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Zwischen dem im ersten Z Play verbauten Snapdragon 625 und dem im Z2 Play verbauten Snapdragon 626 gibt es bis auf eine geringfügig erhöhte Taktung von 2,0 auf 2,2 GHz keine nennenswerten Unterschiede. Beide Prozessoren glänzen weniger durch eine überragend schnelle Performance, sondern vor allen Dingen durch eine äußerst stromeffiziente Arbeitsweise.

Das heißt aber nicht, dass man im Alltag als Nutzer ständig ausgebremst wird: Egal ob Multitasking, Browsing oder weniger anspruchsvolle Spiele, das Z2 Play erfüllt flüssig und ohne Stocken alle gängigen Aufgaben und muss sich im normalen Gebrauch nicht vor der Arbeitsgeschwindigkeit einschlägiger Flaggschiff-Smartphones verstecken. Nur bei äußerst intensiven Anwendungen wie zum Beispiel Iron Blade merkt man deutliche Framedrops im Vergleich zu leistungsfähigeren Smartphones; Gamer greifen daher lieber zu einem leistungsstärkeren Gerät wie etwa dem Honor 8.

Im AnTuTu-Benchmark erzielt das Moto Z2 Play 67.960 Punkte und siedelt sich hier in etwa auf dem Niveau des Vorgängers an. Auch die übrigen Benchmarkwerte sind nicht überragend, doch sollte dies wohl nur die anspruchsvollsten Technik-Enthusiasten stören. Sofern man auf die neuesten 3D-Games verzichten beziehungsweise mit niedrigeren Frameraten leben kann, ist die Performance des Moto Z2 Play völlig in Ordnung.

Akkulaufzeit und Alltag des Moto Z2 Play: Fragwürdige Entscheidungen

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Kommen wir nun zum Elefanten im Raum: Wieso hat Lenovo das Killer-Feature des Moto Z Play gekillt? Die Akku-Kapazität des Nachfolgers ist um 510 mAh gesunken, was sich im ersten Moment vielleicht noch nicht so drastisch anhört. In der Praxis führt das aber tatsächlich dazu, dass die Akkulaufzeit des Nachfolgers nicht ansatzweise an die paradiesischen Laufzeiten des Moto Z Play herankommt, sondern sich gewissermaßen auf dem Niveau normalsterblicher Smartphones wiederfindet.

Schlecht ist die Akkulaufzeit des Z2 Play für sich betrachtet sicher nicht: Im normalen Alltagsgebrauch mit zahlreichen verbundenen Social-Media-Konten und Messengern sind 5 Stunden Screen-On-Zeit keine Besonderheit, selbst den längsten Arbeitstag wird das Moto Z2 Play ohne Probleme überstehen. Obwohl das Z2 Play nur 0,8 Millimeter dicker als das normale Moto Z ist, schlägt es das (noch) aktuelle Lenovo-Flaggschiff in Sachen Ausdauer um Längen und stellt daher einen guten Kompromiss zwischen Akkulaufzeit und Gehäusetiefe dar.

Gut ist aber vermutlich nicht gut genug, denn eine solche Akkulaufzeit bieten auch die meisten anderen aktuellen High-End-Smartphones. Dem Moto Z2 Play gelingt hier kein Stich und gerade als Nutzer des Moto Z Play wird man sich den Umstieg auf den Nachfolger zweimal überlegen. Ausschließlich wegen der leicht überdurchschnittlichen Akkulaufzeit werden Kunden das Moto Z2 Play jedenfalls nicht kaufen. Natürlich lässt sich das entsprechende Akku-MotoMod dazukaufen, mit dem die Laufzeit verdoppelt wird. Das fällt mit einem Preis von rund 80 Euro aber nicht nur recht teuer aus, sondern kompromittiert das eigentlich schlanke Design des Moto Z2 Play. Bevor wir zum Z2 Play inklusive Akkupack greifen würden, würden wir eher gleich das Moto Z Play nehmen.