Moto X (2014): Erste Tests und Eindrücke von Motorolas Topmodell

Andreas Floemer 26

Auch wenn es das neue Moto X (2014) erst in etwa 3 Wochen nach Europa schaffen wird beschäftigen sich bereits erste Tester in den USA mit dem schicken Smartphone. Entsprechend gibt es bereits einige interessante Erkenntnisse und Tests, die wir an dieser Stelle zusammenfassen. 

Mittlerweile haben auch wir das Gerät auf die Probe gestellt. Lest hier unseren umfassenden Test zum Moto X (2014).

Akku

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Lebhafte Wallpaper des Motorola Moto X 2014 (Download)

Der 2.300 mAh-Akku klingt nicht sonderlich vertrauenserweckend, vor allem wenn man sich in Erinnerung ruft, dass in LGs G2 (Test), das auch einen 5,2 Zoll in der Diagonale messenden Bildschirm besitzt, ein 3.000 mAh steckt dank dem das Smartphone als Dauerläufer bezeichnet werden kann. Den ersten Erfahrungen mit dem Moto X (2014) zufolge ist der Akku aber besser als erwartet.

Laut Droid Life hat man im ersten Akkutest eine Laufzeit von 14 Stunden bei einem Restwert von 17 Prozent erreichen können – die Display-On-Time betrug zwei Stunden, man war die komplette Zeit über nur per LTE mit dem Internet verbunden. Am zweiten Tag waren nach elf Stunden und zwei Stunden Display-On und permanentem LTE-Netz 27 Prozent vom Energiespeicher übrig.  Ähnlich verhält es sich bei den Beobachtungen von Alex Pasquarella, der seine ersten Erfahrungen mit dem Moto X (2014) auf reddit teilt. Der Akku seines Testgeräts besaß nach siebeneinhalb Stunden Nutzung und einer Stunde Display-On-Zeit noch 75 Prozent.

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Dan Seifert von The Verge hat das Moto X (2014) bereits einem Test unterzogen und kommt in Sachen Akkulaufzeit zur Erkenntnis, dass das neue Modell sich zwar nicht mit dem Samsung Galaxy S5, HTC One (M8) und dem LG G3 messen könne, dennoch komme man locker über einen Tag. Dies habe zum Teil damit zu tun, da das verbaute Display äußerst sparsam sei. Dem aktuellen Stand nach zu urteilen sei die Akkulaufzeit durchschnittlich, aber weder schlecht noch außerordentlich gut. Ähnliche Ergebnisse erzielte auch Andrew Cunningham von Ars Technica.

Die durchschnittliche Akkulaufzeit dürfte sich mit  dem anstehenden Update auf Android L zum Positiven ändern, denn Google hat in seiner kommenden Firmware-Iteration das sogenannte Project Volta integriert, mit dessen Hilfe die Akkulaufzeit von Smartphones erheblich verbessert werden soll. Tester der Android L-Preview dürfen bereits eine bessere Laufzeit bei ihrem Nexus 5 beobachten.

Interessant: Motorola bietet – zumindest in den USA – ein Ladegerät an, mit dem es möglich ist, das Moto X mittels Qualcomms Quick Charge 2.0-Technologie innerhalb von 15 Minuten so weit aufzuladen, dass man das Smartphone 8 weitere Stunden nutzen kann.

Kamera des Moto X (2014)

Auch zur Kamera gibt es erste Resultate, die ein recht durchwachsenes Ergebnis zeichnen. Zwar soll die 13 MP-Kamera besser sein als die 10 MP-Knipse des Vorjahres-Moto X, doch die Bildqualität ist bei widrigen Lichtverhältnissen eher durchwachsen. Bei normalem Licht produziert sie allerdings sehr gute Bilder mit lebendigen Farben. Die Kamera-Software entspricht der des ersten Moto X mit seinen ringförmig angeordneten Bedienelementen. Kurzum: Die Kamera ist gut aber wohl nicht herausragend. Wir werden uns die Kamera selbstredend auch vorknöpfen, sobald uns ein Testgerät vorliegt.

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Beispielbilder (Bild oben von Alex Pasquarella, darunter The Verge)

Das Moto X (2014) ist wasserfest

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Ein Detail des neuen Moto X (2014), das im ganzen Medienrummel ein wenig untergegangen ist, sollte im Grunde mehr Beachtung finden. Denn das Gerät ist wie das 2013er Moto G wiederum von innen und außen mit einer Nano-Beschichtung versehen, die das Gerät wasserdicht machen soll. Das erste Moto G (Test) wurde hinsichtlich seiner Wasserresistenz getestet und machte eine außerordentlich gute Figur. Beim Moto X (2014) dürfte sich dies ähnlich verhalten, wobei die Rückseiten aus Holz und Leder womöglich ein Problem darstellen könnten, sofern sie nicht auch besonders behandelt sind.

Was noch?

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In Sachen Performance legt das Moto X in ersten Benchmarks eine sehr gute Figur hin, wie sie von einem High End-Smartphone erwartet wird. Ferner sind die neuen Software-Erweiterungen seitens Motorola in Form von Moto Display (ehemals Active Display) und der Spracheingabe Moto Voice, mit der selbst aus dem Standby heraus das Smartphone bedient werden kann, viel versprechend. Moto Voice lässt sich neuerdings stärker individualisieren, sodass kein „Okay, Google„ oder „Okay, Moto“ mehr notwendig ist.

Ob es das „beste Android-Smartphone ist, das jemals hergestellt wurde“, wie The Verge titelt, bleibt abzuwarten.  Wir werden uns das Moto X (2014) genau unter die Lupe nehmen und testen.

Was ist bislang eure Meinung zum neuen Topmodell Motorolas?

Unser Hands-On vom Moto X (2014)

Quellen: Alex Pasquarella, Ars Technica, The Verge, Droid-Life @Google+, 2

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