Lobenswert: Das Moto Z2 Play bietet sowohl einen Slot für die microSD-Speicherkarte als auch eine Dual-SIM-Funktion – letztere wird aber unter Umständen nur bei bestimmten Modellen des Z2 Play verfügbar sein. Anders als bei anderen Herstellern lassen sich außerdem gleichzeitig eine zweite SIM-Karte sowie eine Speicherkarte verwenden: Auf der vorderen Seite des Schlittens werden die SIM-Karten eingelegt, auf der Rückseite die microSD.

Die Gesprächsqualität am Telefon geht in Ordnung, allerdings gibt es ausschließlich den an der Front befindlichen Lautsprecher in der Hörmuschel. Dieser ist tendenziell laut genug, um den Gesprächspartner beim Freisprechen zu verstehen, eignet sich aber aufgrund der unbefriedigenden Klangqualität überhaupt nicht zur Wiedergabe von Musik. Da dafür aber ja das entsprechende Soundmod beigelegt wird, lässt sich dieser Punkt durchaus verkraften.

Schwerer wiegen da die gelegentlichen Verbindungsprobleme, die uns während des Testzeitraums immer wieder auffielen. Wo andere Smartphones beim gleichen Netzanbieter eine mobile Datenverbindung erfahrungsgemäß problemlos herstellen, gab es hier beim Moto Z2 Play kleinere Aussetzer. Ob dies an der Software liegt oder dem Aluminiumgehäuse zuzuschreiben ist, können wir nur mutmaßen. Käufer des Moto Z2 Play sollten dies jedoch im Blick behalten.

Kamera des Moto Z2 Play: Besser, aber nicht Spitzenklasse

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Man kann für Lenovo nur hoffen, dass die absurd auffällig aus dem Gehäuse herausragende Kamera durch eine überzeugende Fotoqualität gerechtfertigt wird. Tatsächlich schießt das Moto Z2 Play erheblich bessere Bilder als der Vorgänger. Laut Hersteller kommt eine recht große f/1.7-Blende zum Einsatz, die einen stärkeren Lichteinfall ermöglicht, in Kombination mit der Dual-Pixel-Technologie. Die Auflösung der Fotos ist im Vergleich zum Z Play von 16 auf 12 MP geschrumpft. Wie schon seinerzeit Samsung beim Galaxy S7 verringert Lenovo die Pixelzahl zugunsten der Pixelgröße und verspricht dem Nutzer dadurch eine bessere Bildqualität.

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In Sachen Bildschärfe und Dynamik gibt es beim Moto Z2 Play nicht viel zu beanstanden – gerade bei Tageslicht gelingen die Fotos und überzeugen durch eine natürliche, wenngleich manchmal etwas blass wirkende Darstellung. Generell ist dies aber für die nachträgliche Fotobearbeitung sogar vorteilhafter als eine übermäßige Sättigung. Auch der Autofokus funktioniert einwandfrei und ermöglicht zuverlässig Makroaufnahmen. Es ist jedoch auffällig, dass das Abspeichern der Fotos einige Millisekunden in Anspruch nimmt, was wohl dem nicht allzu leistungsstarken Prozessor zuzuschreiben ist.

Blitzschnelle Schnappschüsse vereitelt dieser Umstand leider immer wieder, insgesamt hat Lenovo dem Moto Z2 Play aber eine gute Kamera für Tagesaufnahmen mitgeliefert. Wem das noch nicht gut genug ist, der kann immer noch zur Hasselblad-MotoMod greifen. Diese ist zwar in Sachen Bildqualität kaum besser, wartet dafür aber mit einem optischen Zoom auf.

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Bei schlechteren Lichtverhältnissen dagegen hat das Moto Z2 Play trotz aller auf dem Papier stehenden Vorzüge mit einem leichten Gelbstich sowie einer insgesamt leicht verfälschten Farbwiedergabe zu kämpfen, viele Bildbereiche wirken aufgrund der aggressiven Rauschreduzierung auch gänzlich verwaschen und schwammig.

In Sachen Videoqualität kann das Smartphone dafür wieder einige Pluspunkte holen. Es ist zwar kein OIS mit an Bord, doch immerhin sind die Aufnahmen sehr scharf und werden wahlweise in 4K mit 30 FPS oder aber in Full HD mit 60 FPS erstellt. Sowohl die Video- als auch Audioqualität ist durchaus ordentlich.

Moto Z2 Play: 4K-Testvideo (30 FPS)
Moto Z2 Play: Full-HD-Testvideo (60 FPS)