Das Moto Z2 Play hat große Fußstapfen zu füllen: Galt der Vorgänger noch als echter Geheimtipp für Nutzer, die sich nach einem ausdauernden Akku-Champion sehnten, hat Lenovo beim Nachfolger die Akku-Kapazität deutlich zugunsten eines schlankeren Gehäuses reduziert. Weiterhin mit dabei sind dagegen die Moto Mods, die dieses Jahr um einige neue (oder zumindest neu aufgelegte) Optionen ergänzt werden. Ob das Z2 Play sich dadurch gegenüber der Konkurrenz einen entscheidenden Vorteil verschaffen kann, klären wir hier in unserem ausführlichen Testbericht.

 

Moto Z2 Play

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Moto Z2 Play

Lieferumfang des Lenovo Moto Z2 Play: Diesmal inklusive ansteckbarer Boombox

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Das auffälligste am Lieferumfang des Moto Z2 Play dürfte der ansteckbare JBL Soundboost 2 sein. Es handelt sich hierbei um die Neuauflage des bereits im vergangenen Jahr für die Moto-Z-Modelle verfügbaren Lautsprechers, der definitiv eine deutliche Klangverbesserung gegenüber dem in der Kopfhörermuschel integrierten Sprecher bietet. In Deutschland wird das Moto Z2 Play ausschließlich im Bundle mit der schwarzen Version des Soundboost 2 angeboten; bis auf das neue Design mit weichem Kunststoffüberzug, das an herkömmliche Lautsprecher erinnert, scheint es aber keine Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger zu geben.

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Ansonsten findet man in der Verpackung nur das Quick-Charge-Ladegerät inklusive USB-Typ-C-Kabel sowie eine SIM-Nadel vor. Kopfhörer oder gar ein USB-OTG-Adapter sind dagegen nicht vorhanden. Im Zweifelsfall muss man sich zum Z2 Play also die passenden Kopfhörer separat kaufen, was mittlerweile aber schon fast zum Standard geworden ist.

Positiv vermerken darf man das gelungene Design der in grellen Rottönen gehaltenen Verpackung: Diese wird wie eine Schublade seitlich geöffnet, was die übliche Schüttelprozedur obsolet macht, mit der man normalerweise Smartphones aus der Verpackung befreien muss.

Lenovo Moto Z2 Play Verarbeitung und Design: Groß und schlank – mit einem Makel

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Wie eingangs bereits erwähnt hat Lenovo beim Moto Z2 Play die Akkukapazität reduziert und zwar genauer gesagt von 3.510 mAh auf 3.000 mAh. Im Gegenzug dafür ist die Gehäusetiefe von 7 auf 6 mm geschrumpft – das ist in Smartphone-Dimensionen ein gravierender Unterschied, der den Nachfolger im direkten Vergleich geradezu hauchdünn wirken lässt. Auch das Gewicht ist von 165 Gramm auf 145 Gramm geschrumpft: Tatsächlich ist das Moto Z2 Play auffällig leicht, die Verarbeitung jedoch trotzdem tadellos und ohne jegliche Qualitätsmängel. Wer mehr Power benötigt, kann nach wie vor zum Akku-Pack von Incipio greifen, das sich einfach an der Rückseite befestigen lässt.

 

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Haptisch liegt das Gerät dementsprechend wertig in der Hand, ist allerdings aufgrund des 5,5-Zoll-Displays kaum noch mit einer Hand bedienbar. Im Vergleich zum Samsung Galaxy S8 beispielsweise wirkt das Moto Z2 Play geradezu riesig und ist daher nichts für Nutzer, die nach einem kompakten Gerät suchen.

Bei der Optik dürften sich die Geister endgültig scheiden: Das Aluminiumgehäuse mit dem glänzenden, abgeschliffenen Kanten sieht einerseits durchaus hochwertig und auf eine unverhohlen industrielle Art markant aus. Andererseits ist die fast 3 mm auf der Rückseite herausragende Kamera nicht unbedingt ansehnlich, ebenso wie die am Rand der Rückseite verlaufende Antenne des Gerätes. Auch Freunde dünner Displayrahmen werden wegen der riesigen schwarzen Balken über und unter dem Bildschirm nicht glücklich.

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Beim etwas dickeren Vorgängermodell war es außerdem noch möglich, mit der ansteckbaren Styleshell den Kamerabuckel komplett verschwinden zu lassen. Da die Linse beim Z2 Play deutlich stärker hervorragt, schaffen auch die gewöhnlichen Style Shells hier keine Abhilfe – das Gerät liegt trotzdem nicht plan auf dem Tisch. Nur die etwas dickere Moto Mod für Wireless Charging vermag eine ebene Rückseite zu schaffen, trägt dann aber recht dick auf. Der Umstieg von Glas auf Aluminium löst zwar das Fettfingerproblem, führte jedoch in unserem Test schon nach kurzer Zeit zu Kratzern an den Pin-Konnektoren.