Immer wieder wird sich über die ausbleibende Revolution in der Akku-Forschung beschwert: Man komme mit dem Smartphone kaum über einen Tag und müsse ständig mit einer Powerbank herumlaufen, so lauten die Alltagsklagen vieler Smartphone-Besitzer. Geräte mit Stromspeichern jenseits der 4.000 mAh sind dagegen zwar ausdauernd, allerdings auch oft unhandlich. Das Moto Z Play mit einem 5,5-Zoll-Display, 3.500 mAh starken Akku sowie dem stromsparenden Snapdragon 625 könnte die perfekte Lösung für das Problem darstellen – und ist es zu weiten Teilen auch, wie unser Testbericht zeigt.

 

Moto Z Play

Facts 
Moto Z Play

Kurz gesagt: Das Moto Z Play ist ein Paradebeispiel für ein rundum gelungenes Android-Smartphone. Die Performance ist trotz des Mittelklasse-Prozessors auf einem hohen Niveau, die Software angenehm nahe an Stock-Android gehalten und mit einigen zusätzlichen Features gespickt. Während das Design mit dem rechteckigen Fingerabdrucksensor sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig ist, kann über die Verarbeitung des Gerätes nichts Negatives gesagt werden – das Moto Z Play fühlt sich an wie ein echtes High-End-Smartphone, trotz des vergleichsweise geringen Preises.

Das absolute Killer-Feature ist und bleibt aber die Akkulaufzeit: Selbst 6-Zoll-Geräte mit einem 4.000 mAh starken Akku wie das Oppo R7 Plus oder das Huawei Mate 7 kommen nicht an die immense Ausdauer des Moto Z Play heran. Hier hat der Hersteller durch die Wahl des Prozessors, des „nur“ mit Full HD auflösenden Displays sowie entsprechenden Software-Optimierungen die maximale Laufzeit aus den 3.500 mAh des Moto Z Play herausgeholt und macht Akkulaufzeiten von mindestens zwei Tagen zum Standard.

Hier und da muss der Nutzer dennoch einige Abstriche machen: Die Kameraqualität ist gerade bei schlechten Lichtverhältnissen alles andere als zufriedenstellend. Während die im Lieferumfang beigelegte Styleshell eine nützliche Moto Mod zum Schutz der Glasrückseite darstellt, sind die übrigen Moto Mods in unseren Augen in Sachen Preis-Leistungsverhältnis noch nicht überzeugend genug. Auch ohne die Berücksichtigung der modularen Fähigkeiten – die in Zukunft gewiss noch einige spannende Möglichkeiten eröffnen werden – können wir das Moto Z Play wärmstens als Alternative zu den gängigen Flaggschiff-Killern wie dem OnePlus 3, ZTE Axon 7 oder Honor 8 empfehlen, wenn euch die Akkulaufzeit wichtiger als maximale Leistung und eine herausragende Kamera sind.

Pro
  • Extrem ausdauernder Akku
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flüssige Performance
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
Kontra
  • Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen enttäuschend
  • Design an einigen Stellen verbesserungswürdig

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Moto Z Play im Test: Bildergalerie

Moto Z Play: Technische Daten im Überblick

Display 5,5 Zoll, Super AMOLED, 1.920 x 1.080 Pixel (403 ppi)
Prozessor Snapdragon 625, 2 GHz Octa-Core
GPU Adreno 506
Arbeitsspeicher 3 GB RAM
Interner Speicher 32 GB, erweiterbar per microSD-Karte um bis zu 256 GB
Hauptkamera 16 MP, f/2.0, OIS, Laser-Autofokus
Frontkamera 5 MP, f/2.2, Weitwinkel-Linse
Akku 3.510 mAh, Schnell-Ladetechnik (Quick Charge)
Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow
Maße 156,4 x 76,4 x 7 mm
Gewicht 165 Gramm
Sonstiges USB Typ C, erweiterbar via Moto Mods

 Verarbeitung, Haptik und Design des Moto Z Play im Test

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Es ist kaum zu verneinen, dass das Design des Moto Z Play ziemlich außergewöhnlich ist – allerdings bleibt es eine Geschmacksfrage, ob dies nun positiv oder negativ zu werten ist. Durch den Aluminium-Rahmen mit sehr gut verarbeiteten Tasten sowie die gläserne Rückseite wirkt das Gerät – obwohl es preislich nicht im High-End-Segment angesiedelt ist – sehr hochwertig und gar nicht unbedingt wie eine abgespeckte Variante des normalen Moto Z (ohne Play). Während Hersteller wie Samsung und Apple den Kamera-Buckel als notwendiges Übel möglichst subtil im Gehäuse unterzubringen versuchen, geht Motorola einen völlig anderen Weg und lässt die Kamera kreisförmig einen guten Millimeter aus dem Gehäuse hervorragen.

Das sieht für manchen Nutzer womöglich schon etwas zu avantgardistisch futuristisch aus, lässt sich aber durch die Style-Shell-Mods von Motorola leicht beheben. Dabei handelt es sich um Rückschalen, die sich durch die auf der Rückseite des Moto Z Play verbauten Magnet-Konnektoren schnell anstecken lassen und den Höhenunterschied der Kameralinse umgehend ausgleichen. Im Lieferumfang ist bereits eine Style-Shell beigelegt. Anders als bei normalen Cases liegt das Moto Z Play mit der angebrachten Rückschale erheblich besser in der Hand; durch die fehlenden Abrundungen am Aluminium-Rahmen liegt das Smartphone sonst recht kantig und klobig in der Hand. Daher ist die Nutzung einer Style-Shell empfohlen; hier kann der Nutzer theoretisch auch ausgefallenere Varianten aus Holz oder Leder nachbestellen. Zum Zeitpunkt unseres Testberichts waren weitere Style-Shells jedoch noch nicht bestellbar.

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Neben der buchstäblich hervorragenden Kameralinse ist auch der Fingerabdrucksensor ein ziemlich kontrovers platziertes Element. Dieser befindet sich nämlich als viereckiges Feld auf der Front des Gerätes, hat allerdings nicht die Funktion eines Homebuttons. Stattdessen wird das Gerät mit Software-Tasten bedient, was im ersten Moment ziemlich unsinnig erscheint: Da der Fingerabdrucksensor ohnehin schon einen gewissen Platz an der Front verbraucht, hätte Motorola genauso gut links und rechts davon kapazitive Tasten positionieren können.

Dass es dazu nicht gekommen ist, ist vermutlich ein Überbleibsel aus der Zeit des Unternehmens unter Googles Führung. Google lehnt nämlich Hardware-Tasten gänzlich ab und hat – mit der sehr bekannten Ausnahme von Samsung – die meisten Android-Hardware-Hersteller erfolgreich dazu bewegen können, auf Software-Tasten umzusteigen. Motorola hat sich daher auch schon vor vielen Jahren von den Hardware-Tasten verabschiedet und es hätte vermutlich inkonsequent angemutet, wenn man beim Moto Z Play (wenngleich unter Lenovos Führung) in einem Moto-Smartphone kapazitive Tasten verbaut hätte.

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Hierbei handelt es sich wohlgemerkt nur um einen Erklärungsversuch; wir persönlich hätten die Integration von Hardware-Tasten deutlich sinnvoller empfunden, um das Display besser ausnutzen zu können. Auch der Rand rund um das Display ist für Flaggschiff-Verhältnisse ziemlich breit geraten, sodass die Optik des Moto Z Play nicht ganz das Niveau von High-End-Geräten erreicht. Bedenkt man aber den Preis des Gerätes, ist dies durchaus zu verschmerzen. Bis auf die genannten optischen Makel sind die Verarbeitung und das Handling als sehr gut zu bezeichnen.

Display des Moto Z Play im Test

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Mittlerweile ist die Smartphone-Industrie (glücklicherweise) an einem Punkt angelangt, bei dem die Display-Qualität verschiedener Modelle sich nicht mehr allzu gravierend unterscheidet. Ein gewisser Standard wird im Prinzip von fast jedem Hersteller ab der gehobenen Mittelklasse eingehalten und auch das Moto Z Play weist einen Bildschirm vor, den man am ehesten als „Allerwelts-Panel“ bezeichnen könnte.

Bei einer Displaydiagonale von 5,5 Zoll mit einer Auflösung von Full HD und der AMOLED-Technologie ist die Darstellung des Moto Z Play zwar nicht revolutionär oder herausragend. Es leistet sich aber auch keine Patzer: Die naturgetreue Farbdarstellung, Helligkeit und Blickwinkel sind alle auf einem sehr guten Niveau, hier gibt es nichts zu beanstanden. Übermäßig hell oder brilliant ist das Display des Moto Z Play allerdings auch nicht: Wer vorher ein Gerät mit WQHD-Display verwendet hat oder gar eine VR-Brille sein Eigen nennt, könnte sich über die geringere Auflösung beklagen. Andererseits trägt diese vermutlich zur hervorragenden Akkulaufzeit bei, sodass man diesen Punkt nicht unbedingt als Nachteil werten muss.

Software des Moto Z Play im Test

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Motorola orientiert sich bei der Gestaltung der Software schon immer sehr stark an der von Google vorgegebenen Stock-Experience. Das heißt für den Endverbraucher zweierlei: Zum einen sollten Software-Updates in der Theorie nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen, da keine großen Anpassungen an der von Google vorgegebenen Firmware vorgenommen werden müssen. Zum anderen gibt es weder Bloatware noch sonstigen vorinstallierten Schnickschnack auf den Moto-Smartphones.

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Zugleich heißt das allerdings, dass man als Käufer des Moto Z Play zunächst einmal keine ausufernden Software-Features und Extra-Funktionen zu erwarten hat. Die Oberfläche ist sehr schlank gehalten und optisch 1 zu 1 der Stock-Version von Android 6.0 Marshmallow übernommen. Nur hier und da findet sich im Detail das eine oder andere zusätzliche Feature wie zum Beispiel die Gestensteuerung von Motorola sowie natürlich die Active-Display-Funktionen. Letztere schalten das Display bei eingehenden Benachrichtigungen ein oder sobald der Nutzer das Gerät aus der Tasche zieht. Dafür werden an der Front verbaute Sensoren eingesetzt, die zum Beispiel auch erkennen können, dass der Nutzer die Hand über dem Smartphone hält. So kann man Benachrichtigungen auch ohne direkten Kontakt mit dem Touchscreen ablesen, ohne dass das Display permanent eingeschaltet sein muss – sehr intelligent gelöst, zumal die AMOLED-Technik dadurch Strom spart.

Ansonsten erfüllt die Software des Moto Z Play alle Ansprüche an ein schnelles, flüssiges OS. Aussetzer oder Ruckler sind Fehlanzeige, trotz des nominell in der Mittelklasse angesiedelten Prozessors. Das einzige Feature, das leidlich vermisst werden könnte, ist die Akku-Anzeige in Prozent in der Statusleiste, die Motorola seltsamerweise nicht integriert hat. Das ist aber nicht weiter schlimm, da der Akkustand im Sperrbildschirm zu sehen ist und man sich als Moto-Z-Play-Besitzer sowieso nicht wirklich um Energieprobleme sorgen muss.

Performance des Moto Z Play im Test: Flüssig und durchweg stabil

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Das Moto Z Play kommt mit dem Snapdragon-625-Prozessor, bei dem es sich nominell eigentlich um einen Mittelklasse-Prozessor handelt. Tatsächlich ist davon aber in der Praxis eigentlich nichts zu spüren: Ruckler oder Verzögerungen bei der alltäglichen Bedienung gibt es keine, Apps laden sehr schnell und auch das Multitasking läuft absolut flüssig. Einzig und allein grafisch besonders intensive Spiele könnten das Moto Z Play in Bedrängnis bringen, wobei wir dies bei den von uns getesteten Spielen wie Modern Combat und Dead Trigger 2 nicht feststellen konnten.

Im AnTuTu Benchmark erreicht das Moto Z Play schließlich auch immerhin einen guten Wert von 61.320 Punkten, was durchaus auf dem Niveau der Flaggschiff-Smartphones des vergangenen Jahres liegt. Sprich: Das Moto Z Play dürfte keine Probleme haben, mit der Leistungsfähigkeit eines Samsung Galaxy S6, LG G4 oder HTC One (M9) mitzuhalten. Dafür sorgen auch die 3 GB RAM, die den Wechsel zwischen Apps ohne zusätzliche Ladezeiten ermöglichen. Wenngleich es sich also um eine Mittelklasse-CPU handelt, konnten wir im Test dadurch keinerlei Einschränkungen im Vergleich zu Topmodellen feststellen. Höchstens, wer auch in den kommenden Jahren alle Android-Games mit bester Grafik zocken können möchte, sollte vielleicht zu einem leistungsstärkeren Smartphone greifen.

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Telefonie und Audio des Moto Z Play im Test

Die Audioqualität des Moto Z Play ist als sehr gut zu bezeichnen. Es besitzt allerdings nur einen einzigen Lautsprecher, der an der Front im Display in der Hörmuschel zu finden ist. Einerseits wird der Nutzer so bei Verwendung des Lautsprechers frontal beschallt, was per se für die bestmögliche Qualität sorgt. Andererseits fehlt allerdings ein zweiter Lautsprecher an der Unterseite, um echte Stereoqualität zu ermöglichen.

Dennoch kann man auch Musik mit dem intern verbauten Lautsprecher des Moto Z Play anhören, ohne dass die Ohren sich gleich beleidigt fühlen müssten. Auch bei Telefonaten macht das Moto Z Play eine sehr gute Figur, sowohl der Gesprächspartner als auch man selbst sind bestens verständlich.

Konnektivität und Speicher des Moto Z Play im Test

Das Moto Z Play gibt es in Deutschland bislang offiziell nur in einer Single-SIM-Version, getestet haben wir allerdings die international verfügbare Dual-SIM-Variante. Alle notwendigen LTE-Bänder werden in beiden Fällen natürlich unterstützt, NFC ist als Bonus ebenfalls mit an Bord. Generell ist die Verbindungsqualität beim Moto Z Play als zuverlässig zu bezeichnen. Gelegentlich mussten wir allerdings den Flugmodus ein- und wieder ausschalten, um wieder eine Datenverbindung zu erhalten. Dabei scheint es sich um einen kleinen Bug zu handeln, der unter Umständen verhindert, dass eine mobile Datenverbindung hergestellt werden kann. Dieser trat aber innerhalb von zwei Wochen lediglich drei Mal auf und hat die Benutzung nicht dauerhaft beeinträchtigt.

Beim Speicher stellt Lenovo dem Nutzer 32 GB intern zur Verfügung, von denen tatsächlich allerdings nur 24,5 GB ab Werk nutzbar sind. Immerhin: Ein microSD-Slot erlaubt eine Erweiterung des Speichers nach Belieben. Positiv hervorzuheben ist, dass es sich dabei nicht um einen herkömmlichen Kombi-Slot handelt. Theoretisch kann der Nutzer also bei der Dual-SIM-Version sowohl zwei SIM-Karten als auch eine microSD-Karte gleichzeitig verwenden – alle drei Karten finden in einem einzigen Einschub ihren Platz.

Akku und Alltag mit dem Moto Z Play

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Die Nutzererfahrung mit dem Moto Z Play ist derart problemlos und zuverlässig, dass man sich im Handumdrehen daran gewöhnt hat. Es handelt sich um ein Android-Smartphone, das einfach funktioniert – ohne ausschweifende Bonus-Features oder spektakuläre Extra-Funktionen. Der Fingerabdrucksensor mag optisch ungelungen wirken, arbeitet aber außerordentlich schnell. Mit diesem wird das Gerät unmittelbar entsperrt, die Power-Taste muss man dafür nicht drücken. Neustarts, App-Abstürze, Ruckler oder Verzögerungen? Fehlanzeige. Das Moto Z Play läuft ...

... und läuft und läuft. Durch die Kombination aus Full-HD-Display, Snapdragon 652 und einem 3.500 mAh starken Akku ist das Moto Z Play ein zuverlässiger Dauerläufer. Das bedeutet nicht nur, dass man hin und wieder 7 Stunden Screen-On-Time bei zwei Tagen Nutzung erreichen kann, sondern dass solche Werte Standard sind. Egal, ob man nun Videos schaut, surft oder Spiele spielt – die Akkulaufzeit des Moto Z Play sehr konsistent.

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Dies ist ein Punkt, den man gar nicht genug hervorheben kann; häufig beschweren sich Nutzer über ihre Android-Geräte, die von einem Tag auf den anderen – etwa weil man irgendeine neue App installiert hat – einen ausufernden Akkuverbrauch besitzen. Beim Moto Z Play scheinen die Entwickler ausreichend Software-Optimierungen vorgenommen zu haben, um gegebenenfalls stromfressende Apps einzudämmen und für eine intelligente Verwaltung der Prozesse zu sorgen. Dennoch kommen eingehende Benachrichtigungen umgehend und ohne große Verzögerungen an – ein Punkt, der bei manchen Modellen von Huawei und Samsung zum Beispiel aufgrund von Stromsparmechanismen leider ein gravierendes Problem darstellen kann.

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Die Ausdauer des Moto Z Play ist über jeden Zweifel erhaben und in diesem Form-Faktor ohne jegliche Konkurrenz. Selbst Geräte wie das OPPO R7 Plus oder das Huawei Ascend Mate 7 mit einem Akku jenseits der 4.000-mAh-Marke und 6-Zoll-Display, die wir ebenfalls bereits getestet haben, können nicht an die Akkulaufzeiten des Moto Z Play heranreichen. Einziger Wermutstropfen: Das Aufladen des Moto Z Play benötigt fast zweieinhalb Stunden. Das könnte tatsächlich je nach Nutzungsverhalten ein Grund dafür sein, doch auf ein Samsung Galaxy S7 edge oder anderes Gerät mit schnellerem Quick Charge zurückzugreifen. Wer sein Smartphone aber bevorzugt nachts auflädt, kann mit dem Moto Z Play definitiv einen echten Akku-Champion sein Eigen nennen.

Die Kamera des Moto Z Play im Test

Bildqualität bei Fotos eher durchwachsen

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Bislang konnten wir für das Moto Z Play fast ausschließlich Lob aussprechen – leider endet dies mit der Bewertung des verbauten Kamera-Moduls. Bei Tageslicht sind die Ergebnisse noch durchaus ansehnlich, wobei der Autofokus auch hier hin und wieder etwas länger benötigt. Im Grunde genommen kann aber jedes aktuelle Smartphone bei ausreichend Lichteinfall gute Bilder schießen.

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Kritischer wird es da bei schlechteren Lichtverhältnissen und hier kann das Moto Z Play leider überhaupt nicht überzeugen. Selbst ein iPhone 5S schießt im direkten Vergleich deutlich natürlichere Bilder. Die Farbdarstellung beim Moto Z Play ist fast nie akkurat, Lichter bei Nacht wirken fast immer gelbgrünlich. Zugleich mischen sich sowohl Unschärfe als auch Rauschen in die Fotos und machen das Moto Z Play als Smartphone-Kamera bei Nacht im Grunde genommen nur für peinliche Party- und Fahndungsfotos brauchbar.

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Immerhin: An der Frontseite ist neben einer Weitwinkel-Linse auch noch ein Front-Blitz für Selfies in der Dunkelheit angebracht. Die Ergebnisse der Frontkamera sind auch qualitativ durchaus ansehnlich, hier haben wir nichts daran auszusetzen. Enthusiastische Fotografen werden mit der Kamera des Moto Z Play sicherlich nicht glücklich werden, für den einen oder anderen Schnappschuss reicht es aber dennoch.

Videoaufnahmen: Guter Sound, ab und an Fokusprobleme

Moto Z Play Testvideo (Full HD, 60 FPS)

Eine schlechte Videokamera in Smartphones erkennt man häufig am Sound. Zum Glück leistet sich Lenovo hier keinen Schnitzer und versieht das Moto Z Play mit einem für Audioaufnahmen durchaus brauchbaren Mikrofon. Beim Format der Videos kann der Nutzer sich zwischen 4K-Aufnahmen in 30 Frames pro Sekunde und Full-HD-Aufnahmen mit 60 Frames pro Sekunde entscheiden. Die Qualität der Aufnahmen ist auf einem guten Niveau, hin und wieder hat der Fokus allerdings Probleme, das gewünschte Objekt scharf zu stellen. Insgesamt ist die Qualität der Videoaufnahmen aber auf einem annehmbaren Niveau und lässt weniger zu wünschen übrig als es bei den Fotos der Fall ist.

Fazit: Ein Smartphone, das einfach läuft ... und läuft und läuft ...

Im Alltag hat sich das Moto Z Play als ein sehr zuverlässiger Begleiter erwiesen. Abgesehen von der schwachen Kamera hat sich Lenovo hier keine Schnitzer geleistet und ein weiteres solides Modell der Moto-Reihe auf den Markt gebracht. Wer nach einem Gerät sucht, mit dem man ohne Probleme auch zwei ganze Arbeitstage schaffen kann und nicht unbedingt technische Höchstleistungen im Benchmark von seinem Smartphone erwartet, ist mit dem Moto Z Play bestens beraten. Vor allem der UVP in Höhe von 449 Euro macht das Gerät attraktiv; bis zum Weihnachtsgeschäft könnte der Preis durchaus unter die 400-Euro-Marke fallen und das Smartphone sogar noch interessanter machen.

Unsere Testwertung zum Moto Z Play

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Display: 4/5
  • Software: 5/5
  • Performance: 4/5
  • Telefonie und Audio: 5/5
  • Konnektivität und Speicher: 5/5
  • Akku und Alltag: 5/5
  • Kamera: 3/5

Gesamtwertung: 88 %

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Tuan Le, GIGA-Experte.

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