestochen scharf und erstaunlich gut für diese Preisklasse ist. 329ppi ist für ein 170 € Smartphone einfach noch nicht da gewesen. Dass oben drein noch Corning Gorilla Glass 3 verwendet wird, ist quasi das i-Tüpfelchen.

Moto G: Erster Eindruck und kleines Gameplay.
Auf Seite 2 geht es um Software, Kamera und Akku des Moto G.

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